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Schutzscheiben für Herrenberger Citybusse


Fahrgäste können wieder vorne einsteigen im Citybus: Seit Mittwoch, 1. Juli, ist der Einstieg und Ticketkauf beim Busfahrer wieder möglich. Durch die vom VVS empfohlenen Trennscheiben sind Busfahrer und Fahrgäste so geschützt, dass der Busbetrieb im Citybusverkehr wieder nahezu regulär betrieben werden kann.

Mit Beginn der Corona-Pandemie Mitte März mussten auch im Busverkehr Einschränkungen, wie das Sperren des Vordereinstiegs oder die Einstellung des Ticketverkaufs durch die Busfahrerinnen und Busfahrer, hingenommen werden. Nur so war der Schutz des Fahrpersonals und der Fahrgäste möglich. Inzwischen aber gibt es in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens Lockerungen und auch im Omnibusverkehr kehrt schrittweise wieder Normalität ein: Durch das Einbauen von Trennscheiben können Fahrgäste künftig auch wieder über die vordere Türe in den Bus gelangen. Auch der Ticketverkauf durch das Fahrpersonal ist wieder möglich.
 
Schilder zur Orientierung

Die Busse, die bereits mit Trennscheibe fahren, sind in der vorderen Windschutzscheibe einheitlich mit einem Hinweisschild gekennzeichnet. Das soll vor allem den an den Haltestellen wartenden Fahrgästen zur Orientierung dienen. Ein großes „V“ steht dabei für „Vordereinstieg“ und „Tickets beim Fahrer“. Die Busse der Linie 773 zwischen Herrenberg – Deckenpfronn – Calw werden in den kommenden ein bis zwei Wochen sukzessive mit Schutzscheiben bestückt. Zur Koordination der Trennscheiben-Ausstattung waren die Stadtwerke Herrenberg in regelmäßigem Austausch mit der für den Citybusverkehr beauftragten Firma Däuble aus Deckenpfronn. Vor allem durch die Vielzahl der unterschiedlichen Bustypen und der zu beliefernden Omnibusunternehmen kam es zu längeren Lieferzeiten. „Schlussendlich waren wir abhängig von der Anlieferung der Schutzscheiben und sind nun froh, dass der Busverkehr wieder nahezu normal läuft“, sagt Herbert Däuble, der Geschäftsführer der Däuble Reisen GmbH.
 
Tickets am besten über die App
„Wir freuen uns, dass die Fahrgäste nun wieder ihre gewohnten Möglichkeiten zur Auswahl haben“, so Fabian Kienle, der kaufmännische Leiter der Stadtwerke.
Gerade für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sei es, ohne den direkten Verkauf durch das Fahrpersonal, oftmals sehr schwierig gewesen, überhaupt an Fahrscheine zu gelangen.
Dennoch gilt nach wie vor: Wenn möglich, sollten Fahrgäste ihr Ticket an den Automaten oder in den Vorverkaufsstellen kaufen. Ganz einfach geht der Ticketkauf auch über die App „VVS mobil“. Hier können Kundinnen und Kunden schnell, einfach und bargeldlos ihr Ticket erwerben – und das Einzelticket gibt es sogar fünf Prozent günstiger. So werden Gesundheit und Geldbeutel gleichermaßen geschont und auch die Busfahrerinnen und Busfahrer entlastet.
 
Einnahmesicherung und Gesundheitsschutz
Der Verkauf von Tickets ist für die Busunternehmen ein wichtiger Aspekt zur Einnahmesicherung. Durch den Rückgang der Fahrgastzahlen um rund 80 Prozent sind auch die Einnahmen im VVS eingebrochen. Inzwischen ist zwar der ÖPNV-Rettungsschirm beschlossen und die Nachfrage nimmt langsam wieder zu, sie liegt aber dennoch noch weit unter dem Normalwert, der vor Beginn der Pandemie durchschnittlich erreicht wurde. Für die Verkehrsunternehmen im VVS, insbesondere die privaten mittelständischen Busunternehmen, stellt der Fahrgastrückgang noch längerfristig eine hohe finanzielle Belastung dar. Trotz der drastischen Umsatzeinbußen fahren die regionalen Busunternehmen seit dem 4. Mai wieder den kompletten Fahrplan. Dadurch stellen sie sicher, dass beim Hochfahren des öffentlichen Lebens genug Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung steht und die Gesundheit der Fahrgäste bestmöglich geschützt wird.