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Wettbewerbssieger für Fruchtkasten-Sanierung gesucht


Das Projekt „Sanierung des Fruchtkastens“ erreicht einen nächsten Meilenstein: Am Freitag, 9. Oktober, findet die Preisrichtersitzung zum Architekturwettbewerb statt. 35 Personen haben die Aufgabe, die 18 eingereichten Arbeiten genau unter die Lupe zu nehmen und die Wettbewerbssieger zu küren.
 
Der Architekturwettbewerb startete Ende März mit der Bewerbungsphase: Bis Ende April hatten sich 41 Architekturbüros zur Teilnahme beworben. Davon wurden 19 Büros ausgewählt. Sechs Büros waren bereits im Vorfeld für eine Wettbewerbsteilnahme bestimmt worden. Im Mai konnten die 25 Bewerbenden das Gebäude von innen besichtigen. Im Anschluss wurden die Entwürfe erarbeitet. Zum Abgabetermin am 30. Juli wurden 18 Arbeiten eingereicht. „Mit der Anzahl der abgegebenen Arbeiten sind wir sehr zufrieden“, bilanziert Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Als Mitglied im Preisgericht ist er nun sehr gespannt auf die Preisgerichtssitzung. Von Juli bis September hat das Stuttgarter Büro Kohler Grohe die 18 Entwürfe vorgeprüft. 35 Personen – darunter Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Baubürgermeisterin Susanne Schreiber, die städtische Fruchtkasten-Projektleiterin Jessica Dubovski, Mitglieder des Herrenberger Gemeinderats, Architekten, Professoren und Museumsleitungen gehören dem Preisgericht an.  
 
Ausstellung
Die abgegebenen Entwürfe und Modelle können von Sonntag, 11. Oktober, bis Donnerstag, 15. Oktober, in der Herrenberger Mehrzweckhalle, Seestraße 29, täglich von 10 bis 17 Uhr angeschaut werden. Auch neun Arbeiten eines Projekts des Master-Studienganges Architektur der Hochschule für Technik in Stuttgart werden präsentiert. Für den Besuch der Ausstellung gelten die derzeit gültigen Corona-Auflagen: Abstand gewahren, Hygiene, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Es können maximal 30 Personen gleichzeitig die Ausstellung besuchen und die Besucherinnen und Besucher müssen sich am Einlass in Anwesenheitslisten eintragen.
 
Zum Gebäude
Der Fruchtkasten in der Tübinger Straße mit seiner Fachwerk-Fassade ist eines der ältesten Gebäude in der Herrenberger Altstadt. Er wurde 1683/84 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Ursprünglich diente der Fruchtkasten in Herrenberg als Lager für den „Zehnt“, also die Abgaben des landwirtschaftlichen Ertrags an die Herrschaft. Nachdem der Zehnt im Jahre 1848 abgeschafft wurde, erwarb die Stadt 1851 das Gebäude, das lange Zeit überwiegend als Lagerraum genutzt wurde. Im Herbst 2018 hat der Herrenberger Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Gebäudes gefasst. Das Gebäude selbst ist inzwischen ausgeräumt. Der Inhalt wurde katalogisiert und Erhaltenswertes in ein Zwischenlager nach Freudendstadt gebracht. Im November soll ein Verkauf nicht inventarisierter Gegenstände stattfinden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Alle Informationen rund um das Projekt „Sanierung Fruchtkasten“ finden sich unter www.herrenberg.de/fruchtkasten.