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Hackathon gegen Corona nimmt Fahrt auf


Das Thema Corona wird auf absehbare Zeit kaum an Aktualität verlieren. Umso erfreulicher ist die positive Resonanz auf den von der Stadt Herrenberg geplanten Hackathon. Bei diesem virtuellen Mitmachprojekt geht es um den Bau und den Einsatz von Geräten, mit denen sich der CO2-Gehalt der Innenraumluft überwachen lässt. Ziel des Mitmachprojekts ist die nachhaltige Verringerung des Corona-Ansteckungsrisikos – insbesondere durch bedarfsorientiertes Lüften anhand stichhaltiger Messungen.
 
Die Stadt Herrenberg vergibt für den Hackathon kostenlos Bausätze für eine handliche und effektive CO2-Ampel. Der Begriff „Hackathon“ setzt sich aus dem englischen Wort „hacking“ und dem aus der Sportwelt entlehnten Begriff „Marathon“ zusammen. Zur Teilnahme am Hackathon sind hiesige Kleingruppen aufgerufen – ob Schule, Schulklasse, Verein oder internetaffiner Hobbykreis. Der Bau der C02-Ampel erfordert keine Lötarbeiten und keine professionellen IT-Kenntnisse. Auf Wunsch leisten speziell geschulte Coaches fachkundige Unterstützung.
 

Warum CO2-Messung?

Verbrauchte Luft in gemeinschaftlich genutzten Räumen führt nicht nur zu nachlassender Konzentration und zunehmender Ermüdung, sondern birgt ein nicht zu unterschätzendes Risiko durch luftgetragene Viren wie Covid-19. Der CO2-Gehalt gilt als aussagestarker Indikator für die Konzentration von Aerosolen, mit denen Viren übertragen werden können.
 

Mitmachprojekt läuft gut an

Über die eigens für den Hackathon eingerichteten Webseite www.herrenberg.de/hackathon sind bereits recht vielversprechende Bewerbungen eingegangen. Die Stadt Herrenberg begrüßt die Diversität der Teams: Ganz unterschiedliche Personenkreise haben ihre Ideen eingereicht. Neben technikbegeisterten Schülergruppen trat unter anderem auch ein Büro-Team mit einer eigenen Umsetzungsidee auf den Plan. Inzwischen ist bereits die Hälfte der vorrätigen Ampelbausätze vergeben.
 

Jetzt bewerben und mitmachen!

Über die Webseite www.herrenberg.de/hackathon können sich interessierte Teams mit ihren Umsetzungsideen bewerben. „Nur Mut! Man muss kein Experte sein, um die Ampel zu bauen und erfolgreich einzusetzen“, erklärt Caroline Küpfer, zuständig für Organisation und Digitales bei der Stadt Herrenberg. Das Ausfüllen des Bewerbungsformulars erfordert nur wenige Minuten. Wer mitmachen will, sollte sich allerdings sputen: Bewerbungen werden noch bis einschließlich Sonntag, 1. November, angenommen.
 

Der Countdown läuft

Der Auftakt des Hackathons am Samstag, 14. November, gliedert sich in zwei Teile. Von 14 bis 15 Uhr werden der Hackathon, das stadteigene LoRaWAN-Funknetz und die CO2-Ampel erklärt. Alle Interessierten können sich online dazu schalten. Von 15 bis 17 Uhr bauen die zugelassenen Teams ihre CO2-Ampeln. Bei der CO2-Ampel handelt es sich um kein medizintechnisches Instrument; es findet keine medizinische Abnahme statt.
 
Am Samstag, 21. November, von 14 bis 15 Uhr können die Teams ihre Umsetzungsideen sowie die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen eines weiteren Online-Events live präsentieren. Dabei gibt es weder Bewertungen noch eine Preisverleihung. Beim Hackathon geht es vielmehr um Freude am Tüfteln und Engagement für das Gemeinwohl.