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Volkstrauertag in Zeiten von Corona


Am Volkstrauertag wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Er ist jedoch auch ein Tag der Mahnung und des Friedens. Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen findet in diesem Jahr keine öffentliche Gedenkfeier auf dem Alten Friedhof in Herrenberg statt. Die bereits angekündigten Gedenkfeiern in den Stadtteilen am Sonntag, 15. November finden zum Teil mit reduziertem Programm statt.

Vor 75 Jahren endete der zweite Weltkrieg, in dem 55 Millionen Menschen starben - Eine Zahl, die bis heute unfassbar bleibt. Der Volkstrauertag erinnert an alle Menschen, die in Vergangenheit und Gegenwart Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Alljährlich versammeln sich Bürgerinnen und Bürger, um ihnen gemeinsam zu gedenken.  Auch in Zeiten von Corona erinnert der stille Gedenktag daran, wie kostbar Demokratie, Menschenrechte, Frieden und Verständigung im gemeinsamen Europa sind.

Spenden und Livestream

Da die allermeisten Gedenkfeiern in diesem Jahr nicht stattfinden, verweist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf die Gedenkfeier im Bundestag, die live im ZDF oder online per Livestream am 15. November ab 13:30 Uhr verfolgt werden kann. Die Bevölkerung wird außerdem dazu aufgerufen, an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu spenden. Die eingehenden Spenden werden zur Kriegsgräberpflege, der Angehörigenbetreuung sowie für vielfältige Projekte zur Förderung der Erinnerungskultur eingesetzt. Spenden können über das Spendentelefon unter der Telefonnummer 0561 700 90, per Überweisung an IBAN: DE23 5204 0021 0322 2999 00, BIC: COBADEFFXXX oder online über die Webseite des Volksbundes eingereicht werden. Weitere Informationen unter: www.volksbund.de.

Gedenkfeiern in Stadtteilen

In vier Herrenberger Stadtteilen sind jeweils eigene Gedenkfeiern geplant, die wegen der hohen Corona-Fallzahlen und dem aktuell geltenden Gebot zur Kontaktvermeidung kurzfristig verändert wurden. Bei allen Veranstaltungen gelten die derzeitigen Hygiene- und Abstandsregeln. Folgender Ablauf ist vorgesehen:
  • Kuppingen: Im Anschluss an den evang. Gottesdienst wird Hans-Jörg Haarer als Vorsitzender des VDK Ortsverbandes Kuppingen-Oberjesingen eine Ansprache in der Kirche halten. Die Kranzniederlegung erfolgt anschließend im Stillen durch Vertreter des Ortschaftsrats Kuppingen sowie durch den Vorstand des VDK Ortsverbands Kuppingen-Oberjesingen.
  • Affstätt: Pfarrerin Elisabeth Hartmann-Gaiser und Ortsvorsteher Timo Petersen werden im Anschluss an den Abendgottesdienst eine kurze Ansprache in der Kirche halten. Auf eine Kranzniederlegung wird verzichtet.
  • Oberjesingen: Die Gedenkfeier wird nicht wie geplant stattfinden. Stattdessen legen unmittelbar im Anschluss an den Gottesdienst der VdK, Pfarrer Stephan Bleiholder und Ortsvorsteher Tobias Pfander am Ehrenmal vor der Kirche Kränze zu Ehren der Opfer nieder.
  • Gültstein: Im Anschluss an den Gottesdienst werden Pfarrer Markus Ziegler und Ortsvorsteher Gerhardt Kauffeldt eine kurze Ansprache halten. Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung.