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Jugendliche entwickeln Ideen zum Herrenberger Klimafahrplan


GruppenfotoNicht nur Wünsche, sondern ganz konkrete Ideen: Dies ist kurz zusammengefasst das Ergebnis des Online-Workshops für Jugendliche zum Klimafahrplan am 6. November. Ausgerichtet wurde dieses digitale Format von der Stadt Herrenberg mit Unterstützung des Stadtjugendrings Herrenberg e.V. und der Agentur B.A.U.M Consulting.
 
Ursprünglich war geplant, den Klimafahrplan den Jugendlichen in Herrenberg beim Jugendforum am 19. November vorzustellen. Einmal mehr machte die Corona-Lage dieser Planung einen Strich durch die Rechnung. Das Format wurde in „dezentral und digital“ geändert und ein Termin mit der Online-Plattform Zoom vereinbart. Bei dieser Online-Veranstaltung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Initiativen. Die Jugenddelegation war ebenso dabei wie die Fridays for Future-Bewegung oder der Klimabeirat und die den städtischen Klimafahrplan betreuende Agentur B.A.U.M. Consulting. Von der Stadt waren der städtische Umweltbeauftragte Jürgen Baumer sowie Madeleine Schrezenmeir, Persönliche Referentin der Baubürgermeisterin, beteiligt. Für den Stadtjugendring war Michael Wolfschläger an Bord. Susanne Schreiber, Baubürgermeisterin der Stadt Herrenberg, stellte in einer Grußbotschaft zu Beginn das Ziel des Klimafahrplans vor: Herrenberg soll spätestens bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen konkrete Maßnahmen mit der Bürgerschaft entwickelt werden. Im Anschluss ging es in einem virtuellen Raum auf dem Whiteboard „miro“ an die Ideensammlung der Jugendlichen. Folgende Kategorien wurden bearbeitet: Ideen, die wir selbst umsetzen können; Ideen, welche die Stadt mit unserer Hilfe umsetzen kann und Wünsche und Vorschläge für die Stadtpolitik.

Ergebnis der Online-Diskussion

„An Ideen mangelte es nicht“, berichtet Michael Wolfschläger vom Stadtjugendring. Nach einem Ranking standen letztlich drei Projekte fest, die bereits in Kürze weitergeplant werden sollen. So wird geprüft, ob es die Möglichkeit gibt, Solarzellen auf den Containern der neuen Freizeitanlage zu installieren, um etwa Mobiltelefone laden zu können. Ebenso wichtig sahen es die jungen Menschen an, das Thema sicheres Radfahren weiter zu verfolgen. Hier hat sich nach Meinung der Jugendlichen schon viel getan, aber es gibt auch noch viel zu tun. Nicht zuletzt soll einmal im Jahr ein Tag zum Klimaschutz mit Unterstützung der Stadtverwaltung stattfinden. Dabei soll mit einem attraktiven Programm nicht nur über Möglichkeiten der Nachhaltigkeit informiert werden, sondern auch ein breiter Rückhalt für die Klimamaßnahmen gefördert werden und Erfolge des Klimafahrplans vorgestellt werden.

Nächste Schritte

Damit die Wünsche an die Politik nicht untergehen, werden bereits am 10. Dezember Jugendliche aus der Jugenddelegation im Klimabeirat mit einem Positionspapier vertreten sein. Der Klimabeirat besteht aus Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten, die konkrete Empfehlungen an die Politik geben und Kontrollinstanz für die Umsetzung des Fahrplans sind. Die neu entstandene Projektgruppe der Jugendlichen zum Klimafahrplan wird schon in den nächsten Tagen ihr erstes Treffen haben und konkrete Planungen zur Umsetzung angehen. Jugendliche, die mitmachen wollen, sind hierzu herzlich eingeladen. Der Termin wird in Kürze auf der Homepage des Stadtjugendrings unter http://www.sjr-hbg.de zu finden sein.

Info zur Förderung

Die Jugendbeteiligung in Herrenberg wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Stadtverwaltung und Stadtjugendring weisen darauf hin, dass diese Pressemitteilung keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) darstellt. Die Verantwortung für inhaltliche Aussagen liegt bei der Stadtverwaltung und dem Stadtjugendring.


Skizze