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Suche nach Parkmöglichkeiten geht weiter


Nach dem per Bürgerentscheid abgelehnten Parkhaus-Standort an der Hindenburgstraße geht die Suche nach Parkmöglichkeiten in Herrenberg weiter. Kein Standort in Innenstadtnähe erfüllt jedoch die Anforderungen, das ergab eine von der CDU beantragte Prüfung. Die Alternativen nahe der Markusstraße, die Altstadtgarage und das Krankenhausareal Marienstraße werden nun ebenfalls geprüft. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
 
Die Prüfung mehrerer Alternativ-Standorte auf Antrag der CDU hat ergeben: Keine Alternative erfüllt die Anforderungen an Altstadt-relevantes Parken. Der Antrag ist damit erledigt, die Suche nach Parkmöglichkeiten in Innenstadtnähe geht weiter. Dabei kommt jetzt der Bereich um die Markusstraße auf den Prüfstand.

Altstadtgarage attraktiver gestalten

Die Altstadtgarage erfüllt mit ihren 97 Stellplätzen zwar nicht die Voraussetzung, um den Graben weitestgehend autofrei machen und ein zusätzliches Angebot an öffentlichen Stellplätzen schaffen zu können, bringt jedoch andere Vorteile mit sich: Sie liegt nahe der Altstadt und könnte einen Teil des Verkehrs vor dem Reinhold-Schick-Platz abfangen. Damit sie besser genutzt wird, müsste die Altstadtgarage allerdings attraktiver werden, argumentierte die Stadtverwaltung und schlug dafür eine Schrankenanlage und eine generelle optische Aufwertung vor. Hierfür sind Haushaltsmittel in Höhe von 130.000 Euro für dieses und das kommende Jahr angemeldet.

Krankenhausareal Marienstraße

Zusätzlich wird geprüft, ob weitere Parkplätze auf dem „Krankenhausareal Marienstraße“ geschaffen werden können. In Anbetracht fehlender Alternativen stimmte der Gemeinderat dem mit großer Mehrheit zu. Doch es herrscht Skepsis: „Das wird das Problem nur vielleicht lösen. Die Marienstraße wird mit Zusatzverkehr belastet sein, auch, weil sie Hauptzugangsrichtung für das Schulzentrum Längenholz ist“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Haarer. Je nach benötigter Wartezeit wäre auch ein weiterer Bürgerentscheid denkbar. Bodo Philipsen (SPD) fügt hinzu: „Demokratie bedeutet nicht, die Bürger so lange abstimmen zu lassen, bis einem das Ergebnis passt.“ Thomas Deines, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, hält den Bereich des alten Krankenhauses für die derzeit einzige Lösung. Auch wenn sie nicht optimal sei, werde er der Prüfung des Standortes, wenn auch ohne Begeisterung, zustimmen. Noch sei es allerdings zu früh für eine endgültige Entscheidung.