Nachricht

Parkplätze und Fahrräder in Echtzeit


„Gemeinsam Mobilität neu denken“ – unter diesem Slogan hat die Stadt Herrenberg das stadtnavi, eine innovative, mobile Webplattform, im Rahmen des Modellstadt-Projektes entwickelt. Seitdem die Website im Mai 2020 an den Start gegangen ist, hat sich einiges getan: Bundesweit stößt das Projekt auf große Resonanz, einige Kommunen haben bereits Interesse bekundet, das stadtnavi unter eigenem Label aufzusetzen. Kontinuierlich werden Korrekturen im Hintergrund vorgenommen. Außerdem wurden Funktionen verbessert oder neu integriert.
 
So wird jetzt die Anzahl der freien Parkplätze in der Altstadt in Echtzeit angezeigt. Folgende Parkplätze und Parkhäuser haben eine Echtzeit-Funktion: Nufringer Tor, Bronntor, Unterer Graben, Oberer Graben und Altstadtgarage. Sie sind im stadtnavi mit einem grünen Icon gekennzeichnet.
Neu ist zudem, dass die Station von RegioRad Stuttgart am Herrenberger Bahnhof integriert ist. Das heißt: Das stadtnavi zeigt in Echtzeit an, wie viele Fahrräder in der Kalkofenstraße zur Verfügung stehen. Insbesondere für Pendler wurden die Daten der RegioRad-Stationen in Stuttgart aufgenommen. Das stadtnavi zeigt nun also in Echtzeit an, an welchen Stationen wie viele Fahrräder im Stuttgarter Stadtgebiet zur Verfügung stehen.
 

Nette Toilette im stadtnavi

Ebenso sind die Netten Toiletten in der Herrenberger Kernstadt jetzt im stadtnavi zu finden. Aufgrund der aktuellen Situation sind diese derzeit jedoch teilweise geschlossen. Alle neun Netten Toiletten in der Kernstadt sind erfasst, zum Beispiel im Bürgeramt, in der Kreissparkasse oder im Edeka am Bronntor.
Außerdem zeigt das stadtnavi bereits seit der Veröffentlichung die Abfahrtszeiten von Bus und Bahn in Echtzeit an. Im kommenden Jahr sollen weitere Funktionen ins stadtnavi integriert werden.
 

Verbesserungen im Hintergrund

Seit dem Start im Mai hat sich auch im Hintergrund der Plattform einiges getan: „Wir haben die Datenqualität und -verfügbarkeit sowie die Schnittstellen zu externen Datenlieferanten verbessert“, berichtet Ansgar Engbert von der Stabsstelle Klimaschutz, der das Projekt koordiniert. „Zudem haben wir intern Abläufe und Kommunikation verfeinert, um Daten schneller bereitzustellen.“ Darüber hinaus wird an den komplexen Algorithmen für ein effizientes Routing kontinuierlich weitergearbeitet. „Dank der aktiven Mithilfe vieler Bürgerinnen und Bürger konnten wir viele kleinere Fehler beseitigen und die Benutzerfreundlichkeit verbessern“, freut sich Ansgar Engbert. Sein Dank gilt im Namen des gesamten stadtnavi-Teams allen Beteiligten. „Wir freuen uns auch weiterhin über Feedback und Anregungen zum stadtnavi.“
 

Bundesweite Resonanz

Das stadtnavi stößt bundesweit auf große Resonanz. Seit dem Start haben viele Kommunen und Akteure aus dem Mobilitätsbereich Interesse bekundet, das stadtnavi unter eigenem Label aufzusetzen. „Von der Ostsee bis zum Bodensee stehen wir mit zahlreichen Städten und Gemeinden im regen Austausch“, berichtet Projektleiter Ansgar Engbert. „Und so viel sei bereits verraten: Es wird in absehbarer Zeit bereits das erste „Geschwisterchen“ von stadtnavi geben.“
Auch bei verschiedenen Veranstaltungen hat das stadtnavi-Team das Projekt einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt – etwa beim Städtetag Baden-Württemberg, bei einer Veranstaltung des Fraunhofer Instituts oder bei der Smart Country Convention des bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien).
 

Infos online

Wer sich informieren möchte, findet auf dem YouTube-Kanal des stadtnavi verschiedene Infos. So gibt es hier ein Video zu einer virtuellen Info-Veranstaltung für Städte und Kommunen, bei der das stadtnavi-Team die Plattform vorstellt. Ebenso findet man auf dem Kanal ein fünfminütiges Erklärvideo. Informieren kann man sich auch auf der Facebook- und Instagram-Seite des stadtnavi sowie über Twitter. Auf der Homepage der Stadt gibt es ebenfalls Wissenswertes rund ums stadtnavi: www.herrenberg.de/modellstadt
 

Über das stadtnavi

Das stadtnavi steht allen kostenlos unter www.stadtnavi.de zur Verfügung. Die responsive Website kann von allen Endgeräten aus – PC, Tablet und Smartphone – bedient werden. Die Mobilitätsplattform „made in Herrenberg“ basiert auf einem Open-Source-Ansatz und hat das schnelle und umweltfreundliche Navigieren zum Ziel.
Das Projekt wurde umgesetzt durch die Stadt Herrenberg und wird als Teil des Modellstadt-Projektes finanziell gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Kartenmaterial wird von OpenStreetMap bezogen.
 
www.stadtnavi.de