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Roter Faden wiederaufgenommen


In seiner jüngsten Sitzung gab der Gemeinderat den Projektauftrag zum aktualisierten Leitbild-Prozess frei. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dieser im Frühjahr 2020 unterbrochen, die Pause brachte aber neue Ideen: 2035 soll neues Zieljahr und vieles digital umgesetzt werden.
 
Die im Leitbild 2020 entwickelten Ziele sollten auf den Prüfstand gestellt und das bisherige Leitbild im Sinne der Agenda 2030 und der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen fortgeschrieben werden. Im Frühjahr 2020 musste der Prozess im Zuge der Corona-Pandemie jedoch pausieren. In dieser Zeit wurde die Projektplanung überarbeitet: Die veränderten Rahmenbedingungen sollen nun in eine Neuplanung einfließen. Außerdem soll das 800-jährige Stadtjubiläum 2028, nicht länger Zieldatum sein: Der Projekthorizont wurde auf 2035 ausgeweitet. In seiner Sitzung am 15. Dezember stimmte der Gemeinderat der neuen Planung zu.

Geplante Projektphasen

Nächster Meilenstein soll eine digitale Bürgerumfrage im Mai 2021 sein, die auch Fragen zur Corona-Krise aufgreift. Um ein vielfältiges Stimmungsbild zu erhalten, sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme motiviert werden. Auch Vereine und Gruppen werden die Chance haben, sich in die Entwicklung einzubringen. Im Oktober 2021 soll ein digitaler „Trialog“ stattfinden: In vier kleinen virtuellen Workshops sollen sich Gemeinderat, Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Verwaltung sowie Vertreter der Jugenddelegation auf die Inhalte des Leitbilds einigen. Ein Bürgergremium bestehend aus elf zufällig gewählten Bürgern wird zusätzlich eine Empfehlung erarbeiten. Die vielfältigen Meinungen, die dabei eingebracht würden, sieht die Stadtverwaltung als ideale Ergänzung an. Bevor er dem Gemeinderat vorgelegt wird, soll der finale Entwurf bei einem „Dankeschönfest“ im Frühjahr 2022 präsentiert werden.

2035 neues Zieljahr

Im Gemeinderat traf die überarbeitete Planung insgesamt auf Zustimmung. Dr. Heike Voelker von den Grünen stellte jedoch die Frage, warum man sich nicht für das Zieljahr 2030 entschieden habe: „2035 scheint so weit weg. Schon in den nächsten zehn Jahren wird es viele Veränderungen in unserer Gesellschaft geben.“ Oberbürgermeister Thomas Sprißler erklärte, man habe mit dem ursprünglichen Projekthorizont 2028 dem Stadtjubiläum Rechnung tragen wollen. Wegen des großen Umfangs und vielen Projekten, die erst zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt werden können, fiel die Entscheidung auf eine strategisch längere Ausrichtung: „Daher 2035, um diesen roten Faden aufzunehmen.“ Das Stadtjubiläum 2028 werde innerhalb der Maßnahmen dennoch identifizierbar sein.