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Epizentren gegenwärtiger Weltbetrachtung


Arbeiten von Karin Allmendingersind in diesem Jahr in der Galerie der Stadt zu sehen.
Den Auftakt des Austellungsjahres macht die Austellung mit Werken von Larin Allmendinger.

Inmitten der Corona-Pandemie soll das diesjährige Ausstellungsprogramm der Galerie der Stadt Herrenberg helfen, die veränderte Welt künstlerisch zu erschließen. Denn: Kunst kann dazu beitragen, das aufzuzeigen, was gedanklich oder sprachlich nicht gefasst werden kann. Und so gibt das Ausstellungsjahr 2021 neue Ein-, Aus- und Überblicke zur Rolle der Dinge in der Welt. Insgesamt vier Ausstellungen sowie die Jahresausstellung des Kunstvereins zeigen das vielfältige Spektrum zeitgenössischen Kunstschaffens. Dabei fungiert jede Ausstellung für sich als kleines, eigenständiges Epizentrum gegenwärtiger Weltbetrachtung und als Seismograph der Zukunft.
 
Den Auftakt des neuen Kunstjahres macht die Ausstellung mit Werken von Karin Allmendinger unter dem Titel „Bilderdialog“. In ihren Schattenbildern, Blumenstücken oder in ihren Stadtansichten und Straßenszenerien bearbeitet die Künstlerin mit Öl- oder Acrylfarben Alltägliches als Aspekte des Wirklichen. Sie entlarvt die naturgetreue Darstellung als subjektive Beobachtung der Wirklichkeit und nimmt dabei virtuos eine eigentümliche Perspektive ein.

Digitale Führung durch Ausstellung

Aufgrund des aktuellen Lockdowns ist die Galerie der Stadt am Marktplatz 1 bis auf Weiteres geschlossen. In einem Video gibt die Leiterin der Galerie, Elena Hocke, spannende Einblicke in die Ausstellung von Karin Allmendinger und erläutert Hintergründe zu einzelnen Werken. Das fünfminütige Video zur digitalen Führung durch die Ausstellung ist ab 21. Januar abrufbar unter www.herrenberg.de/galerie sowie in den Social-Media-Kanälen der Stadt.

Bild-Räume und Raum-Blicke

In der Auseinandersetzung mit Räumen als Lebensbereiche lenken Andrea Eitel (Bild rechts) und Vera Reschke (Bild links) in ihrer Gemeinschaftsausstellung „Bild-Räume und Raum-Blicke“ den Blick auf architektonische Strukturen und Momente. In Andrea Eitels surreal verfremdeten Gemälden behaupten sich Stadtansichten und Architekturräume. Vera Reschke erzeugt Raumlandschaften und Stimmungsmomente, indem sie mittels ihrer eigenen Technik der abstrakten Fotografie Raumelemente aus ihrem Kontext löst.

 Arbeiten von Vera Reschke sind in diesem Jahr in der Galerie der Stadt zu sehen. Andrea Eitel: Laterne

„Ich hab’s gesagt…!“

Mit einer Retrospektive zum 75. Geburtstag mit dem Titel „Ich hab’s gesagt…!“ feiert die Galerie der Stadt die vor schöpferischer Kraft strotzende Künstlerin Irene Ziegler-Selle. Die farbgewaltigen Werke zeigen dabei ihre ungezügelte Lust am dynamischen, expressiven, geradezu explosiven künstlerischen Schaffensprozess. Ihre bevorzugten Sujets sind Blumen und Landschaften, zum Repertoire gehören aber auch Stadtansichten.

 Arbeiten von Irene Ziegler-Selle sind in diesem Jahr in der Galerie der Stadt zu sehen.
Arbeiten von Irene Ziegler-Selle sind in diesem Jahr in der Galerie der Stadt zu sehen.

Zeit des matten Lichts

In der sich anschließenden Foto-Ausstellung „Zeit des matten Lichts“ Monika Müller-Schauenburgs zum Thema Inseln findet ein künstlerischer Dialog zwischen kritischer Wahrnehmung und Sehnsucht nach poetischer Schönheit statt. Während Besucher Inseln als vom alltäglichen Kreislauf losgelöste Orte betrachten, bangen die Inselbewohner um ihren bedrohten Lebensraum.
 
Arbeiten von Monika Mueller-Schauenburg sind in diesem Jahr in der Galerie der Stadt zu sehen.
Arbeiten von Monika Mueller-Schauenburg sind in diesem Jahr in der Galerie der Stadt zu sehen.

Jahresausstellung des Kunstvereins

Mit der Jahresausstellung des Herrenberger Kunstvereins endet das Ausstellungsjahr. Gezeigt werden aktuelle Arbeiten von rund 40 Künstlerinnen und Künstlern. Auch in diesem Jahr eröffnen sie den Betrachtenden ein kaleidoskopartiges Fenster in die unterschiedlichsten Gattungen wie Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur.

Hinweise zu Corona

Auch in den kommenden Monaten müssen aufgrund der Corona-Pandemie die Veranstaltungen und Ausstellungsbesuche wohl anders als üblich stattfinden. Die Bedingungen der Pandemie verlangen neue Formate und besondere Auflagen. Aktuelle Informationen und digitale Angebote zu den Ausstellungen in der Galerie der Stadt gibt es unter www.herrenberg.de/galerie.
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