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Schulterschluss beim Winterdienst


Bei Schneefall sorgen Stadt und Anwohner gemeinsam für begeh- und befahrbare Flächen. Das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) bittet um Rücksichtnahme und erklärt, was bei schneebedeckten Straßen zu beachten ist. Wer ungeräumte Straßen melden möchte, kann dies über den Schadensmelder auf der städtischen Homepage tun.
 

Schnee, Kälte, trockene Temperaturen – der diesjährige Winter hat seinen Namen verdient. Doch das bedeutet nicht nur Schneespaziergang und Schlittenfahrt, sondern auch viele Winterdienst-Einsätze: Bürger räumen und streuen auf ihren Grundstücken und den zugehörigen Wegen. Die Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) sorgen dafür, dass städtische Flächen, Straßen, Fuß- und Radwege begeh- und befahrbar sind.


Missverständnisse beim Räumen

„Wir und auch die Bürger wissen um unsere Pflichten und normalerweise funktioniert das Miteinander beim Winterdienst reibungslos“, sagt Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün. „Doch in den letzten Tagen kam es verstärkt zu Missverständnissen, wodurch es viele Extra-Runden gab und wir die gesetzlichen Räumungsfristen nicht einhalten konnte“, so Kraus weiter und erklärt: „Die vielen anderen Aufgaben unseres Tagesgeschäfts sind dadurch ebenfalls in Verzug geraten“. Das TUG bittet daher um Rücksichtnahme. So ist auf öffentlichen Straßen weder der Bau von Rodelstrecken, noch von Bodenwellen, die den Durchgangsverkehr verlangsamen sollen, erlaubt. Denn dabei handelt es sich um einen unerlaubten Eingriff in den Straßenverkehr, der die Verkehrssicherheit gefährdet. Zudem sollte der Schnee aus Hofeinfahrten, Grundstücken und Gehwegen nicht auf die bereits geräumte Straßenmitte geschoben werden: Andere Verkehrsteilnehmer melden die ungeräumte Straße und die Räumfahrzeuge des TUG müssen erneut ausrücken. So entsteht ein enormer Zeit- und Kostenaufwand. Schnee, der auf die Straße geschippt wird, behindert zudem Rettungskräfte bei lebensrettenden Einsätzen.

Online-Schadensmelder nutzen

„Wir wissen, dass es auch zu umgekehrten Vorfällen kommt. Dass frei geräumte Gehwege von vorbeifahrenden Räumfahrzeugen wieder gefüllt werden“, so Stefan Kraus. In diesen Fällen suche man das Gespräch mit den eigenen Mitarbeitern oder den beauftragten Dienstleistern und sensibilisiere sie für ein rücksichtsvolleres Verhalten. Wer solche Fälle melden möchte, kann dies mit wenigen Klicks unter  herrenberg.de/schadensmelder-ideen tun.


Vorgehen des Winterdienstes

Bei den Winterdienst-Einsätzen des TUG haben zuerst die Straßen und Radwege Vorrang, die verkehrswichtig und gefährlich sind. Danach werden die Straßen abgefahren, auf die eines der beiden Attribute zutrifft. Nicht geräumt werden Straßen mit Priorität 3, was auf rund 50 Prozent der Straßen im Stadtgebiet zutrifft. Im Gegensatz zu privaten Bürgern dürfen Kommunen und die von ihnen beauftragten Dienstleister mit Streusalz arbeiten. Nur so ist es möglich, die vielen Straßenkilometer innerhalb der gesetzlichen Fristen frei zu räumen. Das Streusalz wird hierbei sparsam eingesetzt, auch um die Umwelt zu schonen. Dazu sind die Streufahrzeuge mit Temperaturfühlern ausgestattet, die entsprechend der Fahrbahntemperatur die Salzmenge dosieren und einen unnötigen Salzverbrauch verhindern. Darüber hinaus hat das Fachamt Straßensensoren eingebaut, die dank des städtischen LoRaWAN-Netz ebenfalls Temperaturdaten übermitteln und somit die Salzmenge steuern.


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