Nachricht

Belebung für die Herrenberger Innenstadt


Leere Geschäfte in den Innenstädten und kaum Menschen auf den Straßen – so sieht die traurige Realität des aktuellen Lockdowns aus. Damit das nicht dauerhaft so bleibt und um der fortschreitenden Entwicklung der Leerstände in den Innenstädten kraftvoll etwas entgegenzusetzen, sind neue Maßnahmen und Lösungen notwendig: Die Stadt Herrenberg packt das Problem nun unter anderem mit einem Hackathon an.
 
 
Wie kann die Zukunft des Konsums und des städtischen Miteinanders in Herrenberg aussehen? Diese Frage versucht die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg mit Hilfe aus Europa zu beantworten: CINEMA (Creative Industries for New Urban Economies) hat – auch wenn der Begriff diese Assoziation nahelegt – zunächst nichts mit Kino zu tun, sondern ist ein europäisches Förderprojekt, das zum Ziel hat, Leerstände in Innenstädten mit Hilfe von Kreativen wieder zu beleben. Denn auch und gerade in Zeiten einer Pandemie ist es zwingend notwendig, über neue Maßnahmen und Lösungen nachzudenken, die den Einzelhändlern und Gastronomen durch Phasen des Lockdowns und der Einschränkungen helfen.
 
Belebung mit Hilfe von Kreativen
Um solche innovativen Maßnahmen zu erarbeiten, kooperiert die Stadt Herrenberg unter anderem mit der Hochschule der Medien (HdM) und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH bei einem Online-Hackathon. Bei dem vom 8. bis 12. Februar virtuell stattfindenden Event, sollen Teams aus Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) gemeinsam mit Kreativ- und Kulturschaffenden aus Herrenberg Ideen und Vorschläge entwickeln, wie man den Auswirkungen der aktuellen Entwicklung, aber auch dem Trend der letzten Jahre begegnen könnte.
 
Dazu werden die in Herrenberg ansässigen Gastronominnen und Gastronomen sowie Einzelhändlerinnen und Einzelhändler zu Rate gezogen: Sie sind in erster Linie Ansprechpartner und Coaches für die Teams, aber auch Juroren und an der Bewertung der Ergebnisse beteiligt. Eine Jury bewertet die entstehenden Ideen, die dann in den nächsten zwei Jahren die Chance haben, in der Herrenberger Innenstadt realisiert zu werden. Angestrebt sind Modelle, die zum Beispiel leerstehende Einzelhandelsflächen auf kreative Weise wiederbeleben können, aber auch Methoden, die den Einzelhändlern mittelfristig helfen, sich auf neue Geschäftsmodelle einzustelen, beziehungsweise diese umzusetzen.
 
Mögliche Fragen für Hackathon
Leitende Fragen, die sich die Teilnehmenden während des Hackathons stellen, können hierbei sein:  Was wünschen sich Einzelhändler und Kunden gleichermaßen? Wie profitiert das städtische Miteinander dadurch? Welche Anforderungen werden an alle Beteiligten gestellt und wie kann man diesen gerecht werden? Welche innovativen Strategien bzw. technischen Lösungen machen Sinn und sind realisierbar? Wie kann man den Auswirkungen der Corona-Pandemie begegnen?
 
Jetzt noch bis 1. Februar anmelden
Auch wenn die offizielle Anmeldefrist bereits vorbei ist, haben interessierte Nachzüglerinnen und Nachzügler aus der Herrenberger Kreativ- und Kulturbranche noch die Möglichkeit, sich bis spätestens Montag, 1. Februar, unter cinema@region-stuttgart.de zur Teilnahme am Hackathon anzumelden.
Der Hackathon findet am 9. und 10. Februar, jeweils von 10 bis 13 Uhr statt. Das Coaching im Vorfeld am 2. Februar, 16 bis 18 Uhr; die Pitches mit Prämierung sind sodann am 12. Februar von 10 bis 11 Uhr.
 
Gemeinsame Kooperation
Die Stadt Herrenberg kooperiert zur Umsetzung des Hackathons mit den deutschen Projektpartnern des EU-Förderprojektes CINEMA, der Hochschule der Medien und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH. Weitere Projektpartner kommen aus Österreich, Slowenien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Serbien und Moldawien.