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Mehr Raum für den Schul- und Vereinssport


Drei neue Kalthallen sollen Luft in das knappe Raumangebot bei den Herrenberger Sportstätten bringen und die Rahmenbedingungen für die Sportvereine und Gruppen verbessern. Das beschloss der Gemeinderat am Dienstag mit dem Sportentwicklungsplan.

Bei der Aufstellung dieses Plans war mitmachen angesagt: Die Basis bildete eine Befragung aller Schulen und Organisationen, die die Sportstätten nutzen. Daraus hat die Verwaltung zusammen mit dem Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung GbR (IKPS), der Arbeitsgemeinschaft der Herrenberger Sportvereine und einem Begleitgremium den Sportentwicklungsplan für Herrenberg geschnürt. Nach Beratung in den Ortschaftsräten aller sieben Stadtteile und den zuständigen Ausschüssen (Sportbeirat) hatte der Gemeinderat nun das letzte Wort. Den Auftrag hat der Verwaltungsausschuss im Sommer 2018 beschlossen.

Höchste Priorität: Kalthallen

Die höchste Priorität haben darin neue überdachte Sportplätze – sogenannte Kalthallen. Eine davon soll in Herrenberg nahe beim Stadion entstehen, eine weitere in Kuppingen. Eine dritte Kalthalle für den Herrenberger Süden sucht noch nach dem passenden Standort. Diese drei Kalthallen sorgen vor allem in den Wintermonaten für eine deutliche Entspannung bei den knappen Hallenkapazitäten. Wann sie allerdings angesichts der knappen städtischen Finanzen umgesetzt werden können ist aktuell noch unklar. Die Verwaltung soll dazu einen Vorschlag erarbeiten.

Online-Hallen-Verwaltungsprogramm

Darüber hinaus sollen aus dem Sportentwicklungsplan zunächst die Punkte umgesetzt werden, die kostengünstig sind, wie die Optimierung der Hallenbelegung und der Schwimmzeiten. Dafür wird ein onlinebasiertes Hallen-Verwaltungsprogramm eingerichtet, das kurz vor der Umsetzung steht. Auf Wunsch des Begleitgremiums werden zudem die Sportförderrichtlinien überarbeitet: sie sollen übersichtlicher werden. Der Antrag, die Förderung von Bewässerungskosten mit aufzunehmen und einen höheren Betrag für die Förderung von Investitionskosten, muss aus finanziellen Gründen zunächst zurückgestellt werden.

Sanierungsbedarf wird aufgezeigt

Der Sportentwicklungsplan zeigt auch den Sanierungsbedarf und baulichen Zustand der Sportstätten auf. Hier sollte ein Masterplan für Hallen erstellt werden, damit eine systematische Erfassung und Planung von Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen bei den Sportstätten sinnvoll erfolgen kann. Der Plan zeigt aber auch: in der Kernstadt sind darüber hinaus weitere neue Sportstätten für den Schul- und Vereinssport nötig.

Städtische Sportförderung

Die Sicherung und Unterstützung der vielfältigen Vereinslandschaft sowie attraktive Konzepte für Sport- und Freizeit sind wichtige Ziele. Dafür wird viel getan, wie die folgenden Zahlen zeigen: In den 23 Herrenberger Sportvereinen sind ganze 12.212 Mitglieder aktiv. Ihnen stehen 16 Hallen zur Verfügung. Jährlich investiert die Stadt Herrenberg 233.000 Euro in die Sportförderung.