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Mehr als 19.600 Kilometer beim Lauf gegen Intoleranz gesammelt


Lauf gegen Intoleranz - Lauf für Vielfalt 2021

Highlight der Aktionswochen war der „Lauf gegen Intoleranz – Lauf für Vielfalt“.

Unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“ haben vom 15. bis 28. März die Internationalen Wochen gegen Rassismus stattgefunden. Gemeinsam mit vielen Engagierten haben die Stadtverwaltung und die Partnerschaft für Demokratie Herrenberg an den Aktionswochen teilgenommen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Höhepunkt war der Lauf gegen Intoleranz – Lauf für Vielfalt, bei dem mehr als 300 Teilnehmende zusammen mehr als 19.600 Kilometer gelaufen sind.

Viele unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungsformate – coronabedingt auch Online-Termine – sind zusammengekommen und haben in den vergangenen Wochen auf eindrucksvolle Weise das vielfältige und intensive Engagement in Herrenberg und darüber hinaus rund ums Thema Antirassismus gezeigt. „Wir sind beeindruckt, wie viele Menschen sich an den Aktionswochen beteiligt und damit ein Zeichen gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung gesetzt haben“, sagt Oberbürgermeister Thomas Sprißler. „Nach Abschluss der Aktionswochen danke ich allen Engagierten, Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Schulen sowie allen weiteren Akteuren für ihr Engagement für eine Stadt ohne Rassismus.“ Mit den Aktionen und Veranstaltungen sei es gelungen, den Fokus auf das Thema Rassismus zu richten und die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Lauf gegen Intoleranz – Lauf für Vielfalt

Highlight der Aktionswochen war der „Lauf gegen Intoleranz – Lauf für Vielfalt“. Initiiert wurde der Lauf von Isaac Gonzales und Wir sind da e.V. Mehr als 300 Teilnehmende und 20 Gruppen aus Herrenberg und der Umgebung haben an der Aktion vom 15. bis 28. März teilgenommen, um ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz zu setzen. Die Teilnehmenden konnten im Aktionszeitraum eine selbst gewählte Strecke laufen – sei es die Lieblingsjoggingstrecke oder ein Sonntagsspaziergang; das Team Beteiligung und Engagement hat die gelaufenen Kilometer gesammelt. Ziel war es, gemeinsam von Herrenberg bis zum Äquator zu laufen, also 5.400 Kilometer. Am Ende sind 19.618,96 Kilometer zusammengekommen, also weitaus mehr als das gesetzte Ziel.

Besonders viele Kilometer haben die Polizeischule Herrenberg (2290 Kilometer), das Campus Mensch-Team (2734,19 Kilometer) und der Lauftreff VfL Herrenberg (1834,8 Kilometer) gesammelt. Mitgelaufen sind auch Vertreterinnen und Vertreter der GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Herrenberg (115 Kilometer), des Radkurier-Dienstes (383 Kilometer), des Stadtjugendrings Herrenberg (932 Kilometer) und der Stadtverwaltung Herrenberg (832 Kilometer). Auch zahlreiche Schulen haben sich beteiligt und viele Kilometer gesammelt, darunter die Grundschule Kayh (255,6 Kilometer), die Theodor Schüz Realschule TSR Herrenberg (692,3 Kilometer), das Schickhardt Gymnasium (639,5 Kilometer) und die Theodor-Heuss-Realschule Gärtringen (3690 Kilometer).

Übrigens: Diesen Sommer geht der Lauf gegen Intoleranz – Lauf für Vielfalt weiter: Zwei Herrenberger Vereine – Herrenberg bleibt bunt und Wir sind da e.V. – planen die Fortsetzung der Aktion. Weitere Informationen dazu veröffentlichen die Vereine.

„Alltagsrassismus... auch bei uns?!“

Bei der Aktion „Alltagsrassismus... auch bei uns?!“ hatten Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Möglichkeit, ihre Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen zu teilen. Die Resonanz war groß: Insgesamt wurden 17 Beiträge eingereicht. Die Beiträge wurden in den sozialen Medien der Stadt veröffentlicht und sind auf der Aktionswebsite zu finden unter: www.herrenberg.de/Alltagsrassismus_auch_bei_uns

Empowerment Workshop

Bei einem Empowerment-Workshop am 20. März hatten junge Menschen die Möglichkeit, sich im geschützten Raum und unter Anleitung von geschulten Trainern über Rassismus-Erfahrungen auszutauschen. Der Workshop bot eine Gelegenheit zur Selbstermächtigung und –stärkung. Ein Teil der sieben Teilnehmenden möchte sich auch künftig treffen und austauschen. Begleitet wurde der Workshop von professionellen Trainerinnen, die in der Antidiskriminierung qualifiziert sind und insbesondere im Bereich des Empowerments, also der Selbststärkung, geschult sind. Der Workshop war eine Kooperation zwischen dem KDTI e.V., dem Stadtjugendring und der Bildungsinitiative FödeM.

Umfrage zu Alltagsrassismus

Eine Schülergruppe des Andreae-Gymnasiums Herrenberg hat mehr als 200 Herrenbergerinnen und Herrenberger zum Thema „Alltagsrassismus“ befragt. Sobald die Umfrage ausgewertet ist, folgen weitere Informationen.

Weitere Aktionen

Darüber hinaus gab es weitere Aktionen, darunter eine Foto-Ausstellung in der Stadtbibliothek, die noch bis 23. April zu sehen ist.

Demokratie leben!

Die Partnerschaft für Demokratie Herrenberg wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".