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Mehrere städtische Umfragen in diesem Jahr


Herrenberg will’s wissen: In diesem Jahr ist die Meinung der Bürgerinnen und Bürger gleich bei mehreren Umfragen und Aktionen gefragt. Bei manchen Befragungen wird die Zielgruppe persönlich angesprochen, in anderen Fälle sind vor allem Engagement-Gruppen angesprochen und in wieder anderen Fällen sind alle Herrenbergerinnen und Herrenberger aufgerufen, sich von sich aus daran zu beteiligen – ein Überblick über die städtischen Meinungsumfragen im Jahr 2021.

Alle Umfragen und Befragungen verfolgen das Ziel, Herrenberg als Kommune so weiterzuentwickeln, dass die Menschen auch in Zukunft hier gut leben können. Dies besagt auch das 11. Ziel der UN-Agenda 2030: „Städte inklusiv, sicher und zukunftsfähig zu gestalten“. Die Agenda 2030 ist ein globaler Handlungsrahmen für nachhaltige Entwicklung. Kommunen nehmen bei ihrer Umsetzung eine essentielle Rolle ein. Diese Nachhaltigkeitsziele möchte Herrenberg insbesondere im Leitbild Herrenberg 2035 berücksichtigen.

Leitbild Herrenberg 2035: Digitale Bürgerbefragung
Die umfassendste Umfrage, zu der alle Bürgerinnen und Bürger jeden Alters aus Herrenberg eingeladen sind, ist die digitale Bürgerbefragung zum Leitbild. An dieser Bürgerbefragung kann die Zielgruppe von 1. bis 31. Mai unter dem Link herrenberg.de/umfrage teilnehmen. Basis für diese Umfrage bildet die Bürgerbefragung aus dem Jahr 2009, die ins erste Leitbild von Herrenberg – das Leitbild Herrenberg 2020 – eingeflossen ist. Damit soll eine Vergleichbarkeit zwischen den Antworten von damals und heute gewährleistet sein.

Rund 30 Fragen zu folgenden Themenfeldern werden gestellt: Image und Identität; Wohnen und Leben; Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität; Miteinander sowie Konsum und Handel. Am Schluss folgen einige Fragen zu statistischen Daten, die zur gruppenspezifischen Auswertung der Antworten dienen. Für das Ausfüllen der Umfrage sind etwa 20 Minuten nötig. Diese Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur translake GmbH aus Konstanz erarbeitet. Translake übernimmt auch die Auswertung dieser Befragung. Die Ergebnisse sollen noch vor der Sommerpause in den städtischen Gremien präsentiert werden. Von dieser Umfrage erhofft sich die Stadtverwaltung wichtige Impulse hinsichtlich Projekten und Priorisierung der Inhalte des Leitbilds Herrenberg 2035. Viele der Fragen sind auch für die einzelnen Herrenberger Stadtteile auswertbar. Diese Ergebnisse werden den Ortschaftsräten für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt.

Befragung der Vereine und Bürgergruppen in Herrenberg: „Starkes Engagement – Was gibt‘s? Was braucht‘s? Situations- und Ressourcenanalyse der Vereine und Bürgergruppen in Herrenberg“
Neben den Bürgerinnen und Bürgern haben auch alle Engagement-Gruppen der Stadt die Möglichkeit, sich im Rahmen des Leitbilds Herrenberg 2035 mit ihren Themen einzubringen. Aus den Antworten werden Vereinsvertretungen ausgewählt, die zu themenspezifischen Leitbild-Workshops im Oktober 2021 eingeladen werden. Auswahlkriterium für die Workshops ist: Welche Gruppe engagiert sich besonders für welches Thema und bringt sich durch konstruktive Lösungsvorschläge ein?

Die Leitbild-Befragung der Engagement-Gruppen ist Teil einer größeren Umfrage mit dem Titel: „Starkes Engagement – Was gibt‘s? Was braucht´s? Situations- und Ressourcenanalyse der Vereine und Bürgergruppen in Herrenberg.“ Ziel dieser Befragung ist es, die allgemeine Lage der Herrenberger Vereine und Bürgergruppen zu erfassen. Befragt werden die Gruppen zu sich selbst, zu ihren aktuellen Herausforderungen und zu den Bedarfen ihrer Zielgruppen. Die Befragung findet im Rahmen des Bundesförderprogramms „Demokratie leben!“ statt und wird durch das Bundesfamilienministerium gefördert. Auf Basis der Ergebnisse wird erarbeitet, wie ab 2022 zivilgesellschaftliche Gruppen in Herrenberg unterstützt werden können, um sich für Demokratie und Vielfalt stark zu machen.

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In diesem Jahr ist die Meinung der Bürgerinnen und Bürger in Herrenberg bei mehreren Umfragen  gefragt. Foto: oatawa/shutterstock.

Befragung der in der Jugendarbeit tätigen Vereine und Initiativen:
„Starkes Engagement – Was gibt‘s? Was braucht‘s? Situations- und Ressourcenanalyse der Vereine und Bürgergruppen in Herrenberg“

Stadtjugendring und Stadtverwaltung haben sich erfolgreich für das Landesförderprogramm PJuK „Planungsprojekt Jungsein in der Kommune“ beworben. Mit dieser finanziellen Unterstützung soll von März 2021 bis Februar 2022 eine differenzierte Angebots- und Bedarfsanalyse der Herrenberger Jugendarbeit erstellt werden. Dazu werden unter dem Dach der fragebogenstützen Umfrage „Starkes Engagement – Was gibt‘s? Was braucht‘s?  Situations- und Ressourcenanalyse der Vereine und Bürgergruppen in Herrenberg“ auch die in Herrenberg ansässigen und in der Jugendarbeit tätigen Vereine und Initiativen befragt.

Im Rahmen des „Planungsprojekts Jungsein in der Kommune“ sollen bis zum Herbst 2021 verschiedene, zielgruppenspezifische und partizipative Expertinnen und Experten-Workshops mit Jugendlichen und Mitarbeitenden in der Jugendarbeit stattfinden, um auf der Grundlage der erhobenen Angebote den aktuellen und zukünftigen Bedarf zu diskutieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Veröffentlichung der Ergebnisse des Förderprojekts ist im Jahr 2022 vorgesehen.

Stadtviertelgespräche in der Kernstadt
Die Quartiersarbeit in der Kernstadt soll über die Altstadt hinaus ausgeweitet und verstetigt werden. Hierfür sollen in sechs Stadtvierteln der Kernstadt Gespräche stattfinden und niederschwellige Begegnungen und Dialoge der Anwohnenden ermöglicht werden. Der erste Teil dieser Aktionen ist für Sommer/Herbst 2021 geplant, ein zweiter Teil folgt im Frühjahr/Sommer 2022. Die genaue Ausgestaltung dieser Stadtviertelgespräche ist noch offen – es können etwa Gesprächsrunden, Spaziergänge oder Workshops sein. Diese Aktionen, die als Projekt „Begegnung-Teilhabe-Dialoge“ durch das durch das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ bezuschusst werden, sollen dazu beitragen, dass in den Vierteln der Kernstadt die Menschen informiert, aktiviert und vernetzt werden und aus dem Nebeneinander ein Miteinander wird. Bei einer im Herbst 2022 geplanten Abschlussveranstaltung werden die Ergebnisse präsentiert.

Fürs Alter(n) planen
Bereits abgeschlossen ist die Befragung zum Thema „Fürs Alter(n) planen“: Anfang des Jahres haben 4.300 zufällig ausgewählte Personen ab 40 Jahren einen Fragebogen zu ihren Wünschen und Bedürfnissen im Alter erhalten. Diese Umfrage ist Teil des künftigen Seniorenberichts, der als Grundlage für die Planung künftig notwendiger Infrastrukturen und Angebote für ältere Menschen in der Stadt Herrenberg dient. Die Ergebnisse sollen im November 2021 in einer Bürgerversammlung vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Die Ergebnisse dieses Berichts werden auch in der Fortschreibung des Leitbilds berücksichtigt.

Weitere Themen zum Mitdiskutieren
Neben diesen konkreten Befragungen und Aktionen ist die Meinung und Expertise der Bürgerschaft oder Teilen davon in der Mitmachstadt Herrenberg mit ihrer Ausrichtung als Bürgerkommune im Jahr 2021 bei verschiedenen weiteren Themen gefragt: Klimafahrplan, Masterplan Schule oder Kulturkonzeption. Dazu werden die Bürgerinnen und Bürger oder spezielle Gruppen von Expertinnen und Experten von den unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung immer wieder eingeladen.