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Ist die Stadt bereit für eine alternde Gesellschaft?


Wie muss die Stadt in Zukunft aussehen, damit man hier auch im Alter gut leben kann? Vor welche Herausforderungen stellen demografischer Wandel sowie wachsender Pflege- und Unterstützungsbedarf unsere Stadtgesellschaft? Diesen Fragen geht die Stadtverwaltung mit dem Projekt „Fürs Alter(n) planen“ nach, das bis Jahresende Erkenntnisse sammelt, die in die zukünftige Seniorenplanung einfließen sollen. Nach der Bürgerbefragung im März stehen nun die Stadtteilbegehungen mit Experten und Bürgern an.

Bis Ende Juli machen sich die Begehungsteams aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Kirchen, Vereinen, Politik und Verwaltung auf den Weg und erkunden den Stadtteil aus dem Blickwinkel von Seniorinnen und Senioren. Die Herrenberger Kernstadt wurde dabei in fünf Bereiche unterteilt und die sieben Stadtteile Herrenbergs kommen ebenfalls unter die Lupe. Dabei liegt das Augenmerk auf den Beeinträchtigungen, die ältere Menschen häufig haben, etwa im Bereich der Mobilität, des Sehens oder Hörens. Pro Gruppe führt ein Multiplikator oder eine Multiplikatorin durch die Begehung. Mit dabei sind Ortsvorsteher, Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinderat und Institutionen sowie des Stadtplanungs- und Tiefbauamts.

Teilnehmer für Kernstadt-Begehung gesucht

Für die meisten Begehungen haben sich bereits Gruppen zusammengefunden. Für die Begehung im Bereich Schwarzwaldsiedlung und Affstätter Tal wünscht sich das Team noch Verstärkung. Termin ist Donnerstag, 8. Juli, um 10 Uhr. Interessierte mit und ohne Handicap können sich bei Projektleiterin Andrea Buck melden: Telefon 07032 924-397 oder E-Mail a.buck@herrenberg.de

Bürgerversammlung am 3. Dezember

Die Erkenntnisse aus diesen Rundgängen fließen ebenso wie die Umfrageergebnisse in eine fundierte Seniorenberichterstattung ein, die als Grundlage für die Planung der sozialen Altenpolitik der Stadt dienen soll. Das Projekt wird von der städtischen Abteilung Soziale Dienste durchgeführt. Projektpartner ist das Forschungsinstitut AGP Sozialforschung Freiburg. Der Gesamtprozess und die Ergebnisse der Befragung sollen in einer öffentlichen Bürgerversammlung am 3. Dezember 2021, 15 Uhr in der Stadthalle vorgestellt und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hinsichtlich der zukünftigen Planung von Wohn-, Versorgungs- und Unterstützungsangeboten diskutiert werden.