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Es plätschert wieder im Stadtgebiet


Nach einer Winterpause haben die Mitarbeitenden des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) die städtischen Brunnen wieder in Betrieb genommen. Um Wasserleitungen vor Frostschäden zu schützen, begannen die Arbeiten in diesem Jahr erst im Mai. Über 20 Brunnen prägen das Stadtbild. Sie werden alljährlich gewartet und gepflegt.

Gerade rechtzeitig zum kalendarischen Sommeranfang plätschern die Brunnen im Stadtgebiet wieder. Mit leichter Verspätung nahmen die Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) sie wieder in Betrieb. Grund für die zeitliche Verzögerung waren die vielen kalten Nächte, die bis weit in den April hinein frostige Temperaturen mit sich brachten. „Die Gefahr, dass an den Wasserleitungen Schäden auftreten, war einfach zu groß“, sagt Michael Kegreiß, Leiter der Abteilung Elektro beim Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG). Er und seine Mitarbeiter sind für die Wartung und Pflege der mehr als 20 Brunnen im Stadtgebiet verantwortlich – eine Aufgabe, die ihnen vom zuständigen Fachamt, dem Amt für Tiefbau und Entwässerung, übertragen wurde.

Arbeiten am Brunnen in der Schuhgasse

Zwei TUG-Mitarbeiter reinigen den Brunnen in der Schuhgasse gründlich, bevor er wieder in Betrieb genommen wird.

Aufwendige Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Brunnen nimmt alljährlich viel Zeit in Anspruch. „Mit dem Aufdrehen der Wasserzufuhr ist es längst nicht getan“, sagt Michael Kegreiß. Jeder Brunnen muss erst gründlich gereinigt werden. Algen- und Kalkablagerungen gilt es zu entfernen, Fremdkörper müssen beseitigt werden. Teilweise müssen Reparaturen vorgenommen oder elektrische Bauteile ersetzt, Zuleitungen gespült oder auch Brunnenwannen und –säulen gestrichen werden. In den Sommermonaten muss allein in sieben Brunnen teilweise wöchentlich Wasser nachgefüllt werden. Durch die Verdunstung, vor allem aber durch Fremdentnahme, fällt der Wasserpegel so stark, dass sich die Pumpe sonst automatisch abschalten würde.

Brunnenpflege im Sommer

Über den gesamten Sommer hinweg werden zudem die Putzgänge in regelmäßigen Abständen wiederholt: Die TUG-Mitarbeiter greifen während der warmen Jahreszeit im Drei-Wochen-Rhythmus zu Bürste und Schlauch. Nur so kann verhindert werden, dass die Brunnen nach dem gründlichen Frühjahrsputz schnell wieder veralgen. Die Arbeit lohnt sich gleich aus zwei Gründen: Die Stadtbrunnen gehören seit jeher zum Stadtbild und werten dieses entscheidend auf. Andererseits werden Brunnen, Wasserspiele – der Themenkomplex Wasser ganz allgemein – angesichts des Klimawandels und der daraus resultierenden Folgen in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen.

Fische aus dem Brunnen in der Schuhgasse warten in einer Wanne

Während der Brunnen in der Schuhgasse gereinigt wird, warten die darin lebenden Goldfische in einer Wanne.

Zahlen, Daten, Fakten zu den Brunnen im Stadtgebiet:

  • 23 Brunnen gibt es auf Herrenberger Gemarkung, verteilt auf die Kernstadt und die sieben Stadtteile (3 sind außer Betrieb). Aufgrund der Umgestaltung von Seeländerplatz und Seelesplatz wird die Zahl der Brunnen und Wasserflächen in den kommenden Wochen und Monaten noch ansteigen.
  • 11 dieser Brunnen werden mit Quellwasser gespeist.
  • Goldfische schwimmen aktuell nur im Brunnen in der Schuhgasse; eine aufmerksame Nachbarin versorgt sie mit passendem Fischfutter (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an sie!).
  • Von November bis März werden die Brunnen in den Winterschlaf versetzt.
  • Normalerweise (in normal kalten Frühjahren) wird in den Tagen vor Ostern mit der Wieder-Inbetriebnahme der Brunnen begonnen.
  • In den Sommermonaten müssen die Brunnen im Drei-Wochen-Rhythmus gereinigt werden.
  • Zuständig für die Inbetriebnahme, Reinigung, Pflege und Wartung der Brunnen sind die Mitarbeiter der Abteilung Elektro des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG).