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Quartiersarbeit in der Kernstadt beginnt


Bei sechs Stadtviertelgesprächen in der Kernstadt mit Quartiersmanagerin Ines Böttcher haben Nachbarinnen und Nachbarn die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen und in Austausch zu kommen. Dabei sollen auch Möglichkeiten diskutiert werden, wie die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Stadtviertel mitgestalten könnten. Auftakt bildet das Stadtviertelgespräch im Ziegelfeld/Ehbühl am Samstag, 24. Juli, von 15 bis 17.30 Uhr. Gemeinsam mit der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal lädt die Stadt alle Anwohnerinnen und Anwohner dazu ein.   

Nachdem das Altstadt-Modellprojekt „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“ erfolgreich abgeschlossen wurde, startet nun die Quartiersarbeit in der gesamten Herrenberger Kernstadt. „Das gegenseitige Kennenlernen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie von Institutionen, Vereinen und Gruppen, die bereits aktiv sind, erschien mir als ein erster sinnvoller Schritt“, sagt Ines Böttcher. Bis Frühjahr 2022 finden daher sechs Stadtviertelgespräche für die Bewohnerinnen und Bewohner der Kernstadt statt. Diese sind neben dem Ziegelfeld/Ehbühl in den Stadtvierteln Schwarzwaldsiedlung, Berliner Straße/Holdergraben, Vogelsang/Bahnhof, Alzental/Marienstraße und Affstätter Tal/Lämmleshalde geplant. Die nächsten Termine sind derzeit in Planung und werden rechtzeitig bekannt gegeben. Ines Böttcher und Annette Kialunda vom Team Beteiligung und Engagement moderieren die Stadtviertelgespräche. Mögliche Projektideen unterstützen sie mit Beratung zur Umsetzung, Kontakten oder einer möglichen Finanzierung.

Passgenaue Formate

Vor jedem Gespräch geht Ines Böttcher in einen Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern, aktiven Gruppen, Vereinen und Institutionen vor Ort sowie Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung. „Die Wohngebiete in der Kernstadt sind sehr unterschiedlich – dementsprechend unterscheiden sich wohl auch die Interessen und Ansprüche ihrer Bewohnerinnen und Bewohner“, vermutet die Quartiersmanagerin. Das Format der einzelnen Stadtviertelgespräche werde deshalb variieren und passgenau auf das jeweilige Stadtviertel zugeschnitten. „Unsere Ideen reichen von gemeinsamen Spaziergängen über Nachbarschaftsfeste bis hin zu Ideenmärkten, bei denen Vereine und Engagierte an einzelnen Ständen ihre Projekte vorstellen“, erzählt sie. Zudem werden wechselnde Partner und Unterstützer an den Stadtteilgesprächen teilnehmen. Der Stadtseniorenrat, der das Projekt von Beginn an begleitet, ist bei allen Stadtviertelgesprächen mit dabei.

Erstes Stadtviertelgespräch

Die Auftaktveranstaltung am 24. Juli für Bewohnerinnen und Bewohner des Ziegelfelds/Ehbühl findet im Garten des Tagungshotels am Schlossberg, Eingang Burgsteige, von 15 bis 17.30 Uhr unter Einhaltung der Corona-Regeln statt. Geplant ist ein abwechslungsreiches Programm zum Kennenlernen mit Führungen durch die Mutterhauskirche und das renovierte Tagungshotel sowie Informationen rund um das „Leben im Quartier“. Der Vorstand des Stadtseniorenrates und Pfarrer Heim vom Evangelischen Pfarramt Herrenberg-Ost stehen für Gespräche zur Verfügung. Der DRK Ortsverein Herrenberg stellt die Aktion „In 10 Minuten zum Lebensretter“ vor. Einladungen an alle Haushalte in diesem Stadtviertel werden aktuell verteilt.

Ausblick

Zum Ende des Projektes, im Herbst 2022, ist eine gemeinsame Abschlussveranstaltung geplant. Dazu werden alle Bewohnerinnen und Bewohner der Kernstadt, die Mitglieder des Gemeinderates sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung eingeladen. Ideen und Bedarfe, die bei den Stadtviertelgesprächen vorgetragen wurden, sowie eventuell in der Nachbarschaft entstandene Projekte werden vorgestellt. Zudem fließen Erkenntnisse aus dem Projekt in die strategische Weiterentwicklung des Quartiersmanagements in Herrenberg ein.

Land fördert QuartiersarbeitKommunale Meinungsbildung

Für die Quartiersarbeit in der Herrenberger Kernstadt erhält die Stadt eine finanzielle Förderung in Höhe von 85.000 Euro über das Förderprogramm Quartiersimpulse des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Eine externe Beraterin war Voraussetzung für die Teilnahme am Förderprogramm und begleitet das Projekt in Herrenberg und weiteren Kommunen.

Kommunale Meinungsbildung

Wie könnte die Kernstadt an der kommunalen Meinungsbildung beteiligt werden? Dazu soll bis Ende 2022 eine Arbeitsgruppe, unterstützt durch das Team Beteiligung und Engagement, verschiedene Beteiligungsformate entwickeln, über die dann der Gemeinderat abschließend entscheidet. Die Fraktion der Freien Wähler hatte zu dem Thema einen Antrag gestellt. „Es ist einfach nachhaltiger ein solches Beteiligungsformat von Beginn an mit Bürgerinnen und Bürgern der Kernstadt zu entwickeln“, erläutert Quartiersmanagerin Ines Böttcher, und fügt hinzu: „Dazu sollen aus jedem Stadtviertel der Kernstadt interessierte Menschen gewonnen werden.“

www.herrenberg.de/quartiersarbeit