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Die perfekte Chillmöglichkeit


Als Teil des Projekts „Mein-Dein-Unser Herrenberg!“, das durch den Bund gefördert wird, entwerfen und bauen Jugendliche einen Chillcontainer für die Freizeitanlage Längenholz. Mit einem Planungstag startete das Projekt Anfang Juli, inzwischen wurden die Außenwände des Containers mit bunten Graffitis besprüht, sodass Anfang August der eigentliche Aufbau des Chillcontainers erfolgen kann.

Im Container liegen auf einem Tisch allerlei Utensilien. Neben Papier und Buntstiften, finden sich zwei kleine Modelle des Containers, Stöckchen, Pappe, Kleber und Graffitifarben wieder. Acht Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren haben sich beim Planungstag Anfang Juli am noch leeren Container auf der Freizeitanlage zusammengefunden, um die „perfekte Chillmöglichkeit“ für die Freizeitanlage im Längenholz zu entwerfen – schließlich sind Jugendliche Experten, wenn es darum geht, wie Jugendorte gestaltet sein sollen. Die engagierten Jugendlichen kommen vorwiegend aus Herrenberg oder besuchen eine Herrenberger Schule.

Neben Michael Wolfschläger, Jugendreferent für Jugendbeteiligung beim Stadtjugendring, ist auch David Zimmermann des Stuttgarter Planungsbüros Kukuk Freiflug bei der Auftaktveranstaltung mit dabei. Es ist nicht das erste Projekt, das Kukuk in Herrenberg mit Jugendlichen umsetzt – auch den Spielplatz am alten Zwinger und den oberen Spielplatz der Freizeitanlage im Längenholz hat das Büro mit Jugendlichen gestaltet. Außerdem werden die Jugendlichen durch das Amt für Technik, Umwelt, Grün mit Fachwissen unterstützt.

„Beim Planungstag waren sich die Jugendlichen anfangs noch nicht ganz einig, wie die Außenwände des Containers gestaltet werden sollen“, blickt Michael Wolfschläger zurück. Die Ideen reichten von einfarbig über bunt, zuletzt entschieden sich die Jugendlichen für einen Dschungel für die Innen- und einen Strand für die Außenwände. Das Innenleben des Containers soll neben Hängematten auch einen Tisch und Bänke bekommen, und vielleicht auch eine Klettermöglichkeit. „Wir treffen uns oft hier nach der Schule, um Hausaufgaben zu machen und zum Chillen, aber ein Tisch fehlt hier noch. Klettermöglichkeiten gibt es hier an den Fitnessgeräten doch schon genug“, argumentiert der 14-jährige Amine. Kompromisse aushandeln ist angesagt – auch das ist ein Teil des Projekts. Am frühen Abend ist es dann soweit: Neben einigen Bildern für die Wände sind zwei Modelle für den Chillcontainer entstanden.

Graffitis an Außenwänden

In den Wochen nach dem Planungstag haben die Jugendlichen die Außenwände des Containers mit Graffitis gestaltet. Als letzter Schritt werden sie dann vom 2. bis 6. August bei der Umsetzung unter fachlicher Anleitung von Kukuk mitanpacken und den Chillcontainer selbst bauen und gestalten.

Einweihung im September

Die Einweihung des Chillcontainers mit Baubürgermeisterin Susanne Schreiber und dem Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün, Stefan Kraus, ist am Samstag, 18. September, zusammen mit dem Tag der Demokratie auf der Freizeitanlage geplant. Weitere Informationen dazu folgen.

Interesse?

Jugendliche, die jetzt noch ins Projekt einsteigen möchten, können sich bei Michael Wolfschläger vom Stadtjugendring melden: Mobil 0159 0220 1900, gerne auch per WhatsApp, E-Mail michael.wolfschlaeger@sjr-hbg.de.

Bund fördert Projekt

Gefördert wird „Mein – Dein – Unser Herrenberg!“ durch das Projekt „Jugend ins Zentrum!“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, vorbehaltlich der Bundesmittel.