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Weiterer wichtiger Schritt erreicht


Die Sanierung und Revitalisierung des Herrenberger Fruchtkastens ist erneut einen Schritt weitergekommen: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am 6. Juli dem Vorentwurf zugestimmt. Auf dessen Basis werden das Stuttgarter Architekturbüro Atelier Brückner und die Fachplaner nun den finalen Entwurf für die Sanierung ausarbeiten. 

In den vergangenen Wochen und Monaten fanden intensive Gespräche mit verschiedenen Fachplanern, dem Landesamt für Denkmalpflege und Brandschutz sowie mit den Nachbarn des Fruchtkastens zum Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs im Oktober 2020 statt. Im vergangenen Dezember hatte sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, diesen Entwurf des Stuttgarter Büros Atelier Brückner als Grundlage für die weitere Planung der Sanierung des Fruchtkastens zu nehmen. Nach diesem Austausch konnte die Planung fortgeschrieben werden. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorentwurf mehrheitlich zu.

Auf dieser Basis werden das Stuttgarter Architekturbüro Atelier Brückner und die Fachplaner nun den finalen Entwurf für die Sanierung ausarbeiten und die Kosten für das Projekt berechnen. Die Genehmigungsplanung dazu steht bei der Stadt diesen Herbst auf der Agenda.

Siegerentwurf weiterentwickelt

Der Siegerentwurf wurde unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse aus den Bereichen Statik, Haustechnik, Brandschutz und Denkmalpflege konsequent weiterentwickelt.

Durch die im Innern vorgesehene so genannte Himmelsleiter sollen möglichst wenige Haupttragelemente entfernt werden. Am Ende dieser breiten Treppe durch das Gebäude wird ein öffentlich zugänglicher Aufenthaltsbereich mit Ausblick auf die Stadt eingerichtet.

Der Café-Bereich in Richtung Tübinger Straße wird im Vergleich zum Siegerentwurf etwas vergrößert. Im Erdgeschoss wird der Boden neu modelliert und ein behindertengerechtes WC für Alle eingebaut. Im ersten Obergeschoss wird der Fluchtweg verbreitert. Der im ersten Obergeschoss vorgesehene Cafébereich entfällt, die Fläche wird für eine zweigeschossige Eingangshalle verwendet. Der Sonderausstellungsbereich im zweiten Obergeschoss kann nun abgetrennt werden. Der Bürobereich, ebenfalls im zweiten Obergeschoss, wird in zwei Teile aufgeteilt. Im dritten Obergeschoss wird an Technik nur die raumlufttechnische Anlage Platz finden. Die Heizzentrale wird extern im Graben im Bereich der Stadtmauer untergebracht.

Somit behält der Vorentwurf die zwei zentralen Ideen des Wettbewerbsbeitrags bei: Der Kubus wird als Nebenzone und Fluchtweg genutzt und die Himmelstreppe begleitet die Gäste durch das gesamte Gebäude, so dass der Fruchtkasten vom Eingang bis zum zweiten Dachgeschoss erlebbar wird.

www.herrenberg.de/fruchtkasten