Nachricht

Gelungener Auftakt: Quartiersarbeit in der Kernstadt


Beim ersten von insgesamt sechs Stadtviertelgesprächen lernten sich am Samstag, 24. Juli, die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Ziegelfeld und Ehbühl näher kennen. Eingeladen hatte die Stadt gemeinsam mit der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal. Im Garten des Tagungshotels am Schlossberg wurden zahlreiche Möglichkeiten diskutiert, das Stadtviertel aktiv mitzugestalten.

Rund 150 Anwohnerinnen und Anwohner kamen unter Einhaltung der Corona-Regeln zusammen, um sich über das Leben und die Zukunftspläne in ihrem Quartier auszutauschen. Verschiedene Infostände der Diakonieschwesternschaft und Pinnwände vom städtischen Team Beteiligung und Engagement regten zu Gesprächen und zum Mitmachen an. Themen waren unter anderem die digitale Vernetzung, mögliche Formen von Mobilität in der Zukunft, ein Bürgerbus und die Beteiligung der Kernstadt an der kommunalen Meinungsbildung. Die Diakonieschwesternschaft informierte zudem über ihr neues Quartier in Herrenberg-Ost, dessen Spatenstich im September folgt. Der DRK Ortsverein Herrenberg stellte die Aktion „In 10 Minuten zum Lebensretter“ vor. Auch der Vorstand des Stadtseniorenrats und Pfarrer Albrecht Heim vom Evangelischen Pfarramt Herrenberg-Ost waren vor Ort. „Es ist toll, dass sich so vielfältige Akteurinnen und Akteure an der Veranstaltung beteiligen“, freut sich Quartiersmanagerin Ines Böttcher. Riesige Seifenblasen, gemütliche Sitzgelegenheiten und strahlender Sonnenschein schufen eine einladende Atmosphäre.

Anregungen und Ideen

Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Ziegelfeld und Ehbühl brachten viele Vorschläge zur Gestaltung ihrer Nachbarschaft mit. Diese wurden auf Pinnwänden und bunten Karten zusammengetragen, darunter ein Nachbarschaftsfest, Anmerkungen zu Verkehr, Sicherheit und Nahversorgung, Gestaltung des öffentlichen Raums und eine Singgruppe. Personen mit gemeinsamen Interessen werden in den kommenden Wochen von Ines Böttcher und Annette Kialunda vom Team Beteiligung und Engagement vernetzt. „Möglicherweise entstehen daraus neue Engagement- und Nachbarschaftsgruppen, die wir gerne beraten und begleiten“, erklärt Annette Kialunda. Projektideen unterstützen sie außerdem mit Kontakten oder einer möglichen Finanzierung.

Kommunale Meinungsbildung

Wie könnte die Kernstadt an der kommunalen Meinungsbildung beteiligt werden? Dazu soll bis Ende 2022 eine Arbeitsgruppe, unterstützt durch das Team Beteiligung und Engagement, verschiedene Beteiligungsformate entwickeln, über die dann der Gemeinderat abschließend entscheidet. „Aus jedem Stadtviertel der Kernstadt sollen interessierte Menschen gewonnen werden“, erläutert Ines Böttcher. Beim ersten Stadtviertelgespräch haben sich bereits mehrere Personen eingetragen, die in der Gruppe mitarbeiten möchten. Ein erstes Treffen wird im Herbst stattfinden. Wer sich der Arbeitsgruppe anschließen möchte, kann sich gerne per E-Mail an das Team Beteiligung und Engagement wenden.

Weitere Stadtviertelgespräche und Ergebnisse

Bis zum Frühjahr 2022 finden noch fünf weitere Stadtviertelgespräche in den Quartieren Schwarzwaldsiedlung, Berliner Straße/Holdergraben, Vogelsang/Bahnhof, Alzental/Marienstraße und Affstätter Tal/Lämmleshalde statt. Die nächsten Termine sind derzeit in Planung und werden rechtzeitig bekannt gegeben. Wer sich für eine Zusammenarbeit interessiert, kann sich vorab an Ines Böttcher und Annette Kialunda wenden, per E-Mail oder telefonisch unter 07032 201 89 71. Mitmachen können aktive Gruppen und Vereine, Institutionen und engagierte Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtviertels. Der Stadtseniorenrat wird als fester Partner alle Stadtviertelgespräche begleiten.

Für den Herbst 2022 ist eine gemeinsame Abschlussveranstaltung geplant, zu der alle Bewohnerinnen und Bewohner der Kernstadt, die Mitglieder des Gemeinderates und Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung eingeladen werden.

Land fördert Quartiersarbeit

Für die Quartiersarbeit in der Herrenberger Kernstadt erhält die Stadt eine finanzielle Förderung in Höhe von 85.000 Euro über das Förderprogramm Quartiersimpulse des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Eine externe Beraterin wird das Projekt in Herrenberg und weiteren Kommunen begleiten.

Weitere Informationen