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Stockfäule macht Ersatzpflanzungen notwendig


Drei von Stockfäule befallene Robinien im Mönchberger Wohngebiet Neusatz müssen am Freitag, 20. August, gefällt werden. Im Winter werden an selber Stelle Säulenahornbäume nachgepflanzt. Bereits 2013 hatten Ortschaftsrat und Stadtverwaltung entschieden, gefällte Bäume künftig durch Säulenahorne zu ersetzen. Letztere wachsen weniger hoch und weisen eine schlankere Kronenform auf. Neben optischen Gründen bieten Bäume besonders in der Stadt viele gesundheitliche Vorteile.

Die Robinien im Mönchberger Wohngebiet Neusatz sind in die Jahre gekommen. Drei Bäume weisen Stockfäule auf und müssen am 20. August gefällt werden. Christoph Stotz, Baumkontrolleur des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) der Stadt Herrenberg erklärt: „Die Verkehrssicherheit der Bäume ist nicht mehr gewährleistet. Deshalb müssen wir handeln.“ Eine Fachfirma wird die Pflanzen entnehmen. „Über die Wintermonate werden wir im Neusatz Ersatzpflanzungen vornehmen“, kündigt der Baumkontrolleur schon jetzt an.

Ersatzpflanzungen mit Säulenahorn

Die entstandenen Lücken werden mit schmalkronigem Säulenahorn gefüllt. Eine bewusste Entscheidung, die der Mönchberger Ortschaftsrat und die Stadtverwaltung schon im Jahr 2013 getroffen haben: „Wir wissen, dass die Robinien immer wieder zu Unmut bei den Anwohnern geführt haben“, sagt Baubürgermeisterin Susanne Schreiber. Deshalb wird man überall dort, wo die Bäume abgängig sind, Säulenahorn nachpflanzen. „Diese Bäume werden nicht so hoch und die Kronenform ist deutlich schlanker“, so Schreiber weiter. Dass auf die Ersatzpflanzung nicht vollständig verzichtet werden kann – dieser Vorschlag wird von Seiten der Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder vorgebracht – ergibt sich aus den Festsetzungen des Bebauungsplans. „Es gibt ein Pflanzgebot und wir als Stadt sind dazu verpflichtet, dieses einzuhalten“, betont die Baubürgermeisterin.

Mehr Lebensqualität

Zudem verbessern Bäume die Gesundheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig. Christoph Stotz erläutert die Gründe: „Zum einen filtern sie Feinstaub und Stickstoffoxid aus der Luft und reduzieren somit die Schadstoffbelastung. Zum anderen steigern die Bäume die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung. Nicht zuletzt sorgen sie für weniger Strahlungswärme, weil sich in ihrem Schatten versiegelte Flächen viel langsamer erhitzen“. Bäume sind daher unverzichtbarer Bestandteil und schützenswertes Gut innerhalb des Herrenberger Stadtbildes. Gleichwohl sollen im Neusatz auch die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt werden, weshalb nun Säulenahorne nachgepflanzt werden. Die übrigen Robinien werden im Oktober eingekürzt.