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Keine Pause in den Ferien


Während die Schulen geschlossen sind und die Kinder ihre wohlverdienten Ferien genießen, gibt es für städtische Baustellen keine Pause, denn: Die Bauarbeiten in einigen Schulen und Sporthallen laufen in den Sommerferien auf Hochtouren. In der Kita Kayh wird die Ferienzeit genutzt, um die Heizungsanlage auf Vordermann zu bringen, in der Kita Holdergraben wird der Brandschutz verbessert. Ob Erhalt, Instandsetzung oder Ausbau von Schulen und Kitas – Allein für die unten genannten Projekte investiert die Stadt knapp 5,5 Millionen Euro.

Diese Woche haben die Arbeiten an der Beleuchtung in der Markweghalle im Schießtäle begonnen. Bis zum Schulbeginn wird die bisherige Beleuchtung für das Spielfeld – klassische Leuchtstoffröhren – durch LED-Leuchten ersetzt. Außerdem wird der Gymnastik- und Judoraum mit neuer LED-Technik ausgestattet. „Die alte Beleuchtung ist nicht mehr auf dem neuesten Stand und hat einige Mängel“, sagt Oliver Marquardt vom Gebäudemanagement, der für das Projekt mitverantwortlich ist. „LEDs sind langlebig und verbrauchen weniger Energie als herkömmliche Lampen“, nennt Marquardt die größten Vorteile, und ergänzt: „Leuchten mit LED-Technik sind damit effizient und umweltschonend, auch weil sie keine hochgiftigen Substanzen enthalten.“ Die Kosten für die Umrüstung der Lampen inklusive Leuchtmittel liegen bei rund 60.000 Euro, für einen Teil davon werden Fördermittel genutzt. Insgesamt investiert die Stadt von 2020 bis 2023 jährlich rund 50.000 Euro in die LED-Umrüstung in Sporthallen, Verwaltungsgebäude und Kitas.

Auch in einer Turnhalle der Jerg Ratgeb Realschule, in der die Hauptheizzentrale für das gesamte Schulzentrum Markweg untergebracht ist, wird die Sommerpause für Baumaßnahmen genutzt: Noch in den Sommerferien kann der Einbau einer neuen Heizzentrale abgeschlossen werden. Bis Mai 2022 wird zudem die MSR-Technik – Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik– der Heizung instandgesetzt. „Damit kann die gesamte Anlage effizienter betrieben werden“, erläutert Oliver Marquardt. So können beispielsweise einzelne Heizkreisläufe für Wartungsarbeiten geschlossen oder ferngesteuert werden. Für beide Maßnahmen investiert die Stadt rund 240.000 Euro.

Heizzentrale für Kita Kayh

Ein weiteres Heizungsbauprojekt läuft aktuell in Kayh: Bis zum Ende der Sommerferien wird im Kindergarten in der Mirabellenstraße eine gemeinsame Energiezentrale für die Bestandskita und den Kita-Neubau erstellt, das heißt: Ein Blockheizkraftwerk wird installiert und der Heizkessel wird ausgetauscht (Kosten: zirka 100.000 Euro). Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits gestartet, die Hauptmaßnahme erfolgt ab nächster Woche während der Schließzeiten. Parallel dazu erfolgen weitere kleinere Maßnahmen wie begleitende Elektroarbeiten, zum Teil auch für den Kita-Neubau.

Neubau Kita-Kayh geht voran

Mit dem Neubau der Kita Kayh geht es ebenfalls voran: Nachdem Anfang Juni die ersten Bagger angerollt und die vorbereitenden Baumaßnahmen gestartet sind, kann der Rohbau des Kita-Neubaus wie geplant im September mit einem Spatenstich beginnen. Die zweieinhalbgruppige Kindertagesstätte mit Ganztagesbetreuung entsteht in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Kindergarten. Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für das Frühjahr 2023 geplant. Die Kosten für den Neubau betragen Stand heute voraussichtlich rund 4,3 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 140.000 Euro für die Ausstattung, wie Möbel und Inventar.

Besserer Brandschutz für Kita Holdergraben

In der Kindertageseinrichtung Holdergraben in der Kernstadt sind derzeit ebenfalls Handwerker zu Gange: Noch bis zum Ferienende wird hier der Brandschutz auf Vordermann gebracht. Durch den Einbau einer weiteren, zweiflügeligen Brandschutztür entsteht ein zweiter Rettungsweg. Die letzten großen Arbeiten sind Anfang September geplant, wenn die Kita geschlossen ist. Die Maßnahme kostet rund 30.000 Euro.

Dritter IT-Raum für SGH

Derzeit wird auch im Schickhardt-Gymnasium Herrenberg (SGH) fleißig gewerkelt und gebaut: Noch bis voraussichtlich Ende des Jahres werden zwei Klassenzimmer zu einem IMP-Raum umgebaut. „IMP“ steht dabei für das Profilfach Informatik, Mathematik, Physik. Zunächst wurden Schränke und Tafeln abgebaut, dann zwei Zwischenwände abgebrochen und der Linoleumboden herausgerissen. Außerdem wurde ein Bodentank mit Steckdosen und verschiedenen Anschlüssen eingebaut. Diese Woche wurde ein neuer Linoleumboden verlegt. Voraussichtich in der letzten Ferienwoche starten die Elektro- und Netzwerkinstallationen. Alle Arbeitsplätze im neuen IMP-Raum werden mit sogenannten All-In-One-Geräten ausgestattet, also stationären Computern, bei denen Hauptplatine und Monitorteil in einem Gehäuse untergebracht sind. Zudem wird ein Multi-Touch-Monitor, eine interaktive Tafel, für den Unterricht installiert. Die Gesamtkosten für Umbau und Ausstattung liegen bei rund 140.000 Euro.

Umbau der TAPiR-Räume verzögert sich

Eine kleine zeitliche Verzögerung gibt es beim Umbau zur Einrichtung von drei Gruppen für die sogenannte Tagespflege in anderen geeigneten Räumlichkeiten, kurz TAPiR. Hierfür hat die Stadt zwei Wohnungen und eine Ladenfläche im Erdgeschoss des Gebäudes Gültsteiner Straße 9, 9/1 und in der Markusstraße 18, 18/1 für mindestens 15 Jahre angemietet. Bevor die TAPiRe bezogen werden, lässt die Stadt die Räumlichkeiten umbauen. „Leider fehlen uns noch Angebote von entscheidenden Gewerken, also Trockenbau, Elektro und Sanitär“, berichtet Projektleiterin Sabine Lämmle. „Hier macht sich der aktuelle Bauboom bemerkbar.“ Deshalb verschiebe sich der Baubeginn von Ende August voraussichtlich auf Ende Oktober. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt nun im Frühjahr 2022, anstatt Ende dieses Jahres. Die Investitionskosten sind mit 435.000 Euro inklusive Ausstattung einkalkuliert. Hinzu kommen die Mietkosten für die Räume seit Juni 2021.