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„Rose“ wird zum Ort für Kulinarik, Kultur und Begegnung


Die ehemalige Gaststätte Rose am Reinhold-Schick-Platz soll vorübergehend als „Chamäleon-Space“ kreativ umgenutzt werden: In Kooperation mit der Hochschule für Medien Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH hat die Stadt Herrenberg für das leerstehende Lokal ein Konzept für eine vorübergehende Nutzung als sogenannten Pop-Up-Store mit wechselndem Angebot entwickelt. Hierfür sucht die Stadt mehrere Partner, die ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein gastronomisches Angebot kreativ vermarkten oder eine Veranstaltung auf die Beine stellen möchten. Ziel des Projektes ist es, Leerstand innovativ zu nutzen und so die Herrenberger Innenstadt zu beleben.

Grundlage hierfür bildet das Konzept „Chamäleon-Spaces“ – ein flexibles Konzept, bei dem verschiedene Nutzungsansätze im Wechsel zum Tragen kommen. Angebote aus Einzelhandel, Gastronomie und „New Work“ sollen mit Kunst und Kultur fusionieren. Herrenberger Vertreterinnen und Vertreter aus Einzelhandel, Gastronomie und Kreativwirtschaft haben es gemeinsam mit Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart entwickelt. Nun soll das Konzept erstmals in der „Rose“ erprobt werden.

Das Pilotprojekt ist für den Zeitraum vom 30. Oktober bis 28. November 2021 geplant. Die Partner können die „Rose“ an einem oder mehreren Tagen bespielen. Der Fokus soll hierbei auf wechselnden gastronomischen Angeboten in Verbindung mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm liegen. Hierfür werden kreative Köpfe aus Herrenberg und Umgebung gesucht. „Bewerben können sich zum Beispiel Partner, die sich bisher noch nicht vor Ort präsentiert haben – sei es, weil sie noch keine Möglichkeit dazu hatten, die Mieten zu teuer waren oder bisher alles online stattgefunden hat“, sagt Carolin Schnaidt vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur, die das Projekt betreut.

Begegnung und Austausch

Im genannten Zeitraum soll die „Rose“ allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen und zum Ort der Begegnung und des Austauschs werden. „Wer möchte, kann hier arbeiten oder Mittagspause machen, ein Buch lesen oder sich mit Freunden treffen“, beschreibt Jessica Dubovski vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur das Pilotprojekt. Angedacht sind Angebote und Veranstaltungen für Erwachsene und Jugendliche, wie etwa eine Kreativwerkstatt. Möglich sind außerdem Verkostungen in Kooperation mit lokalen und regionalen Gastronomen und Einzelhändlern sowie Kulturangebote, wie Konzerte und Ausstellungen. Zum Auftakt und Abschluss soll es jeweils ein größeres Event geben. „Die Angebote und Programmpunkte der unterschiedlichen Partner sollen sich ergänzen und möglichst viele verschiedene Altersgruppen ansprechen“, erläutert Jessica Dubovski.

Gasthaus Zur Rose wird vorübergehend zum Pop-Up-Store

Die „Rose“ wird zum Pop-Up-Store: Carolin Schnaidt (links) und Jessica Dubovski (rechts) vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur suchen mehrere Partner, die die ehemalige Gaststätte vorübergehend kreativ bespielen möchten. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Jetzt bewerben

Interessierte können sich ab sofort als Partner für den Pop-Up-Store in der Rose bewerben – bevorzugt per E-Mail (eine PDF-Datei) oder per Post an: Wirtschaftsförderung und Kultur, Carolin Schnaidt, Markplatz 5, 71083 Herrenberg. Eine Bewerbung sollte Folgendes enthalten: Kontaktdaten, Beschreibung des Projektes, Vorschläge für Programmpunkte. Bewerbungsschluss ist am 25. September 2021.

Außerdem gut zu wissen: In der Rose gibt es kostenloses WLAN, die Miete übernimmt die Stadt. Die Kosten für Angebote und Programmpunkte müssen die Partner selbst übernehmen.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wird eine Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, bei dem eine verbindliche Abstimmung bezüglich der Termine sowie eine erste Programm- und Organisationsplanung erfolgen.

Über das Projekt

Entwickelt wurde das Konzept „Chamäleon Spaces“ bei einem virtuellen Hackathon des EU-Projekts CINEMA (Creative Industries for New Urban Economies in the Danube Region). Im Fokus von CINEMA steht die Revitalisierung von Leerständen in urbanen Umgebungen durch Projekte in Zusammenarbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft. Insgesamt 22 internationale Partner aus acht Ländern in der Donauregion arbeiten im Zeitraum von zweieinhalb Jahren gemeinsam an der Wiederbelebung von Innenstädten, darunter auch die Hochschule der Medien Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Herrenberg ist Pilotprojekt für die Region Stuttgart.

Insgesamt stehen für CINEMA, das noch bis Ende 2022 läuft, rund 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem EU-Programm „Interreg Danube Transnational Programme“. Weitere Informationen dazu gibt es hier.