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Sozialer Wohnraum in Modulbauweise


An den Spaten, fertig, los: Mit einem symbolischen Spatenstich startete der Neubau des städtischen Wohnhauses im Affstätter Tal 2. Mit dabei waren (von links): Stanislava Häussler vom städtischen Gebäudemanagement, Tom Scharf und Nathanael Over von der HT

An den Spaten, fertig, los: Mit einem symbolischen Spatenstich startete der Neubau des städtischen Wohnhauses im Affstätter Tal 2. Mit dabei waren (von links): Stanislava Häussler vom städtischen Gebäudemanagement, Tom Scharf und Nathanael Over von der HTS Handel GmbH Leonberg, Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Baubürgermeisterin Susanne Schreiber und Sebastian Müller vom Architekturbüro andOFFICE in Stuttgart.

Nachdem das erste Mehrfamilienhaus mit Sozialmietwohnungen im Affstätter Tal 2 in der Herrenberger Innenstadt im Laufe dieses Jahres in Betrieb genommen wurde, wird jetzt in unmittelbarer Nähe ein zweites, identisches Wohnhaus in Modulbauweise nach dem Konzept eines sogenannten Hoffnungshauses errichtet: Mit einem symbolischen Spatenstich am Donnerstag, 14. Oktober, wurde der offizielle Start für das „Zwillings-Bauprojekt“ eingeläutet. Insgesamt entstehen hier acht Sozialmietwohnungen für bis zu 40 Menschen.

Coronabedingt im kleinen Rahmen wurden die Spaten für den Neubau im Affstätter Tal 2 gesetzt: Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Baubürgermeisterin Susanne Schreiber sowie Projektleiterin Stanislava Häussler vom Gebäudemanagement waren für die Stadt mit dabei. Sebastian Müller vom Architekturbüro andOFFICE in Stuttgart, der für Planung und Bauleitung verantwortlich ist, sowie Nathanael Over, Geschäftsführer der HTS Handel GmbH Leonberg, die den Auftrag für die schlüsselfertige Bauausführung erhielt, und Tom Scharf, Projektleiter bei der HTS Handel GmbH, machten die Runde komplett.

„Das Wohnhaus im Affstätter Tal bildet einen weiteren Baustein in der städtischen Wohnungsbauoffensive, mit der die Stadt auf den großen Bedarf nach insbesondere bezahlbarem Wohnraum reagiert“, betont OB Sprißler, und Baubürgermeisterin Schreiber ergänzt: Auch mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt seien städtische Wohnbauprojekte wie im Affstätter Tal essentiell. „Die Schaffung von Wohnraum in unserer Stadt für diejenigen, die ihn am dringendsten benötigen, hat für die Kommune hohe Priorität.“


Vorbild Hoffnungshaus

Das Baukonzept für das zweite Wohnhaus im Affstätter Tal entspricht – wie bereits das erste Wohnhaus im Affstätter Tal – dem eines sogenannten Hoffnungshauses der Hoffnungsträger Stiftung mit Sitz in Leonberg. Es ist auf die Bedürfnisse des preisgünstigen Wohnens zugeschnitten. „Wir haben in diesem Fall sozusagen auf eine Planung aus der Schublade zurückgreifen können, weshalb wir schnell und wirtschaftlich bauen können“, beschreibt Stanislava Häussler vom städtischen Gebäudemanagement die Vorteile. „Lediglich die Außenanlage haben wir individuell geplant.“ Deshalb sei für dieses Projekt die Modulbauweise im Vergleich zum konventionellen Bau von Vorteil.


Nachhaltig und flexibel

Das Gebäude im Affstätter Tal 2 ist als Wohnhaus mit drei Geschossen und acht Wohneinheiten konzipiert. Es wird in Holzmodulbauweise mit einem Flachdach sowie einer Fassade aus Holzprofilen errichtet. Die Holzbauweise ist wesentlich für den Aspekt der Nachhaltigkeit. Zudem ist eine PV-Anlage zur Stromerzeugung geplant.

Insgesamt entstehen acht Sozialmietwohnungen unterschiedlicher Größe: Neben Ein- und Vierzimmerwohnungen, wird es auch Fünf- und Sechszimmerwohnungen geben. Die Vermietung erfolgt ausschließlich an Personen mit Wohnberechtigungsschein (Erfüllung der sozialen Kriterien vorausgesetzt). Bei Bedarf ist auch die Unterbringung von Geflüchteten oder Wohnsitzlosen möglich.


Kosten und Förderung

Die Gesamtbaukosten betragen rund 3 Millionen Euro, wovon rund 900.000 Euro Förderung als Zuschuss über das Förderprogramm der L-Bank „Wohnungsbau BW – kommunal“ und das KfW-Förderprogramm 55 gewonnen werden konnten. Die Stadt Herrenberg investiert somit rund 2,1 Millionen Euro.


Ausblick

In den kommenden gut acht Monaten wird nun der Neubau errichtet: Nach dem Spatenstich Mitte Oktober 2021 soll das Wohnhaus spätestens im Juni 2022 bezugsfertig sein. Zunächst ist eine Tiefergründung mit Betonpfählen erforderlich, da der tragfähige Baugrund erst in sechs Meter Tiefe ansteht und das Gebäude nicht unterkellert wird.