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„Immer nur das Beste für Mönchberg“


Auszeichnung für Verdienste in der Heimatpflege: Ludwig Mayer (Mitte) bekam die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart verliehen. Mit dabei bei der Feierlichkeit im Rathaus waren Axel Wörner (rechts), Geschäftsführer des

Auszeichnung für Verdienste in der Heimatpflege: Ludwig Mayer (Mitte) bekam die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart verliehen. Mit dabei bei der Feierlichkeit im Rathaus waren Axel Wörner (rechts), Geschäftsführer des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart, und OB Thomas Sprißler (links).

Seit fast 50 Jahren engagiert sich Ludwig Mayer ehrenamtlich in unzähligen Mönchberger Vereinen und Organisationen. Jetzt bekam der gebürtige Mönchberger für seine herausragenden Verdienste in der Heimatpflege die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart e.V. verliehen. Die kleine Feierlichkeit fand am Mittwoch, 27. Oktober, im Herrenberger Rathaus statt.

Fragt man den 72-Jährigen, was für ihn Heimat bedeutet, kommt die Antwort prompt: „Heimat ist für mich mein Elternhaus und meine Familie, das Mönchberger Dorf- und Vereinsleben und die Natur- und Kulturlandschaft um unseren Ort.“ Sucht man die Wurzeln für die große Verbundenheit mit seinem Heimatort, den Ludwig Mayer gerne als „Toskana Baden-Württembergs“ bezeichnet, und für die Liebe zur Natur, findet man diese in seiner Familiengeschichte: Seine Eltern betrieben lange den Gasthof Pflug und eine eigene Landwirtschaft. Von klein auf hat Ludwig Mayer hier mitangepackt – und war so „schon immer“ mit Mönchberg und seinen Menschen verbunden. „Ich habe mich von Kind an im Dorfleben so wohl gefühlt wie in der eigenen Stub‘“, erzählt er.

Liebe zur Natur

Aus Liebe zur Natur hat Ludwig Mayer auch eine Zusatzausbildung zum Fachwart und Obstbaumpfleger gemacht. Außerdem ist er Mitbegründer des Mönchberger Agrarhandels und engagiert sich in der Regionalgruppe Schwäbischer Heimatbund Herrenberg-Gäu. Was ihm bei diesem Ehrenamt wichtig ist? „Ich möchte zwischen Grundstücksbesitzern, Betreibern der Flächen und Ämtern vermitteln“, sagt Mayer.

Doch nicht nur der Natur gilt Mayers Interesse, auch Sport und Musik machen ihm Freude: Besonders aktiv ist Ludwig Mayer im Gesangsverein, außerdem engagiert er sich im Akkordeonverein und spielte viele Jahre Fußball im Sportverein. In der Freiwilligen Feuerwehr war Ludwig Mayer lange als Maschinist tätig, heute ist er in der Altersabteilung aktiv.

Rittermahl und Schlachtplatte

Wer Ludwig Mayer besser kennt, weiß, dass das Kochen bei Festen im Ort ein weiteres Hobby von ihm ist. Zum ersten Mal hat er 1976 für den Gesangverein gekocht – und zwar: Schweinehals mit Kartoffelsalat und Bauernbrot. Vor etwa 30 Jahren hat er dann das Rittermahl am Mönchberger Sattel für den Gesangverein initiiert. „Wir haben ein Schwein geschlachtet und gegrillt, dazu gab’s Kartoffeln“, erinnert sich der gelernte Metzger, der später in den Vertrieb im Lebensmitteleinzelhandel wechselte, zurück. Außerdem hat er vor etwa 15 Jahren die Schlachtplatte für die Feuerwehr Mönchberg ins Leben gerufen.

Jungspund im Ortschaftsrat

Zum Engagement im Mönchberger Vereinsleben kommt Ludwig Mayers kommunalpolitisches Engagement: Mit 30 Jahren wurde er erstmals in den Ortschaftsrat gewählt. „Ich war damals ein Jungspund unter lauter erfahrenen Ortschaftsräten“, erzählt er. Inzwischen engagiert sich Ludwig Mayer seit mehr als 40 Jahren ununterbrochen im Ortschaftsrat. Mit insgesamt drei Oberbürgermeistern und drei Ortsvorstehern hat er bisher zusammengearbeitet. Dabei sind ihm ein respektvoller und vertrauensvoller Umgang besonders wichtig.

Gutes Netzwerk

Rückblickend haben vor allem zwei Dinge aus seiner Sicht zum Erfolg beigetragen: sein gutes Netzwerk und die große Unterstützung durch seine Frau Marliese. „Meine Frau hat all meine Termine im Blick – das ist bis heute so“, sagt er anerkennend. Und ganz egal, wo sich Ludwig Mayer einbringt: Sein Engagement ist vor allem durch die Liebe zu seiner Heimat motiviert: „Ich wollte immer nur das Beste für Mönchberg.“ Passend dazu wurde Ludwig Mayer nun für seine Verdienste in der Heimatpflege ausgezeichnet.

Axel Wörner, Geschäftsführer des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart, nahm die Ehrung vor und übermittelte Dank und Glückwünsche von Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Oberbürgermeister Thomas Sprißler hielt ein Grußwort und zeigte sich beeindruckt von dem Einsatz, dem Engagement und der Leidenschaft, mit der Ludwig Mayer sich seit Jahrzehnten für seine Heimat einsetzt: „Dieser Einsatz fürs Gemeinwohl ist außergewöhnlich und verdient unsere höchste Anerkennung." Ein kleines Ensemble des Posaunenchor Mönchberg sorgte für die musikalische Umrahmung der kleinen Feier. Die Küchenasse der Albert-Schweitzer-Schule boten regionale Köstlichkeiten an.