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Schätze mit Geschichte für Fruchtkasten gesucht


Für die künftige Ausstellung im Herrenberger Fruchtkasten gibt es erste Gedanken. Neben Exponaten aus der Umgebung, die die regionale Geschichte abbilden, soll mit verschiedenen Gegenständen auch die Migrationsgeschichte in Herrenberg beleuchtet und den Besucherinnen und Besuchern nähergebracht werden. Auch das Thema Sport soll vorkommen. Die Stadtverwaltung sucht entsprechende Objekte.

Im Fruchtkasten in Herrenberg wird künftig eine Dauerausstellung zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt zu sehen sein. „Bereits jetzt suchen wir nach passenden Ausstellungsobjekten“, erklärt Jessica Dubovski, städtische Projektsteuerung für das Sanierungs-Projekt Fruchtkasten. Migrantinnen und Migranten, auch mit Fluchthintergrund, gehören ebenso zur Bevölkerung Herrenbergs wie „Alteingesessene“. Die Stadtverwaltung möchte den Besuchern anschauliche Gegenstände zeigen, welche die Lebenswirklichkeit und Biografien von Mitbürgern mit Einwanderungsgeschichte symbolisieren sollen. Auch das Thema Sport und Bewegung wird eine Rolle im Fruchtkasten einnehmen.

Habseligkeiten aus aller Welt
Eine erste Idee sieht vor, Habseligkeiten - Gegenstände von hohem persönlichem Wert - von Migrantinnen und Migranten auszustellen. Objekte, die diese aus ihrer alten Heimat nach Herrenberg mitgebracht haben. Dies können Gegenstände sein, die an das Heimatland erinnern oder auf andere Weise eine besondere Bedeutung für die Personen haben. „Wir denken dabei an Gegenstände, die Sie seit Kindertagen besitzen; Objekte, die einer Person aus der Verwandtschaft gehört haben; Erbstücke oder auch Dinge, die auf der Flucht eine wichtige Rolle gespielt haben und nicht zuletzt an Gegenstände, die das jetzige Leben in Herrenberg symbolisieren“, erläutert die städtische Integrationsbeauftragte Meliha Geiger, die bei der Suche unterstützt.

Um die Größe der künftigen Regale planen zu können, bittet die Stadtverwaltung zunächst um Zusendung von Fotos mit Maßen der Gegenstände an folgende E-Mail-Adresse: m.geiger@herrenberg.de. „Besonders wichtig ist es, dass die künftigen Besucherinnen und Besucher die persönliche Dimension des Gegenstands erfahren. So wäre schön, wenn Sie dazu etwas aufschreiben oder eine Tonaufnahme machen würden, auf Deutsch oder in ihrer Muttersprache“, ergänzt Geiger. Bei Bedarf kann eine Übersetzung organisiert werden. Für mögliche Tonaufnahmen steht Meliha Geiger ebenfalls zur Verfügung.  Und ganz wichtig: „Ihre Habseligkeiten bekommen Sie wieder zurück,“ erklärt Geiger. Die Gegenstände sind eine Leihgabe an die Stadt und werden nach einer bestimmten Zeit durch andere Objekte ersetzt, damit möglichst viele Erinnerungsstücke gezeigt werden können.

Beiträge zum Thema Sport
„Wer auf seiner Bühne oder im Keller alte Sportgeräte wie etwa Kegel, Keulen, Kugeln oder historische Sportkleidung gelagert hat, darf sich auch gerne an uns wenden,“ so Dubovski. Insbesondere werden Turngeräte aus dem 19. Jahrhundert gesucht. Es ist angedacht, dass diese sportlichen Gegenstände im Kubus untergebracht werden und beim Besteigen der Himmelsleiter angeschaut werden können. Auch hier ist es wichtig, dass die Ausstellungsmacher sich vorab ein Bild über die Gegenstände und deren Größe machen können. Bitte deshalb Fotos mit der Angabe der Maße an die j.dubovski@herrenberg.de schicken. „Wir freuen uns über alle Antworten, Vorschläge und Einsendungen“, so die beiden städtischen Mitarbeiterinnen.

herrenberg.de/fruchtkasten