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Mehr Platz für die Jüngsten


Der Moment, in dem die Angebote der Fachfirmen geöffnet werden ist immer eine kleine Zitterpartie: Passen die Zahlen zur Kostenberechnung oder wird das Bauprojekt plötzlich sehr viel teurer? Diese Unsicherheit begleitet in Zeiten steigender Baustoffpreise die meisten Projekte.

Im Fall der Kita Kayh konnte die Bauverwaltung im Dezember erleichtert aufatmen und dem Gemeinderat gute Zahlen zur Entscheidung vorlegen: Das zweite Ausschreibungspaket brachte Ergebnisse sehr nahe an der Kalkulation. Mit 200.000 Euro Mehrkosten – also insgesamt 4,5 Millionen – ist die neue Kita im Stadtteil Kayh fertigzustellen. Der Gemeinderat stimmte der Kostensteigerung von 2,7 Prozent zu. Rund 340.00 Euro Fördermittel sind für die Kita Kayh zugesagt.

Damit können jetzt die Gerüstbauer, Zimmerleute, Klempner, Fensterbauer, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsfirmen ihre Aufträge erhalten. Der Rohbau hat bereits im vergangenen September begonnen. In der Mirabellenstraße direkt angrenzend an den alten Kindergarten entsteht hier ein Neubau, der dringend benötigte Betreuungsplätze für zweieinhalb Kita-Gruppen und bis zu 40 Kinder von null bis sechs Jahren bietet. Fertigstellung und Inbetriebnahme sind um den Jahreswechsel 2022/2023 geplant.

„Das Kitabauprojekt hat für unseren Investitionsschwerpunkt Bildung und Betreuung sehr hohe Priorität“, betont Baubürgermeisterin Susanne Schreiber. „Deshalb ist es umso erfreulicher, dass wir hier bereits rund zwei Dritte der Aufträge etwa im geplanten Kostenrahmen vergeben konnten.“ Für die übrigen Bauleistungen ist das allerdings keine Garantie, da die aktuelle Marktlage und Entwicklungen im Bausektor oft kurzfristig Änderungen bringen. Sofern die Preise nicht mehr als 10 Prozent über der Kalkulation liegen, lässt der Gemeinderat der Verwaltung dabei freie Hand, damit der Neubau rasch vorankommt.