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Erkenntnisse zur Situation der Vereins- und Bürgergruppen


Mehr als 100 Gruppen haben sich an der Vereins- und Bürgergruppenumfrage von Stadt und Stadtjugendring im Mai 2021 beteiligt. Ziel der Befragung war es, die aktuellen Umstände der Herrenberger Vereine und Bürgergruppen zu erfassen und eine Bestandsaufnahme der Zivilgesellschaft in Herrenberg zu liefern. Die Ergebnisse wurden inzwischen ausgewertet und liegen jetzt vor. Daraus können nun Maßnahmen und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um Bürgergruppen und Vereine in Herrenberg mit Blick auf ihre aktuellen Herausforderungen und Bedarfe noch besser zu unterstützen.

Wie ist die aktuelle Lage bei den Vereinen und Engagement-Gruppen der Stadt Herrenberg? Vor welchen Herausforderungen stehen sie und welche Unterstützungen sind notwendig? Stadtverwaltung und Stadtjugendring erfragten unter anderem Mitgliederzahlen und den Zweck der Gruppe, fragten aber auch nach der finanziellen und personellen Ausstattung der Vereine. Zudem bestand bei der Vereins- und Bürgergruppenumfrage für alle Gruppen die Möglichkeit, eigene Wünsche und Vorschläge in die Fortschreibung des Herrenberger Leitbilds einzubringen. Initiativen, die sich mit konstruktiven Vorschlägen meldeten, wurden zu den Leitbild-Trialog-Workshops eingeladen, um dort ihre Position mit Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitenden zu diskutieren.

Teilnehmende

Von insgesamt 400 angeschriebenen Gruppen beteiligten sich 103 an der Umfrage. Dies entspricht einer hohen Rücklaufquote von rund 25 Prozent. An der Befragung haben mehrheitlich mittelgroße Vereine und Bürgergruppen mit bis zu 100 Mitgliedern teilgenommen. Insgesamt wurde ersichtlich, dass die Herrenberger Engagement-Gruppen in vielen Bereichen stark aktiv sind, beispielsweise in Bildung und Sprache, Kunst und Kultur, Gesundheit, Inklusion und Integration, aber auch Natur, Umwelt und Klimaschutz sowie Sport und Religion. Mit Blick auf die Altersstruktur der Mitglieder fällt auf, dass Altersgruppen unter 18 die wenigsten Mitglieder finden.

Zentrale Herausforderungen

Die Umfrage sollte unter anderem das wechselseitige Verhältnis von Vereinen und Verwaltung erfassen. Einige Teilnehmende kritisierten Unklarheiten bei Zuständigkeiten der Verwaltung und Überschneidungen der Handlungsfelder einzelner Ämter und Abteilungen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Herrenberg bewerten die Vereine mehrheitlich als positiv. Die finanzielle Unterstützung durch die Stadtverwaltung beurteilen die Vereine und Bürgergruppen größtenteils als neutral. Unzufrieden sind manche Befragten bezüglich der Vergabe von Geldern. Der Fokus werde dabei zu stark auf neue Projekte gelegt.

Finanzielle Herausforderungen erleben Vereine und Bürgergruppen bei der Anschaffung und Erhaltung von Grundausstattungen, durch steigende Kosten für Räumlichkeiten und durch Mitgliederschwund. Weitere Herausforderungen seien fehlende Räumlichkeiten und die Gewinnung von Ehrenamtlichen. Vor allem Letztere seien für die Beschäftigungsstruktur unverzichtbar.     

Finanzierung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanzierte die Befragung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Ziel des Programms ist es, Demokratie und Vielfalt zu stärken.

Mehr Informationen

Weitere Details zu den Umfrage-Ergebnissen gibt es unter www.herrenberg.de/engagement-umfrage. Interessierte können dort ab sofort den gesamten Bericht abrufen. Weiter sind dort die wichtigsten Erkenntnisse aus den sieben Themenfeldern zusammengefasst.