Nachricht

Solidarität mit der Ukraine


Die Bilder und Nachrichten vom Grauen des Kriegs in der Ukraine und dem Leid der Menschen auf der Flucht lösen bei vielen Menschen in Herrenberg Solidarität, Mitgefühl und den Wunsch zu helfen aus. Im Rathaus läuft die Vorbereitung auf die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine an.

Oberbürgermeister Thomas Sprißler setzt ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt: „Dieser Krieg Putins gegen die Menschen im Nachbarland Ukraine ist ein barbarischer Angriff gegen Frieden, Menschlichkeit und freiheitliches Miteinander. Dem müssen wir uns mit allem entgegenstellen, was wir haben“, so der Rathauschef. Als Zeichen der Solidarität wird sich OB Sprißler bei einer Friedenskundgebung am Mittwochabend auf dem Marktplatz zu Wort melden und als sichtbares Zeichen der Verbundenheit das Rathaus in den ukrainischen Landesfarben blau und gelb anstrahlen lassen.

„Wir erleben, dass die Lage in der Ukraine auch hierzulande Entsetzen und Mitgefühl auslöst. Die Mitmachstadt rüstet sich zu helfen, wo immer möglich. Das ist ein gutes Zeichen. Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Miteinander sind unsere Antworten auf Krieg, Gewalt und Bedrohung“, betont Sprißler.

Hilfsgüter für die Einsatzkräfte

Die Herrenberger Feuerwehr sammelt im ganzen Landkreis Ausrüstung, die als Hilfsleistung an die Feuerwehrleute in der Ukraine geliefert wird. Der Transport von Schläuchen, Stromaggregaten, Strahlrohren, Lampenstativen und weiteren Ausrüstungsgegenständen soll bereits am Donnerstag auf den Weg nach Osten gebracht werden und baldmöglichst die Feuerwehren im Kriegsgebiet unterstützen. „Die Herrenberger Feuerwehr schließt sich gerne dem Hilfsaufruf der Unternehmen Barth Feuerwehrtechnik und WeberRescue an, die in Kooperation mit der Bundesregierung den Katastrophenschutz in der Ukraine unterstützen. Getreu unserem Motto „112 Prozent Ehrensache“ spenden wir Material und koordinieren die Aktion für die Feuerwehren im Landkreis, damit die Hilfe schnell und unbürokratisch in der Ukraine ankommt“, sagt der Herrenberger Feuerwehrkommandant André Weiß.

Friedenskundgebung auf dem Marktplatz

Der Ring politischer Jugend Kreis Böblingen veranstaltet eine Friedenskundgebung auf dem Marktplatz am Mittwoch, 2. März um 18 Uhr. Zu den Rednern gehört auch Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Dank der kurzfristigen und unentgeltlichen Unterstützung des Veranstaltungstechnikers Robin Passon kann das Rathaus an diesem Abend in den ukrainischen Nationalfarben blau und gelb erstrahlen.

Unterkünfte für Geflüchtete

Die Stadtverwaltung bereitet sich auf die Aufnahme ukrainischer Geflüchteter vor. In den kommunalen Notunterkünften ist nach einer ersten Erhebung Platz für 41 Menschen frei. Weitere Aufnahmemöglichkeiten vom Notlager in Turnhallen bis zu Nutzung leerstehender Wohnungen werden derzeit geprüft. „Wir werden die Flüchtlingsunterbringung gemeinsam mit dem Landkreis und unseren Nachbarkommunen koordiniert auf den Weg bringen und die Geflüchteten in Solidarität und Sicherheit aufnehmen“ verspricht Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Erste Wohnungseigentümer haben bereits leerstehende Wohnungen angeboten. „Man merkt: die Menschen wollen helfen und diese Hilfsbereitschaft ist eine der großen Stärken unserer Mitmachstadt“, betont der OB. Zugleich weist er darauf hin, dass momentan noch vieles unklar ist und sich die Lage täglich ändert: „Bitte sehen Sie es uns nach, wenn wir noch nicht auf alle Fragen antworten haben. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Koordination von Hilfsangeboten in Herrenberg und im Landkreis“, sagt der OB.

Dolmetscher für ukrainisch gesucht

Um die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe zu koordinieren und die Sprachbarriere zu überwinden gibt es bei der städtischen Integrationsbeauftragten einen Dolmetscherpool. „Allerdings ist aktuell niemand dabei, der oder die ukrainisch spricht“, sagt Meliha Geiger. Wer die Sprache spricht und sich bei der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe einbringen möchte, soll sich bitte an Meliha Geiger wenden: Telefon 07032 924-388 oder E-Mail m.geiger@herrenberg.de