Dienstleistung

Grundsteuer

Wer Grundbesitz hat, ist grundsteuerpflichtig.

Im Unterschied zur Grunderwerbsteuer, die nur einmal beim Kauf eines Grundstückes anfällt, müssen Sie die Grundsteuer jährlich zahlen.

Hinweis: Ihr persönliches Vermögen als Grundstückseigentümer spielt dabei keine Rolle.
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Mitarbeiter
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Zugehörigkeit zu
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Zuständige Stelle
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Voraussetzungen

Sie besitzen Eigentum, Teileigentum oder Erbbaurecht an einem Grundstück.

Als Grundstück zählen:

  • bebaute und unbebaute Grundstücke
  • Wohnungseigentum
  • Teileigentum
  • Erbbaurechte
  • Wohnungserbbaurechte
  • Betriebe der Land- und Forstwirtschaft
  • land- und forstwirtschaftliche Grundstücke (Stückländereien)
  • Betriebsgrundstücke
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Verfahrensablauf

Das zuständige Finanzamt muss zuerst den Einheitswert des Grundstücks nach dem Bewertungsgesetz bestimmen.

Der ermittelte Einheitswert wird danach mit den im Grundsteuergesetz festgeschriebenen Steuermesszahlen multipliziert.

Diese betragen:

  • für land- und forstwirtschaftliche Betriebe: 6 Promille
  • für Einfamilienhäuser:
    • für die ersten 38.346,49 Euro des Einheitswerts 2,6 Promille und
    • für den Rest des Einheitswerts 3,5 Promille
  • für Zweifamilienhäuser: 3,1 Promille
  • für alle übrigen Grundstücke: 3,5 Promille

Der errechnete Grundsteuermessbetrag wird an die Gemeinde weitergegeben.

Ihr Steuerbetrag ergibt sich dadurch, dass der Steuermessbetrag von der Gemeinde mit einem sogenannten Hebesatz multipliziert wird. Die Hebesätze kann die Gemeinde selbst festlegen und in der Gemeindesatzung verankern.

Die errechneten Größen

  • Einheitswert,
  • Grundsteuermessbetrag und
  • Grundsteuer

werden Ihnen jeweils mit einem eigenen Bescheid bekannt gegeben.

Hinweis: Die Gemeinde ist bei der Festsetzung der Grundsteuer an die Grundlagenwerte des Finanzamtes gebunden.

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Erforderliche Unterlagen

keine

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Frist/Dauer

Die Grundsteuer wird jeweils für das Kalenderjahr festgesetzt und ist in vier Raten zu folgenden Terminen zu zahlen:

  • 15. Februar
  • 15. Mai
  • 15. August
  • 15. November

Hinweis: Der ganze Jahresbetrag kann auch auf einmal am 1. Juli gezahlt werden. Dafür ist ein eigener Antrag notwendig.

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Sonstiges

Verkaufen Sie ein Grundstück, für das Sie bisher Grundsteuer bezahlt haben, setzt das Finanzamt den Grundsteuermessbetrag für den Erwerber regelmäßig von sich aus neu fest. Dies geschieht zum 1. Januar des Jahres, das auf den Eigentumswechsel folgt. Erst dann kann die Gemeinde oder die Stadt die Grundsteuer gegenüber dem neuen Eigentümer festsetzen und Sie entlasten.

Dies gilt auch, wenn der Besitzer eines Gebäudes auf fremdem Grund und Boden wechselt (zum Beispiel eine Garage oder ein Bungalow).

Alle in Ihrem Kaufvertrag getroffenen Vereinbarungen zur Übernahme von Zahlungsverpflichtungen durch den Erwerber des Grundstückes sind privatrechtliche Regelungen und wirken sich nicht auf die Zahlung der Grundsteuer aus.

Bestimmte Grundstücke sind von der Grundsteuer befreit (z.B. Grundstücke, die sich im Besitz von Religionsgesellschaften befinden und auch für religiöse Zwecke verwendet werden).

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Rechtsgrundlage
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weitere Hinweise

Häufige Fragen zur Grundsteuer

Wie errechnet sich meine Grundsteuer?
Vom Finanzamt wird für das Grundstück ein Grundsteuermessbetrag festgesetzt. Dieser wird von der Stadt Herrenberg mit dem jeweiligen Hebesatz multipliziert.
 
Wie hoch ist der Hebesatz für die Grundsteuer?
Der Hebesatz beträgt in Herrenberg momentan
  • für Grundsteuer A 320 v.H.
  • für Grundsteuer B 390 v.H.

Was ist der Unterschied zwischen Grundsteuer A und Grundsteuer B?
Grundsteuer A gilt für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Stückländereien. Grundsteuer B gilt für alle anderen Grundstücke
 
Ich habe keinen aktuellen Grundsteuerbescheid
Ein neuer Grundsteuerbescheid wird nur verschickt, wenn sich etwas ändert (z.B. Steuerbetrag, Eigentümerwechsel). Bitte bewahren Sie Ihren Grundsteuerbescheid sorgfältig auf. Er ist die Grundlage für Ihre zukünftigen Grundsteuerzahlungen und gilt auch für die folgenden Jahre.
 
Wann wird die Grundsteuer fällig?
Die Grundsteuer wird in vier Jahresbeträgen fällig:
  • zum 15. Februar
  • zum 15. Mai
  • zum 15. August
  • zum 15. November
 
Kann ich meine Grundsteuer in einem Jahresbetrag bezahlen?
Sie haben die Möglichkeit, die Grundsteuer in einem Jahresbetrag, fällig zum 1. Juli, zu bezahlen. Den Antrag auf Jahreszahlung müssen Sie bis spätestens 30. September des laufenden Jahres stellen, dann wird ab dem Folgejahr nur noch ein Jahresbetrag erhoben. (Formular siehe unten)

 
Ich möchte künftig meine Grundsteuer abbuchen lassen
Sie können uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen (Formular siehe unten)
 
Ich habe mein Haus / meine Wohnung dieses Jahr verkauft. Warum muss ich noch Grundsteuer bezahlen?
Bei der Grundsteuer sind die Verhältnisse zu Beginn des Kalenderjahres entscheidend. Wer zum 1. Januar Eigentümer ist, bleibt auch für das ganze Jahr grundsteuerpflichtig und schuldet die volle Jahressteuer. Änderungen werden vom Finanzamt erst zum 1. Januar des Folgejahres übernommen.

Der Verkäufer muss also für die rechtzeitige und vollständige Bezahlung der Grundsteuer sorgen. Davon abweichende privatrechtliche Regelungen z.B. im Kaufvertrag haben auf die Steuerpflicht des Verkäufers keinen Einfluss. Bleibt eine fällige Zahlung aus, wendet sich die Gemeinde daher mit der Mahnung an den Verkäufer.
 
Müssen Veränderungen dem Finanzamt gemeldet werden?
Ja. Sie müssen bauliche Veränderungen dem Finanzamt ebenso mitteilen wie persönliche (z.B. Eigentümerwechsel). Es besteht in dieser Hinsicht eine Mitwirkungspflicht gemäß § 90 Abgabenordnung (AO). Über einen Verkauf wird das Finanzamt in der Regel durch den Notar informiert. Aber erst, wenn die Gemeinde einen geänderten Grundsteuermessbescheid vom Finanzamt erhält, kann sie auch den Grundsteuerbescheid ändern.
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Formulare