Denkmalschutz

Kulturdenkmale sind Sachen, an deren Erhaltung aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht. Darunter fallen Baudenkmale wie Kirchen, Schlösser und Burgen, bewegliche Kulturdenkmale wie Gemälde und Skulpturen, Bodendenkmale wie Gräber, Münzen oder auch Siedlungsreste.

Kulturdenkmale werden in Denkmallisten erfasst. Aber auch nicht erfasste Objekte können Kulturdenkmale sein. Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist es, Kulturdenkmale zu bewahren und zu pflegen, insbesondere den Zustand der Kulturdenkmale zu überwachen und Gefährdungen abzuwenden. Ziel des Denkmalschutzes ist es, die originale Bausubstanz und das historische Erscheinungsbild möglichst weitgehend zu erhalten.

Ein Kulturdenkmal darf nur mit Genehmigung der Denkmalschutzbehörde verändert, in seinem Erscheinungsbild beeinträchtigt oder gar beseitigt werden.

Genehmigungspflichtige Vorhaben sind vor allem

  • An-und Umbauten am Äußeren und Inneren des Gebäudes
  • Eingriffe in die historische Bausubstanz wie Gefache, Treppen, Lamperien, Verzierungen
  • Änderung der Farbigkeit
  • Einbau von Türen und Fenstern
  • Dacharbeiten
  • sämtliche Aufbauten sowie die Anbringung von Parabolantennen

weitere Informationen

  • das Wirtschaftsministerium als oberste Denkmalschutzbehörde
  • das Regierungspräsidium als höhere Denkmalschutzbehörde
  • die untere Baurechtsbehörde  als untere Denkmalschutzbehörde
Derzeit sind in der Liste der Bau- und Kunstdenkmale für den Bereich der Stadt Herrenberg einschließlich der Stadtteile 336 Kulturdenkmale erfasst.
Neben den zu erhaltenden Baudenkmalen kommt auch den archäologischen Denkmalen - insbesondere bei Eingriffen in Grund und Boden - große Bedeutung zu. Sofern ein Baugrundstück im Bereich einer Verdachtsfläche liegt, ist der Baugrund vor Beginn der Bauarbeiten zu erkunden bzw. sind die Erdarbeiten zu überwachen.
Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen haben diese im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten und pfleglich zu behandeln. Das Land trägt hierzu durch Zuschüsse nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bei.
Die Inanspruchnahme der Steuervergünstigung setzt voraus, dass der Steuerpflichtige durch eine Bescheinigung der zuständigen unteren Denkmalschutzbehörde nachweist, dass die von ihm vorgenommenen Maßnahmen nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich und in Abstimmung mit der Bescheinigungsbehörde durchgeführt worden sind.