Kayh

Zusammen mit Mönchberg und Gültstein gehört Kayh zu den südlichen Stadtteilen, gut vier Kilometer von Herrenberg entfernt. Kayh schmiegt sich an den Schönbuchhang unterhalb des Grafenbergs, einem riesigen Streuobstgürtel. Schon von weitem kann man die evangelische Kirche erkennen, das heimliche Wahrzeichen. In der Ortsmitte gibt es noch zwei weitere Schmuckstücke mit schönem Fachwerk: das Rathaus von 1550 und die Alte Kelter von 1709, die heute als Bürger- und Vereinshaus genutzt wird. Alle vier Wochen findet hier ein Bürgertreff statt, der auf großes Interesse stoßt. Im Ort gibt es Handwerk und Kleingewerbe, eine moderne Infrastruktur sowie Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. Aktuell hat Kayh 1.607 Einwohner (Stand: Mai 2018). Buslinien verbinden den Stadtteil mit Herrenberg (Anschluss an die S-Bahn nach Stuttgart) und Entringen (Ammertalbahn nach Tübingen).

Leben in Kayh

Obst- und Gartenbauverein, Sportfreunde und Feuerwehr, Liederkranz und Posaunenchor, Heimatgeschichts- und Trachtenverein und der Kayher Familienverein Wirbelwind prägen das kulturelle und sportliche Leben in Kayh. Einen festen Platz im Kalender hat das traditionelle Maibaumstellen, organisiert vom Heimatgeschichts- und Trachtenverein, sowie der Blütenspaziergang mit Hocketse am 1. Mai. Im Sommer lockt das Kayher Kirschenfest viele Gäste in den Ort. Ein Streuobsterlebnisweg führt vom Zentrum des Stadtteils über den Südhang des Grafenbergs durch die charakteristische Streuostlandschaft. Bis heute sind viele Kayher in ihrer Freizeit im Kirschen- und Zwetschgenanbau aktiv und stellen Streuobstprodukte wie Fruchtseccos und selbstgebrandte Destillate her.

Übrigens: Für alle, die mehr über das frühere Leben in Kayh erfahren möchten, lohnt sich ein Besuch im kleinen Heimatmuseum in der Hauptstraße, dem Seegerschen Häusle.

Weinanbau

Kayh ist um 1190 entstanden. Klosterbrüder aus Ottobeuren bauten von Altingen aus am Schönbuchhang Wein an. Wegen des Weins waren die Kayher lange Zeit wohlhabend. Zeugnis davon sind das prachtvolle Fachwerk-Rathaus von 1550 und die Kelter. Mit Umstellung auf Obstbau und Most verschlechterten sich die Verhältnisse Mitte des 17. Jahrhunderts.

800-jähriges Jubiläum

Im September 1990 wurde mit zwei großen Festwochenenden das 800-Jahr-Fest gefeiert. Allein zum sonntäglichen Festzug waren etwa 20.000 Gäste nach Kayh gekommen.

Eingemeindung

Seit 1. Dezember 1971 ist Kayh ein Stadtteil von Herrenberg.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Von 1900 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Kayh knapp 700 Einwohner. Durch Vertriebene und Flüchtlinge kamen in der Nachkriegszeit gut 200 dazu. In den Jahren 1965 bis 1990 stieg die Zahl der Einwohner durch neue Wohnbaugebiete erneut an. Heute leben in Kayh 1.607 Einwohner (Stand: Mai 2018).
In Kayh gibt es eine Kindertageseinrichtung und eine Grundschule.

Volkshochschule Herrenberg Außenstelle Kayh

www.vhs.herrenberg.de

Evangelische Kirchengemeinde Kayh

www.evangelische-kirche-kayh.de

Katholische Kirchengemeinde Herrenberg

www.kkg-herrenberg.drs.de
Vom Sport- bis Kunstverein, vom Fasnets- bis zum Obst- und Gartenbauverein reicht die Bandbreite in Herrenberg. Sie möchten wissen, welche Vereine und Organisationen es in Kayh gibt? Hier gibt es

alle Vereine im Überblick


Übrigens: Im Amtsblatt der Stadt Herrenberg informieren die Kayher Vereine und Organisationen über ihre Aktivitäten.