Oberjesingen

Oberjesingen liegt am Rande des Korngäus, etwa fünf Kilometer von Herrenberg entfernt. Aktuell hat der nördlichste Stadtteil nahezu 3.000 Einwohner (Stand: Mai 2018). Von der Ortsmitte ist man zu Fuß in 15 Minuten am Waldrand, von hier hat man eine schöne Sicht über Herrenberg und das Gäu bis hin zur Schwäbischen Alb. Am Waldrand starten auch schöne Strecken zum Spazierengehen. Sportbegeisterte können den Laufpfad nutzen, der am Sportplatz beginnt. Unter dem Motto "Fleißige Bienen in der Streuobstwiese" lässt sich die Kulturlandschaft um Oberjesingen auf einem knapp drei Kilometer langen Rundweg erkunden. Gleich zu Beginn führt der Weg zu den Einschulungsbäumen, die der Obst- und Gartenbauverein seit mehr als 20 Jahren mit Erstklässlern pflanzt.

Übrigens: Wer nach Oberjesingen kommt, sieht schon von weitem den hohen, spitzen Turm der Bricciuskirche, die in den Jahren 1857/58 erbaut und 2008 bis 2010 mit großer Unterstützung der Bürgerschaft innen renoviert wurde.

Leben in Oberjesingen

Vereine und Organisationen bereichern das Leben in Oberjesingen und bieten Integration und Gemeinschaft. Ein Zentrum des kulturellen Lebens ist das Gemeindezentrum der evangelischen Kirche. Der Sportverein mit gut 700 Mitgliedern hat drei Schwerpunkte: Volleyball, Fußball und Freizeitsport. Der Radfahrerverein ist in den Bereichen Breitensport und Kunstradfahren aktiv. Die Kunstradfahrerinnen und -fahrer trainieren regelmäßig in der Wasenäckerhalle und erzielen bei Jugendwettkämpfen immer wieder beachtlche Erfolge. Regelmäßig bietet der Verein Radtouren für alle an. Der Obst- und Gartenbauverein engagiert sich für die Erhaltung der Landschaft und der Streuobstwiesen. Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind in der Narrenzunft Mitglied, die jedes Jahr Anfang Januar eine Hexentaufe veranstaltet.

Sehr beliebt ist das Oberjesinger Backhaus, in dem Vereine und Privatpersonen Zwiebelkuchen, Holzofenbrote und Weihnachtsbrezeln backen. Mehl und andere Zutaten gibt's direkt vor Ort im Mühlenladen in der etwa 90 Jahre alten Mühle, die von einer Genossenschaft betrieben wird. Außerdem gibt es in Oberjesingen eine Metzgerei und eine Bäckerei sowie zwei Gaststätten und zwei Ausschanklokale.

Erste Erwähnung 1314

Erstmals ist der Ort 1314 urkundlich bezeugt, allerdings nicht als Oberjesingen, sondern als Oesingen. Aber auch Namen wie Uesingen, Üsingen, Yesingen und Üßingen finden sich in alten Schriften bis sich kurz nach Beginn des 30-jährigen Krieges der jetzige Name "Oberjesingen" herausgebildet hat.

Anfangs landwirtschaftlich geprägt

Oberjesingen war bis zum Ende des 2. Weltkrieges eine überwiegend bäuerlich geprägte Gemeinde. Neben einigen Handwerksbetrieben lebte der größte Teil der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Danach ging, zunächst zögerlich, jedoch dann immer schneller die Anzahl der landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe zurück. Die Zunahme der industriellen Produktion im nahen Ballungsbereich bot den Einwohnern des Ortes die Möglichkeit, dort ihr Brot zu verdienen.

Bevölkerung wächst

Der Ort hatte am Ende des Zweiten Weltkrieges knapp 800 Einwohner. In der unmittelbaren Nachkriegszeit fanden etwa 300 Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, in Oberjesingen eine neue Heimat. Ein weiterer sprunghafter Anstieg der Bevölkerung erfolgte ab dem Jahr 1968 durch die Erschließung neuer Baugebiete. Heute leben rund 2.900 Menschen in Oberjesingen (Stand: Mai 2018).

Eingemeindung

Am 1. März 1972 schloss sich Oberjesingen im Zuge der Gemeindereform an die Stadt Herrenberg an.

700-Jahrs-Feier

Im Jahr 2014 hat Oberjesingen sein 700-jähriges Bestehen mit einer großen Festmeile gefeiert. Viele Gäste aus Herrenberg, den Stadtteilen und aus der Region sind zu der Jubiläumsfeier gekommen.
Viel zu entdecken und zu bestaunen gibt es in der Hägisstraße: Hier haben Margit Schneider und Doris Dengler in drei Scheunen mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail kleine Heimatmuseen eingerichtet. Die liebevoll arrangierten Exponate zeigen eindrücklich, was das Leben und Arbeiten im alten Dorf im letzten Jahrhundert ausmachte.

Die Hägismuseen im Überblick:

  • Hägisstraße 24: Landwirtschaft (bäuerliche Arbeitsgeräte aus der Landwirtschaft und der Hausarbeit sowie Alltagsgegenstände, darunter Heugabeln, Hacken, Rechen, Milchkannen, Unterwäsche, Blechwannen)
  • Hägisstraße 27: Tierhaltung (Stall aus der Zeit um 1830 mit verschiedenen Alltagsgegenständen und Arbeitsgeräten)
  • Hägisstraße 31: Spielen, Lernen und Wohnen (Möbel, Einrichtungs- und Alltagsgegenstände aus Küche, Wohnstube und Schlafkammer sowie Spiele, Bücher, Briefe, Puppenstuben und Erinnerungsstücke an die Schule)

Besichtigungen mit Führugen

nach Vereinbarung und an einzelnen Terminen (werden hier bekannt gegeben)
In Oberjesingen gibt es zwei Kindertageseinrichtungen und eine Grundschule.

Volkshochschule Herrenberg Außenstelle Oberjesingen

www.vhs.herrenberg.de

Evangelische Kirchengemeinde Oberjesingen

www.gemeinde.oberjesingen.elk-wue.de

Katholische Kirchengemeinde Herrenberg

www.kkg-herrenberg.drs.de
Vom Sport- bis Kunstverein, vom Fasnets- bis zum Obst- und Gartenbauverein reicht die Bandbreite in Herrenberg. Sie möchten wissen, welche Vereine und Organisationen es in Oberjesingen gibt? Hier gibt es

alle Vereine im Überblick

Übrigens: Im Amtsblatt der Stadt Herrenberg informieren die Oberjesinger Vereine und Organisationen über ihre Aktivitäten.