Herrenberg in vier Stunden erleben

Hier geht es los!

Ein guter Startpunkt für eine Erkundung von Herrenberg ist der Bahnhof. Hier kommen Busse, S-Bahn und Züge aus verschiedenen Richtungen an. Wer mit dem Auto ankommt, kann im dortigen P&R-Parkhaus sein Fahrzeug abstellen. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Stadthallengelände oder in den verschiedenen Parkhäusern in der Innenstadt. Auf dem Bahnhofsvorplatz fällt gleich ein großes Kunstwerk auf: „Zwickmühle“ von Ingrid Hartlieb – dieses Kunstwerk ist der Beginn des Jerg Ratgeb Skulpturenpfads. Auf dem Weg durch die Stadt können die Gäste immer wieder Objekte dieses Pfads entdecken.

www.skulpturenpfad-herrenberg.de

„Zwickmühle“ von Ingrid Hartlieb

Sie haben Lust auf mehr?


Sakrale Glaskunst bewundern

Wer sich für Kirchen und deren Kunstwerke interessiert, sollte vor der Erkundung der Altstadt einen Blick in die nahegelegene St. Josefskirche, Walter-Knoll-Straße 11, werfen: Dort befindet sich ein sakraler Schatz: Professor Albert Birkle, international bekannter Maler und Gestalter von Wand- und Kirchengemälden, hat hier im Jahr 1933 ein monumentales Kirchenfenster mit dem Titel „Christus in der Glorie des himmlischen Jerusalems“ geschaffen: sehr beeindruckend!

Chorfenster von Professor Albert Birkle

Unterwegs: Hommage an Persönlichkeiten

Über Bahnhofsstraße und Horber Straße geht es in Richtung Altstadt: Dazu muss große Kreuzung – Reinhold Schick Platz – überquert werden. Am einfachsten geht es durch die Unterführung. Ein kurzer Abstecher der Seestraße entlang bis zur Küfergasse lohnt sich. Dort steht das Kunstwerk „Pendelschlag“ – eine Hommage an die Herrenberger Persönlichkeiten Johann Andreae, Jerg Ratgeb sowie Heinrich und Wilhelm Schickhardt. 

„Pendelschlag“ - Hommage an die Herrenberger Persönlichkeiten

Hinauf zum Marktplatz!

Nun hat der Gast die Qual der Wahl: Unterschiedliche Wege, Gassen, Staffeln mit Fachwerkhäusern, aber auch zeitgenössische Architektur, führen hinauf zum Marktplatz. Unterwegs können Einkäufe erledigt oder eine Kaffeepause eingelegt werden. Der Hauptzugang zum Marktplatz ist die Bronngasse, aber es gibt jede Menge Alternativen auf beiden Seiten! Übrigens: An sehenswerten Gebäuden sind Infotafeln angebracht, mittels QR-Code können vertiefte Infos abgerufen werden. Und: Auf dem Marktplatz gibt es öffentliches, freies WLAN!

Marktplatz digital

Ehrenamt im Klosterhof

In der Mitmachstadt Herrenberg wird bürgerschaftliches Engagement groß geschrieben. Platz, Raum und Ansprechpartner für die vielfältig in Herrenberg Engagierten bietet das offene Bürgerhaus Klosterhof, Bronngasse 13.

Einfach reinschauen und sehen, was Ehrenamtliche in Herrenberg auf die Beine stellen!

Treff im Klosterhof

Im Herzen der Stadt angekommen

Der Marktplatz bildet das Zentrum der Altstadt. In drei Gebäuden ist hier die Herrenberger Stadtverwaltung zu Hause. Der Marktbrunnen mit Löwensäule stammt aus dem Jahr 1681. Dienstags und samstags werden auf dem Wochenmarkt Gemüse, Obst, Fleischwaren und einiges Mehr angeboten. Spätestens hier ist eine Verschnaufpause in einem der Cafés angesagt! Jedes Jahr im Juli verwandelt sich der Marktplatz zum Kulturfestival Sommerfarben in eine Freiluftbühne. 

Marktplatz

Stadtgeschichte im Fruchtkasten

Am Ende der Tübinger Straße steht eines der markantesten Gebäude von Herrenberg: Der Stiftsfruchtkasten. Das ehemalige Lagergebäude wurde in den Jahren 1683/84 errichtet, sein Fachwerk ist reich ornamentiert. Aktuell führt der Fruchtkasten noch ein Schattendasein: Im Inneren befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt, das Museum hat jeden letzten Sonntag im Monat geöffnet. Die Zukunft des Gebäudes steht aktuell auf der Agenda des Gemeinderats.

Stadtgeschichte im Fruchtkasten

Sitzungsort des Gemeinderats

Über die Stuttgarter Straße, durch das Einkaufszentrum Nufringer Tor hindurch, erreicht man die Alte Turnhalle: Ein großes Fachwerkgebäude, welches heute als Veranstaltungsstätte dient. Wer sich für Kommunalpolitik interessiert: Hier tagen regelmäßig der Herrenberger Gemeinderat und seine Ausschüsse und fassen ihre Beschlüsse.

Die alte Turnhalle

Kunst, Glocken und Carillon in der Stiftskirche

Es geht noch weiter nach oben: Über dem Marktplatz thront die gewaltige Stiftskirche, das Wahrzeichen Herrenbergs, welches auf der Fahrt in die Stadt schon von weitem zu sehen ist. Von den Einheimischen liebevoll „Glucke vom Gäu“ genannt, steht die erste gotische Hallenkirche Württembergs auf rutschigem Untergrund – jedes Jahr rückt sie um einen Millimeter auf die Altstadt zu. Sie beherbergt bedeutende Kunstwerke. Im Turm der Stiftskirche befinden sich das Glockenmuseum sowie ein Carillon. Glocken- und Carillonkonzerte sind ein Genuss! Vom Platz vor Stiftskirche sowie vom Turm bietet sich ein toller Ausblick auf die Stadt.

Stiftskirche

Noch weiter nach oben bis zum Schlossberg

Auf dem Schlossberg steht längst kein Schloss mehr, aber ein Aussichtsturm: Sozusagen wieder eine „Stadtetage“ höher, gibt es auch hier eine schöne Aussicht über die Stadt. Der Platz auf dem Schlossberg bietet sich etwa zum sommerlichen Picknick oder romantischen Genießen eines Sonnenuntergangs an. Weiter ist dort mit „Kopfkeil I“ übrigens die letzte Station des Jerg Ratgeb Skulpturenpfads. Ende Juli/Anfang August finden dort die Sommerkinonächte statt.

Schlossberg

Als Zugabe: Schönbuchturm

Wer jetzt noch genügend Energie und Ausdauer hat, kann vom Schlossberg aus bis zum im Jahr 2018 eingeweihten Schönbuchturm weiter wandern: Vorbei an Streuobstwiesen führt der Weg zum alten Rain mit dem Waldseilgarten, es folgt das Naturfreundehaus (Einkehrmöglichkeit). Von dort sind es nur noch wenige Meter bis zum 30 Meter hohen Turm, der einen beeindruckenden Rundumblick bietet – Schwindelfreiheit ist gefragt! Für Familien interessant: Das Wildtiergehege beim Waldfriedhof auf der anderen Straßenseite.

www.schoenbuch-heckengaeu.de

Schönbuchturm

Tipp für heiße Tage: Sommerliche Abkühlung

Im Sommer kann Herrenberg mit einer Besonderheit aufwarten: Erfrischung und Abkühlung verspricht das Naturfreibad (beim Schulzentrum Längenholz, Längenholz 3-4). Von der Innenstadt aus in etwa 15 Minuten zu Fuß zu erreichen oder mit dem Bus ankommen. Hier können die Gäste in biologisch aufbereitetem Wasser ihre Runden ziehen. Sprungturm, Kletterfelsen und Wellenrutsche sorgen für Abwechslung.  Für die Kleinsten steht ein abwechslungsreicher Kinderbereich mit Sprudlern, Rutsche, Bachlauf und Matschspielplatz zur Verfügung.

Naturfreibad Herrenberg

Naturfreibad