NABU – Naturschutzbund Deutschland, Gärtringen-Herrenberg-Nufringen

Wer wir sind:

„Wir im NABU Gärtringen-Herrenberg-Nufringen sind Teil des größten deutschen Naturschutzvereins und setzen uns für die Belange von Mensch und Natur hier vor Ort ein. Als Gemeinschaft von Ehrenamtlichen betreuen wir zahlreiche Projekte für gefährdete Tier- und Pflanzenarten und pflegen aktiv ihre Lebensräume. Wir beraten und informieren unsere Mitmenschen und gestalten den Weg zu einer in allen Bereichen nachhaltigen Zukunft mit.“


Was wir wollen:

„Klimaschutz ist für uns ein elementares Anliegen, da ein fortschreitender Klimawandel eine große Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen bedeutet. Klimaschutzmaßnahmen müssen die Belange des Natur- und Artenschutzes mitberücksichtigen, denn der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine ebenso große Bedrohung für die Menschheit wie der Klimawandel. Wir wollen eine breite Öffentlichkeit von der Wichtigkeit und Dringlichkeit des Klima- UND Naturschutzes überzeugen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Wiederherstellung von vielfältigen Lebensräumen in der Kulturlandschaft, der Schutz der CO2-speichernden Ressourcen Boden und Wald sowie der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft liegen uns am Herzen.“


Unsere Vision:

„Durch eine konstruktive Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Privatpersonen hat Herrenberg seine Klimaschutzziele bereits deutlich früher erreicht und besitzt überregionalen Vorbildcharakter. Die Wertschätzung von und Nachfrage nach regional erzeugten und fair bezahlten Lebensmitteln haben zur Verankerung ökologischer Prinzipien in der Ausbildung und Praxis der Landwirtschaft geführt, unter anderem: artgerechte Weidetierhaltung, Humusaufbau, Naturschutzflächen, Landschaftspflege. Die konsequente Förderung des Artenschutzes hat für Strukturreichtum in der Landschaft gesorgt und die biologische Vielfalt gesteigert, das Mikroklima verbessert und den Erholungswert für die Bevölkerung verbessert. Das große innerörtliche Potential von Photovoltaik und Solarthermie wurde ausgeschöpft, sodass ein bedeutender Anteil an der Energie- und Wärmeversorgung Herrenbergs durch diese Technologien bereitgestellt wird.“


Worauf es ankommt:

  • „Durch den Konsum biologischer Lebensmittel und die starke Reduktion tierischer Produkte wird der mit ökologischer Landwirtschaft einhergehende Erhalt von Bodengesundheit und Artenvielfalt maßgeblich gefördert.“
  • „Negative Auswirkungen auf die Biodiversität, wie zum Beispiel durch den großflächigen Anbau von Biomasse, gilt es im Klimafahrplan zu verhindern, da dies in Flächenkonkurrenz zur naturverträglichen Lebensmittelproduktion und zum Naturschutz steht.“
  • „Die Stadt Herrenberg übernimmt durch den konsequenten Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden und versiegelten Flächen, wie Parkplätzen, eine Vorbildfunktion und schafft Anreize für private Hausbesitzer.“


Mehr Klimaschutz heute:

  • „Sämtliche städtische Einrichtungen sollten in ihren Kantinen vorwiegend Bioprodukte aus der Region mit vielfältigen vegetarischen Angeboten auf dem Speiseplan haben.“
  • „Die Organisation von Landwirtschaftstagen, bei denen Landwirte aus der Region ihre Arbeit und ihre Produkte vorstellen, ermöglichen eine persönliche Beziehung zwischen Verbrauchern und Erzeugern und fördern die lokale Vermarktung.“
  • „Neben der Bepflanzung gemeindeeigener Flächen mit mehrjährigen heimischen Wildpflanzen wirken sich besonders die fachgerechte regelmäßige Heckenpflege und das Freistellen zugewachsener Offenlandbiotope mit energetischer Nutzung des Schnittguts positiv auf Klima- und Artenschutz aus.“

NABU - Vorstand

Der Vorstand des NABU Gärtringen-Herrenberg-Nufringen, von links: Ulrike Kuhn, Richard Rothermel, Carmen Rothermel, Yannick Mauch.