Klimaheld

Schulen: Fährst Du noch oder läufst Du schon?


Wie kommst Du in die Schule? Kleine Kinder werden ab jetzt zu großen Klimahelden: Wer geht bewegt!


Das riesige Einsparpotential liegt im Benzinverbrauch, der besonders auf Kurzstrecken sehr hoch ist und Elterntaxis verstopfen nicht länger die Plätze vor den Schulen. Deshalb wird in Herrenberger Schulen spannend: im Pilotprojekt „Klimaheld – Wer geht bewegt“bekommen Eltern und Schüler von zweiten und dritten Klassen Besuch und lernen spielerisch und altersgerecht die Zusammenhänge zwischen Erderwärmung, Treibhauseffekt und unserem Energieverbrauch und Verhalten kennen. Eiswürfelexperiment inklusive.

Flyer zum Projekt Klimaheld - Wer geht bewegt (PDF)

Rückblick

Klimahelden an der Grundschule Oberjesingen


Seit Greta Thunbergs Rede bei der UN-Klimakonferenz machen sich Schülerinnen und Schüler jeden Freitag für den Klimaschutz stark. Wie einfach man CO2 Emissionen einsparen kann, zeigt auch ein Projekt an der Grundschule Oberjesingen, das die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt, Anika Junge, begleitet hat. Entwickelt wurde das Projekt von einem Singener Planungsbüro.
 
Stephanie Esch, Stadtplanerin mit dem Schwerpunkt Mobilitätsmanagement und Klimaschutzprojekte besucht für drei Wochen (8. bis 22. Mai) die Schulklassen 2 und 3 an der Oberjesinger Grundschule. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt im Bereich klimafreundlicher Mobilität, da gerade im Verkehrssektor die CO2-Emissionen besonders hoch sind. In je drei Doppelstunden erklärt Esch die Klimazonen und das Konzept der Erderwärmung und veranschaulicht das Thema mit Experimenten. Dabei werden die Kinder auf eine Zeitreise mitgenommen und begegnen Mobilitäts- und Umweltverhältnissen aus früheren Jahrhunderten.
 
In dem Spiel „1 ,2, oder 3 – Was verbraucht das meiste CO2?“ können die Schüler ihr Wissen unter Beweis stellen und Klimapunkte sammeln. Klimapunkte bekommen die Kinder auch, wenn sie Strecken, wie bespielsweise den Schulweg, nicht mehr mit dem Auto, sondern einer klimafreundlichen Alternative zurücklegen. „Selbst den Kindern, die ja schon viele Wege laufen oder mit Rollern fahren, fallen viele Ideen ein, wie sie und ihre Familien mehr CO2 einsparen können“, stellt Stephanie Esch fest. Eltern werden vorab im Rahmen eines Elternabends geschult, wie sie den Klimaschutz und ihre Kinder während des Projekts unterstützen können.
 
Ein Projekt, viele Vorteile
Entwickelt wurde das Projekt von dem Planungsbüro “raumstadt architektur” aus Singen. Es handelt sich um ein umfassendes pädagogisches Konzept, das mit allen Sinnen der Kinder arbeitet. „Umweltbewusstes Verhalten ist ein wichtiger Faktor um Klimaschutz erfolgreich voranzubringen und je früher jeder einzelne damit anfängt, umso besser für das Klima“, sagt Klimaschutzmanagerin Anika Junge. Die Kinder profitierten gleich mit, denn mit dem selbstständigen Gang zur Schule oder im Wohnumfeld erlernen sie auch das richtige Verhalten im Verkehr. Stephanie Esch betont, „eine schrittweise Eingewöhnung an die Verkehrswelt ist enorm wichtig für Kinder. Fehlt die Praxis als Fußgänger, sind junge Fahrrad-Fahrende später häufig überfordert.“ Die Bewegung nach einem Schultag im Sitzen und der soziale Aspekt mit Freunden nach Hause zu laufen, wirken sich zusätzlich positiv aus.
 
„Es freut mich sehr zu sehen, wie gut das Kilmaheldkonzept ankommt und wie motiviert die Kinder sind, sich für den Klimaschutz zu engagieren“, sagt Anika Junge, die die Aktion begleitet. Nach dem Pilot-Schuljahr 2018/2019 in Herrenberg, soll das Angebot künftig ausgeweitet werden. Ziel ist es, für 2019/2020 die doppelte Anzahl an Schulklassen in das Projekt aufzunehmen. Interessierte Schulen können sich gerne an die Klimaschutzmanagerin direkt wenden:  
Anika Junge, Leitung Stabsstelle für Klimaschutz, Telefon 07032 924-366, E-Mail a.junge@herrenberg.de
 
Weitere Infos auch unter: www.herrenberg.de/klimaheld
 
Projekt Klimaschutz Grundschule Oberjesingen
Klimaschutz im Unterricht: Viele Ideen hatten die Oberjesinger Schülerinnen und Schüler, um Kohlendioxid einzusparen.