Häufig gestellte Fragen zum Thema 'Fragebogen'

Ja, Sie sind dazu verpflichtet, den Fragebogen innerhalb der angegebenen Frist auszufüllen und an die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses zurückzusenden. Wir als Gutachterausschuss sind verpflichtet, die Kaufpreissammlung zu führen und die Bodenrichtwertkarten zu erstellen. Sie als Eigentümer sind verpflichtet, uns die hierfür notwendigen Informationen zukommen zu lassen. Die Befugnisse des Gutachterausschusses richten sich nach § 197 Baugesetzbuch (BauGB). Hieraus geht hervor, dass der Gutachterausschuss von den Eigentümern eines Grundstücks verlangen kann, die zur Führung der Kaufpreissammlung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Damit Sie uns möglichst einfach die notwendigen Informationen zukommen lassen können, haben wir einen Fragebogen erstellt.
Sollten Ihnen nicht alle Informationen zu den gestellten Fragen vorliegen, bitten wir Sie, diese entsprechend einzuholen. Sollte dies nicht möglich sein, bitten wir darum, dass Sie dies an der entsprechenden Stelle im Fragebogen notieren (z.B. „nicht bekannt“). Grundsätzlich gilt für das Ausfüllen des Fragebogens, dass Sie die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen machen sollten.
Die Aufgaben und Befugnisse des Gutachterausschusses richten sich grundlegend nach den §§ 192 ff. Baugesetzbuch (BauGB). Gemäß § 195 Abs. 1 Satz 1 BauGB sind Notare dazu verpflichtet, dem Gutachterausschuss eine Abschrift der Kaufverträge zuzusenden.
Grundlegend ist die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses dafür zuständig, den Immobilienmarkt des zugeordneten Gebietes für die Allgemeinheit transparent zu machen. Dies erfolgt über die Bodenrichtwertkarte sowie den Grundstücksmarktbericht.
Die Aufgaben des Gutachterausschusses sind laut §193 BauGB unter anderem folgende:
- Führung und Auswertung der Kaufpreissammlung
- Ermitteln der Bodenrichtwerte und Veröffentlichung der Bodenrichtwertkarte
- Ausfertigung von Verkehrswertgutachten
Um diesen Aufgaben nachkommen zu können, senden wir nach Erhalt eines Kaufvertrages den Käufern ein Anschreiben mit Hinweis auf unseren Fragebogen zu.
Der Fragebogen wird benötigt um festzustellen, welcher Anteil des Kaufpreises auf das Objekt (z.B. Haus oder Wohnung) und welcher Anteil auf den Grund und Boden entfällt. So werden im Fragebogen vor allem Fragen zur Ausstattung des Objektes gestellt, da diese nicht klar aus dem Kaufvertrag hervorgehen, aber den Wert des Objektes entscheidend beeinflussen können. Dieser höhere Wert des Objektes muss dann aus dem Gesamtkaufpreis herausgerechnet werden um festzustellen, wie viel Wert der Boden (das Grundstück) letztendlich hat (§ 196 Absatz 1 Satz 2 BauGB). Die somit ermittelten Bodenwerte sind wichtige Parameter bei der Festlegung der neuen Bodenrichtwerte in der Bodenrichtwertkarte. Das geschieht rückwirkend zu jedem geraden Kalenderjahr (Stichtag 31.12.).
Die Bodenrichtwertkarten finden sie hier.
Durch die Daten, die der Gutachterausschuss sammelt und analysiert, wird die Transparenz am Immobilienmarkt gewährleistet. Sie können sich somit über unsere Webseite oder bei unserer Geschäftsstelle über die aktuellen Bodenpreise informieren. Da unsere Angaben in der Bodenrichtwertkarte bzw. im Grundstücksmarktbericht auf den tatsächlich stattgefundenen Kauffällen basieren, erhalten Sie einen sehr guten Einblick in die Marktgeschehnisse.
Grundlegend ist es nur bei Kaufverträgen über Wohnungen oder bebaute Grundstücke erforderlich, dass die Käufer angeschrieben werden, um neben dem Kaufvertrag objektspezifische Informationen zu ergänzen. Die Durchführung der Prozesse der einzelnen Gutachterausschüsse unterscheidet sich von Geschäftsstelle zu Geschäftsstelle. Nach Zusammenschluss der Gutachterausschüsse der Gemeinden Bondorf, Deckenpfronn, Gärtringen, Gäufelden, Herrenberg, Jettingen, Mötzingen und Nufringen am 1. Mai 2020 zum Gemeinsamen Gutachterausschuss Oberes Gäu wurden auch die Prozesse vereinheitlicht. Vor dem Zusammenschluss haben die Gemeinden unterschiedlich gearbeitet und zum Teil nicht bei allen Immobilienverkäufen die Käufer angeschrieben. Zudem kommt es bei Neubauprojekten häufig vor, dass die entsprechenden Daten direkt vom Bauträger angefragt werden, sodass die Käufer der einzelnen Wohnungen nicht mehr angeschrieben werden müssen.
Ihre Daten werden den Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechend behandelt. Folgende personenbezogene Daten werden von uns erhoben:
- Vorname, Nachname und Adresse
- Geburtsdatum
- Urkundennummer des Kaufvertrags
- Adresse und Flurstücksnummer des Kaufobjekts
Empfänger der personenbezogenen Daten sind ausschließlich die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle Gemeinsamer Gutachterausschuss Oberes Gäu.
Ihre Angaben aus dem Fragebogen sowie die Abschrift des Kaufvertrages werden vier Jahre aufbewahrt und in einem abgeschlossenen Raum gelagert.
In der Bodenrichtwertkarte sowie im Grundstücksmarktbericht sind alle Angaben verallgemeinert bzw. anonymisiert, sodass Rückschlüsse auf bestimmte Personen und Grundstücke unmöglich sind.
Nein, der Gutachterausschuss erhebt hierfür keine Kosten. Sollten Sie jedoch nach mehrmaliger Aufforderung den Fragebogen nicht ausgefüllt an die Geschäftsstelle zurücksenden, so kann ein Bußgeld gegen Sie erhoben werden.
Der ausgefüllte Fragebogen gilt lediglich als Basis für die Auswertung der Kaufpreissammlung und die Ableitung der Bodenrichtwerte. Es wird anschließend kein Verkehrswertgutachten für Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung erstellt.
Sollten Sie ein Verkehrswertgutachten für Ihr Haus, Ihre Wohnung oder Ihr unbebautes Grundstück benötigen, so können Sie einen Antrag auf Erstattung eines Verkehrswertgutachtens bei uns einreichen. Für die Erstellung eines solchen Gutachtens werden dann detaillierte Unterlagen benötigt. Außerdem werden üblicherweise zwei Besichtigungen des Objektes durchgeführt. Die Erstellung eines Verkehrswertgutachtens ist für den Antragsteller kostenpflichtig.
Alle Informationen zum Verkehrswertgutachten sowie zur Gebührenhöhe finden sie hier
Nein, nach Auswertung des Fragebogens erfolgt keine Rückmeldung an den Eigentümer. Wir bitten Sie zu beachten, dass auch auf Rückfrage eine Auskunft nicht erteilt werden kann.
Sollten Sie den Wert Ihrer Immobilie ermittelt haben wollen, können Sie gerne   einen Antrag auf Erstattung eines Verkehrswertgutachtens bei uns einreichen. Alle Informationen zum Verkehrswertgutachten sowie zu der Gebührenhöhe finden sie hier.
Ja, Sie müssen die Angaben trotzdem machen, da der Kaufvertrag beurkundet wurde.