Sanierungsgebiet Ortskern Mönchberg

Im September 2014 wurde Mönchberg in das baden-württembergische Landessanierungsprogramm 2010 aufgenommen. Grund war die geringe Dynamik der Dorfentwicklung, das Wegbrechen einer eigenen Versorgungsinfrastruktur und das Fehlen einer größeren Flächenentwicklung außerhalb des Ortes aus topographischen und naturräumlichen Gründen. Das Landessanierungsprogramm stellt zunächst für acht Jahre 1,5 Mio € für den Ortskern zur Verfügung. Im September 2014 beschloss der Gemeinderat die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes ‚Ortskern Mönchberg‘ und legte die Grundsätze für die Förderung von Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen fest. Die STEG (Stadtentwicklung GmbH) aus Stuttgart wurde zuvor von der Stadt Herrenberg beauftragt, die Vorbereitenden Untersuchungen zur Ortskernsanierung von Mönchberg durchzuführen.
Im Mai 2015 stimmte der Ortschaftsrat Mönchberg in einem Beschluss der Erstellung eines Quartierskonzepts für den Bereich Bergstraße durch die STEG zu. Das vorgelegte Maßnahmenkonzept sieht unter anderem vor: Abbruch von leerstehenden Gebäuden aufgrund von Mängeln; Grundstücksneuordnung; Schaffung von neuen Bauplätzen; Schließung von Baulücken; Modernisierung und Sanierung des Wohnungsbestands; maßvolle und ortsbildende Nachverdichtung; Ausbau von Fußwegverbindungen. Ein erstes Baugesuch wird in diesem Frühjahr erwartet.
Als Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Hand sind die Baumaßnahmen im Bereich der Benzinger Straße, der Brühlstraße sowie eine Umgestaltung der Freifläche vor dem Friedhof in Obermönchberg vorgesehen. Die Umbaumaßnahmen in der Benzinger Straße konnten bis Jahresende 2019 nahezu abgeschlossen werden. Die Brühlstraße konnte bereits umgebaut werden. Alternativüberlegungen für die Umgestaltung des Platzbereiches vor dem Friedhof wurden dem Ortschaftsrat zur Beratung vorgelegt. Der Ortschaftsrat hat sich entschieden diese Maßnahme zurückzustellen, dafür in der Ortsmitte am Dorfplatz gestalterisch tätig zu werden. Hierzu sind entsprechende Planungen zu erstellen und zur Entscheidung den Gremien vorzulegen.
Auch unter dieser neuen Priorisierung ist die Sanierung der Friedhofsmauer zwingend erforderlich.

Link zu Drucksache 2014-191