Breitbandausbau: Investition in die Zukunft

Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an schnellen Internetverbindungen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, ist es grundsätzlich erforderlich, die bestehende Breitbandversorgung durch Glasfaser-Hausanschlüsse zu verbessern. Stadt und Stadtwerke sind diesbezüglich regelmäßig in Kontakt mit diversen Internet-Providern bzw. Netzbetreibern sowie mit dem Landkreis, um Möglichkeiten zum Breitbandausbau zu erschließen. Aktuell kooperiert die Stadt Herrenberg mit zwei Anbietern, die beide angekündigt haben im Jahr 2022 Glasfaseranschlüsse in Teilen Herrenbergs zu realisieren.

Informationen zum Glasfaserangebot der Telekom

www.telekom.de


Informationen zum Glasfaserangebot der Deutsche Glasfaser

www.deutsche-glasfaser.de


Aktuelle Bandbreite reicht nicht

Der überwiegende Teil der Herrenberger Wohngebiete ist über VDSL der Telekom oder einen Kabelanschluss von Unitymedia mit durchschnittlichen Datenraten im Internet versorgt. Welche Bandbreiten und Techniken für die Datenübertragung zur Verfügung stehen zeigt der Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur anhand von interaktiven Karten.

Zum Breitbandatlas

www.bmvi.de


Voraussetzungen in einigen Neubaugebieten bereits geschaffen

In größeren Neubaugebieten in Herrenberg („Appenhaldenweg“ in Mönchberg, „An der Raingasse“ in Affstätt und „Unten im Dorf“ in Kayh) wurde in den vergangenen Jahren bei der Erschließung eine entsprechende Glasfaser-/Leerrohr-Infrastruktur von den Stadtwerken mitverlegt, welche auch in Zukunft hohe Datenraten beim Internet ermöglicht.

Ausbau in nördlichen Stadtteilen steht kurz bevor


In einer Pressemitteilung weißt das Unternehmen Deutsche Glasfaser darauf hin, dass Affstätt, Kuppingen und Oberjesingen durch mit schnellem Internet versorgt wird. Nachdem sich über 33 Prozent der Haushalte während der Nachfragebündelung für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, steht der Ausbau kurz bevor schreibt die Deutsche Glasfaser.

Während dieser Bauphase können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger immer noch für einen Glasfaseranschluss entscheiden, indem sie einen Auftrag bei Deutsche Glasfaser abschließen. Dadurch wird die Glasfaser nicht nur bis zur Grundstücksgrenze verlegt, sondern direkt bis ins Haus. Der Glasfaseranschluss ist bei Auftragserteilung während der Bauphase kostenlos, schreibt das Unternehmen. Sofern sich die Bürgerinnen und Bürger erst nach Abschluss der Bauarbeiten für einen Anschluss entscheiden, fallen Kosten an. Diese werden individuell überprüft und betragen mindestens 750 Euro. Derzeit bietet Deutsche Glasfaser die Möglichkeit an, sich persönlich im eigenen zuhause über den Glasfaseranschluss informieren zu lassen. Weitere Informationen und Kontaktdaten hat das Unternehmen online unter www.deutsche-glasfaser.de/herrenberg-nord zu finden.

Pressemitteilungen

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Fragen & Antworten

Die Kosten- und Tarifkalkulation liegt in den Händen der Anbieter. Auf die Preisgestaltung haben Stadt und Stadtwerke keinen Einfluss. Beide Anbieter haben angekündigt, die Hausanschlüsse für ihre Vertragskunden in der Ausbauphase kostenlos anzubieten.
Es gibt verschiedene Verlegearten. Welche davon genutzt wird, hängt von den individuellen örtlichen Gegebenheiten ab. Am geringsten ist der bauliche Aufwand bei einer Kernbohrung. Dabei wird mit einer Erdrakete vom Keller aus in den Straßenbereich vorgedrungen und es ist kein Aufriss an der Hauswand nötig. Details müssen zwischen Kunde und Anbieter verabredet werden.
Die kurze Strecke zwischen dem Glasfaser-Hausanschluss und dem Router kann über Kupferkabel erfolgen. Damit sind Datenvolumen von bis zu 10 GB möglich. Die Verlegung von Glasfaser im eigenen Haus können Eigentümer bei Elektro-Fachunternehmen beauftragen.
Wie jede Technologie kann die Glasfaser Defekte haben. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass Glasfasern auch nach 15 bis 20 Jahren noch gut funktionieren. Zum Schutz der Fasern werden Glasfasern in schützende Kunststoffrohre eingeblasen. Wenn die Leistung abnimmt, können diese Leitungen ausgetauscht werden. Zumeist werden beim Ausbau mehrere Glasfaserstränge verlegt, sodass in der Regel eine zweite Faser als Alternative zur Verfügung steht.
Die Stadtwerke Herrenberg konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenz - die Versorgung mit Gas und Wasser. Die Investitionshöhe für den Glasfaserausbau bildet eine weitere Hürde. Für den Breitbandausbau mit Glasfaser müsste zudem zunächst das erforderliche Fachpersonal aufgebaut werden. Für einen raschen Ausbau setzen die Stadtwerke daher in ihrer Strategie auf die Kooperation mit privatwirtschaftlichen Anbietern, die bereits in den Startlöchern stehen und einen zügigen Ausbau versprechen.