Breitbandausbau: Investition in die Zukunft

Der überwiegende Teil der Herrenberger Wohngebiete ist über VDSL der Telekom oder einen Kabelanschluss von Unitymedia mit durchschnittlichen Datenraten im Internet versorgt (20 Mbit/s im Downstream). Es gibt aber auch noch Bereiche in Wohn-  und Gewerbegebieten, welche bezüglich der Datenrate nach heutiger Sicht unterversorgt sind. Die Anschlussleitung besteht in den meisten Fällen noch aus Kupferdrähten (Telekom) oder aus Kupfer-Koaxial-Kabeln (Unitymedia). Besonders die Zwei-Draht-Kupferleitungen der Telekom sind technisch nicht für zukünftige Bit-Raten auf Gigabit-Level ausgelegt.

Glasfaserausbau: Stadt und Stadtwerke ziehen an einem Strang

Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an schnellen Internetverbindungen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, ist es grundsätzlich erforderlich, die bestehende Breitbandversorgung durch Glasfaser-Hausanschlüsse zu verbessern. Stadt und Stadtwerke sind diesbezüglich regelmäßig in Kontakt mit diversen Internet-Providern bzw. Netzbetreibern sowie mit dem Landkreis, um eventuelle Möglichkeiten zum Breitbandausbau zu prüfen.

Voraussetzungen in einigen Neubaugebieten bereits geschaffen

In größeren Neubaugebieten in Herrenberg („Appenhaldenweg“ in Mönchberg, „An der Raingasse“ in Affstätt und „Unten im Dorf“ in Kayh) wurde in den vergangenen Jahren bei der Erschließung eine entsprechende Glasfaser-/Leerrohr-Infrastruktur von den Stadtwerken mitverlegt, welche auch in Zukunft hohe Datenraten beim Internet ermöglicht.

Region Stuttgart und Telekom haben Absichtserklärung unterzeichnet

Ein Glasfaserausbau in dieser Form ist in Bestandsgebieten aufgrund der hohen Tiefbaukosten nur in Ausnahmefällen möglich. Es besteht jedoch die Aussicht auf eine Verbesserung bzw. auf einen Ausbau der Breitbandversorgung in den kommenden Jahren (vorzugsweise mit Glasfaser): Neben erweiterten und vereinfachten Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern haben Mitte 2018 die Telekom und die Region Stuttgart eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der in zeitlichen Stufen bis 2030 ein nahezu flächendeckender Glasfaserausbau und ein Ausbau der zukünftigen 5G-Funktechnik in Stuttgart und den fünf angrenzenden Landkreisen angestrebt wird. Dafür sollen insgesamt 1,6 Milliarden Euro bereitgestellt werden (1,1 Milliarde Euro von der Telekom).