Projektepool

Maibaum-Tradition in Kuppingen


Aufstellung des Maibaums in Kuppingen
Schon vor längerer Zeit fragte der Ortschaftsrat Kuppingen beim TSV Kuppingen an, ob es möglich wäre, einen Maibaum zu stellen, wie schon vor 80 Jahren. Damals stand auf dem Kuppinger Marktplatz ein Maibaum nach alter traditioneller Art, d.h. alle ansässigen Vereine waren mit einem Wappen am Baum vertreten. Die Abteilungen Tennis und Fußball des TSV Kuppingen bewirten seit zwei Jahren miteinander die Hocketse zum Maibaumstellen und beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Herrenberger-Projekte-Pool der Koordinierungsstelle Bürgerengagement und der Vereinsgemeinschaft Kuppingen e.V.  dieses gemeinschaftsstiftende Projekt in Angriff zu nehmen. Alle Kuppinger Vereine und Institutionen wurden angeschrieben und über das Projekt informiert. Die Resonanz war mehr als positiv. Aufgrund der finanziellen Unterstützung aus dem Herrenberger Projekte-Pool hielten sich die Ausgaben erfreulicherweise in angemessenen Grenzen. Das Projekt konnte starten.

Zuerst mussten natürlich verschiedene Entscheidungen getroffen werden: Wie soll der Baum generell aussehen? Wie hoch wird er?  Wie wird er gestellt?  Wie sieht seine Krone aus? Wie sehen die Schilder am Baum aus? Viele Fragen, doch eine Lösung wurde rasch gefunden. In Form von einem Wappen wurde von der Firma INTRADA pro Verein und Institution ein Schild angefertigt. Natürlich mussten im Vorfeld die entsprechenden Logos eingeholt und angepasst werden. Die Anfertigung der Halterungen für die Schilder und des gesamten Baumes wurden an die Firma Metallmanufaktur Zinser vergeben. Der Baum war schon kurz nach den ersten Besprechungen mit dem Förster ausgesucht und geschlagen worden. Unter Mitarbeit eines Vereinsmitgliedes der Alphornbläser wurde der Baum gerebbelt und später bei der Firma Dengler Fensterbau gelagert.

Von dort wurde nun am Samstag, 29.04.2017 der Maibaum von ca. 20 TSV’lern auf den Marktplatz getragen. Aus sicherheitstechnischen Gründen sollte der Baum bereits am Samstag gestellt werden. Eine kluge Entscheidung, denn das Aufstellen war dann doch eine größere Aktion. Durch die Baumkrone, den Kranz und den Halterungen mit Schildern war es schwierig den Baum mit Schwalben, mit Zuhilfenahme eines Gabelstaplers und natürlich mit Manneskraft in die Senkrechte zu bringen. Nach über einer Stunde stand der Baum und manchem Zuschauer fiel ein Stein vom Herzen.

Zu der offiziellen Einweihung am Sonntag, 30.04.2017 waren alle Kuppinger Bürger*innen, die Vereinsgemeinschaft Kuppingen e.V., das Herrenberger Projekte-Pool-Team und alle Sponsoren per Anschreiben, Flyer und über ausgehängte Plakate eingeladen. Pünktlich um 14.00 Uhr füllte sich der Markplatz mit den ersten Gästen. Auch die Bewohner des Stephanus-Stiftes konnten kurz nach 14.30 Uhr ihren reservierten Platz im Zelt einnehmen. Um 15.00 Uhr begrüßte auf dem Marktplatz der Musikverein Kuppingen mit dem ersten Musikstück die Gäste. Nach technischen Problemen, hier fand die Feuerwehr Kuppingen eine Lösung, konnte um 15.30 Uhr der Ortsvorsteher, Markus Speer, seine Ansprache zu der offiziellen Einweihung des traditionellen Maibaumes halten. Sein Lob ging nicht nur an die Verantwortlichen der Maibaum-Projektgruppe sondern vor allem auch an die Vereinsgemeinschaft Kuppingen e. V., die mit viel Engagement nicht nur das Vereins- sondern auch das Gemeindeleben bereichern. Von jedem Verein und jeder Institution konnte Markus Speer ein Highlight nennen und sein Dank ging an die vielen Verantwortlichen und Ehrenamtlichen, die sich immer wieder oder dauerhaft für ihren Verein oder die Gemeinde einbringen.

Als Symbol für Freundschaft und ein gutes Miteinander soll nun auch der Maibaum mitten im Ort stehen.  Im Anschluss ging die Einweihungsfeier nahtlos in ein gemütliches Beisammensein über. Bei herrlichem Sonnenschein und mit Pommes, Roter Wurst, einem Glas Wein oder Bier war unter dem Maibaum mächtig viel los. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren und viele aus den Vereinen und Institutionen saßen bis in den Abend hinein beieinander, haben gefeiert, konnten sich kennenlernen und austauschen. 

Author: Wolfgang Strohäker