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Gewaltfrei Lernen – Wie der alltägliche Streit ohne Gewalt begegnet werden kann


Kinder bei Übungen zum gewaltfreien LernenSeit 2012 beantworten die LehrerInnen und ErzieherInnen der Pfalzgraf-Rudolf-Schule, diese Frage mit Hilfe des pädagogischen Konzeptes „Gewaltfrei Lernen" zu beantworten. „Gewaltfrei Lernen“ besteht an der Pfalzgraf-Rudolf-Grundschule aus zwei Bausteinen.
Die Klassen 1, die Grundschulförderklasse und die Vorbereitungsklassen werden in vier bis sechs Schulstunden auf alle möglichen Konflikte, die in der Schule und auf dem Pausenhof auftreten können, vorbereitet. Andreas Kustusch hat für die Jüngsten ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm dabei. In körperlichen Geschicklichkeitsspielen wird die Zusammenarbeit zwischen den Kindern gefördert. Die Jüngsten der Schule lernen spielerisch, ihre sozialen Kompetenzen, ihre Teamfähigkeit und ihre Toleranz im Streitfall einzusetzen.
Der zweite Baustein ist die „Auffrischung“. Jeden Herbst gehen die Klassen 2 bis 4 für jeweils zwei Schulstunden zusammen mit ihren KlassenlehrerInnen zu Andreas Kustusch und wiederholen die Inhalte, die sie in Klasse 1 gelernt haben. Die Kinder dürfen dabei auch aktuelle Probleme, mit denen sie in der Schule konfrontiert sind, einbringen und es wird mit ihnen geübt, welche Reaktion angemessen und hilfreich ist. Sanfte Berührungsspiele, Laufspiele ohne Anrempeln, Rollenspiele bei Beleidigungen und vieles mehr helfen den Kindern respektvoll und fair miteinander umzugehen.
Um die Nachhaltigkeit der Übungen zu gewährleisten, üben auch die LehrerInnen und alle am Schulleben beteiligten diese Strategien.
Natürlich erfordert dieses aufwändige Trainingsangebot finanzielle Förderer. Der Projekte-Pool Herrenberg hat zum wiederholten Mal das Fortbestehen dieses Projektes gefördert, wofür sich die gesamte Schulgemeinschaft der PRS herzlich bedankt.