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Vierter Streuobstaktionstag in Mönchberg und Kayh


Lokale Seccoflaschen im VerkaufBei strahlendem Herbstwetter zog es zahlreiche Besucher zum vierten Streuobstaktionstag in den Herrenberger Teilorten Mönchberg und Kayh. Es ist eine der größten Veranstaltungen dieser Art im Schwäbischen Streuobstparadies. Die rund 55 Aussteller und die Organisatoren waren hochzufrieden mit Ablauf und Erfolg dieses Events, der erneut eine tolle Bühne war für die Kulturlandschaft Streuobst und alles, was sie hervorbringt.

Einer der Haupt-Programmpunkte war die Präsentation der neuen Streuobst-Monarchinnen für den Landkreis Böblingen. Die neue Streuobstkönigin heißt Nina Krippentz und stammt aus Böblingen. Ihr zur Seite steht die neue Streuobstprinzessin, Laura Mutschler aus Weil der Stadt.

Das Programm war vielfältig, die Produkte lecker und die Veranstaltungsmeile in und rund um die beiden Ortskerne liebevoll dekoriert und für kleine und große Besucher attraktiv gestaltet. Ob Säfte, Liköre und Destillate, ob Secci, Honig und Marmeladen, viele Direktvermarkter waren mit Ihren Angeboten vor Ort. Zahlreiche Vereine und Streuobsterzeuger haben die Festgäste in verschiedenen Höfen, Scheunen und auf Plätzen mit regionalen Köstlichkeiten und eigenen Streuobsterzeugnissen verköstigt. Es gab altes Handwerk zu bestaunen: einen Schmid, der kleine Dinge wie Schüttelhaken auf Bestellung geschmiedet hat. Einen Korbmacher, einen Seiler, die ihr Handwerk vorgeführt haben. Mit alten Saftpressen gekelterter frischer Apfelsaft wurde direkt von der Presse weg verkauft. Über die Vielfalt der Insekten, Bienen sowie die Auswirkungen des Klimawandels wurden die Besucher durch Infomaterial und Gespräche mit dem Nabu Gärtringen-Rohrau informiert. Die Streuobst-Pädagogen haben ein buntes naturpädagogisches Mitmachprogramm zum Thema Pflanzenvielfalt und „was wäre wenn es keine Bestäuber gäbe“ angeboten. Die Imkerei Löffler hat mit einem Bienenschaukasten das Leben der Honigbiene am Volk selbst erklärt. Angesichts der schlechten Ernte in 2019 war das Thema „Was passiert wenn die Bestäuber oder der Regen wegbleiben“ an den Marktständen präsent und hat hier und da zu einem ausgedehnten Gespräch geführt.

Vielfalt wurde auch durch eine Obstsortenausstellung der Fachwartvereinigung dargestellt. Die Ausstellung enthielt alte Sorten der Streuobstwiesen aber auch neue klima- und krankheitsresistente Sorten, die mit den zu erwartenden Änderungen klarkommen sollten.

Die Schlossbergrind GmbH hat ihre alte Rasse präsentiert und durch ein Kuhfladenratespiel auch die jüngsten begeistert. Es wurden Schwäbisch Hallische Schweine sowie die Ziegen und Schafe zweier Schäfer, die die Streuobstwiesen rund um Mönchberg und Kayh beweiden und so zur Vielfalt durch extensive Beweidung beitragen, präsentiert.