500 Jahre Herrenberger Altar

Jerg Ratgebs Meisterwerk

Vor 500 Jahren hat der Maler Jerg Ratgeb ein Meisterwerk geschaffen: Den Herrenberger Altar mit seinen acht Tafelbildern. Dieser runde Geburtstag wurde gefeiert: Für das Jubiläum haben die Stadt Herrenberg, die Evangelische Kirche in Herrenberg und die Staatsgalerie Stuttgart gemeinsam ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zusammengestellt.  
 
Der Altar hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Zum Zeitpunkt der Entstehung insbesondere von den Auftraggebern sehr geschätzt, verlor der Altar im 19. Jahrhundert an Ansehen. Heute ist er ein bedeutendes Zeugnis außergewöhnlicher mittelalterlicher Malkunst. Seit 1890 ist der Altar in Stuttgart, seit 1924 wird das Kunstwerk in der Stuttgarter Staatsgalerie präsentiert. Eine stolze Anzahl an Programmpunkten ist zusammen gekommen: Über 40 ganz unterschiedliche Termine rund um dieses besondere Kunstwerk fanden statt – ein großer Teil davon in Herrenberg, aber auch in die Stuttgarter Staatsgalerie und in den Skulpturengarten von Lutz Ackermann nach Nebringen wurde eingeladen. Hinzu kamen Veranstaltungen, die speziell zum Jubiläum konzipiert und einzeln gebucht werden konnten. Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Festwochenende im September mit dem Jubiläumsgottesdienst am 27. September und einer Podiumsdiskussion zum Thema „500 Jahre Herrenberger Altar – und heute?“ am Tag darauf. Unter dem Motto „Auf dem Weg zum Jubiläum“ wurde bereits von Juni bis September auf den Geburtstag eingestimmt. Das Jubiläumsjahr wurde am Totensonntag mit der Aufführung von Verdis Requiem durch die Kantorei und das Collegium musicum beschlossen.
 
Die Veranstalter luden ein, auf unterschiedliche Art und Weise das Jubiläum zu begehen und sich neu mit Jerg Ratgeb und seinem beeindruckenden Werk auseinanderzusetzen: „Wir freuen uns, wenn wir mit dem Programm auf Jerg Ratgeb, seine Zeit und sein Tun neugierig machen, Denkanstöße geben und Diskussionen auslösen und laden herzlich zum Besuch der Veranstaltungen ein!“