"Demokratie leben!" 2025 - Netzwerke stärken!

Im Jahr 2025 konnten mit Hilfe des Bundesprogramms "Demokratie leben!" viele Projekte von lokalen Vereinen und Institutionen gefördert werden, die die Ziele des Programms verfolgen: Demokratie fördern - Vielfalt gestalten - Extremismus vorbeugen

Darüber hinaus hat das neue Demokratie-Bündnis seine Arbeit aufgenommen. Rund 20 engagierte Herrenberger*innen kommen zusammen, um Demokratie bei uns vor Ort zu fördern.

Auch Bürgerbeteiligung war im Jahr 2025 wie immer ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Dank "Demokratie leben!" konnten wir z.B. Kinderbeteiligung im Rahmen der Affstätter Ortskernsanierung durchführen.

Diese Seite bietet einen Überblick über einige der in 2025 geförderten Projekte. Bei Fragen oder Anfragen zu Projektförderung melden Sie sich gern bei Teresa Sauter: t.sauter(at)herrenberg.de

Rückblick auf geförderte Projekte

Mit Beginn der neuen Förderphase des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ startet in Herrenberg das „Demokratie-Bündnis“, welches Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Stadtverwaltung und Herrenberger Institutionen zusammenbringt, um gemeinsam Projekte zu fördern, Beteiligung zu stärken und Demokratie im Alltag erlebbar zu machen.

Engagierte von Wir sind da e.V., Herrenberg bleibt bunt, Mein Herz lacht e.V., und Flüchtlinge und Wir e.V. sind im Bündnis vertreten. Ebenso sind Vertreter*innen aus der muslimischen Gemeinschaft, dem Jugendhaus, der Familienbildungsstätte und der Evangelischen Erwachsenenbildung beteiligt. Auch Mitarbeitende der Stadtverwaltung aus den Bereichen Soziale Dienste, Gleichstellung und aus dem Team Beteiligung und Engagement, der VHS sowie der Polizei (Prävention) bringen sich ein. Außerdem mit dabei ist der Stadtjugendring. Das Bündnis kann bei Bedarf noch erweitert werden, sodass es möglichst vielfältig besetzt ist.

Strategien entwickeln

Das Demokratie-Bündnis entwickelt auf Grundlage einer Situations- und Ressourcenanalyse ein kommunales Handlungskonzept mit klaren Zielen, immer orientiert an den lokalen Herausforderungen und den Zielen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“: Demokratie fördern – Vielfalt gestalten – Extremismus vorbeugen..

Schutz und Solidarität stärken

Gemeinsam entwickelt das Demokratie-Bündnis außerdem ein Schutzkonzept für zivilgesellschaftlich Engagierte in Herrenberg. Ziel ist es, gemeinsam mit Sicherheitsbehörden und Experten Strategien zu erarbeiten, wie auf Bedrohungen reagiert werden kann und wie Menschen unterstützt werden, die sich für Demokratie einsetzen und dabei unter Druck geraten. Das Bündnis möchte so nicht nur sensibilisieren, sondern auch konkret schützen und solidarisch handeln.
In HERRENBERGER HERZTÖNE porträtiert die Neu-Herrenbergerin Viola Gabor Menschen, die mit ihren Geschichten und ihrem Engagement den Herzschlag Herrenbergs prägen. Es geht um Zusammenleben, Vielfalt und darum, wie wir alle ein Stück Heimat gestalten.

Warum das wichtig ist? Gerade in bewegten Zeiten brauchen wir Begegnungen, Zuhören und Geschichten, die Mut machen und zeigen, wie Zusammenleben in Vielfalt bereichernd gelingen kann.

Alle Episoden: 
- Im Gespräch beim Neujahrsempfang 2026
- In der Massagepraxis von Minh Ong
- In der Buchhandlung Schäufele
- Im Gespräch mit Oberbürgermeister Nico Reith
- Klangspiel mit Kindern aus dem Schickhardt-Gymnasium
- Auf dem Turm der Stiftskirche mit den Turmbläsern

Hör jetzt rein und entdecke die Herztöne Herrenbergs – überall, wo es Podcasts gibt: hier reinhören

Am 8. Oktober fand in der Stadthalle Herrenberg der erste Herrenberger Vereinsgipfel statt und brachte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Initiativen und Bürgerengagementgruppen mit Stadtverwaltung und Kommunalpolitik zusammen.

Im Mittelpunkt stand der persönliche Austausch über aktuelle Themen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten des Ehrenamts. In offenen Gesprächsrunden konnten die Engagierten ihre Anliegen einbringen, Fragen klären und neue Ideen diskutieren – von Vereinsförderung und Veranstaltungsorganisation bis hin zu Nachwuchsgewinnung, Digitalisierung und Kooperationen. Die Veranstaltung bot Raum für direkte Begegnungen auf Augenhöhe, stärkte die gegenseitige Wertschätzung und vertiefte das Verständnis zwischen Verwaltung und Ehrenamt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der kontinuierliche Dialog und verlässliche Unterstützung für ein lebendiges Vereinsleben und eine starke Stadtgemeinschaft sind.
Auf Einladung des AK Muslime in Herrenberg fand ein gemeinsames Fastenbrechen in den Gemeinderäumen der St. Martinskirche statt, zu dem Vertreter*innen der muslimischen, christlichen und jüdischen Gemeinden sowie aus Stadtverwaltung, Politik und Presse zusammenkamen. Im Mittelpunkt des Abends standen Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis zwischen den Religionen und gesellschaftlichen Gruppen. Musikalisch wurde das Programm von der Gruppe Sarhane begleitet, den inhaltlichen Impuls setzte Prof. Dr. Erdal Toprakyaran. Nach dem Ruf des Muezzins servierten Jugendliche aus den vier Gemeinden gemeinsam das Essen. Beim gemeinsamen Mahl und in den anschließenden Gesprächen entwickelte sich ein offener, respektvoller Austausch, der das Miteinander in der Stadt stärkte und neue Perspektiven aufeinander eröffnete.
Der Beteiligungsprozess zur Planung des Stadtjubiläums 2028 in Herrenberg lebt davon, dass möglichst viele Menschen mitmachen und ihre Ideen einbringen. Nach einer öffentlichen Auftaktveranstaltung hat sich ein Festkomitee gebildet, das gemeinsam mit der Stadtverwaltung den Prozess begleitet und weiterentwickelt. Über Workshops, offene Aufrufe und Beteiligungsformate konnten bereits zahlreiche Vorschläge aus Bürgerschaft, Vereinen, Initiativen und Unternehmen gesammelt werden. Diese Ideen wurden sortiert, weitergedacht und sollen nun gemeinsam geplant und in 2028 umgesetzt werden – mit dem Ziel, ein Stadtjubiläum auf die Beine zu stellen, das von vielen gestaltet wird und die Vielfalt Herrenbergs widerspiegelt. Neue Mitwirkende und frische Ideen sind dabei jederzeit willkommen.
Alle Infos: www.herrenberg.de/stadtjubilaeum
Die Ideen-Olympiade im Jugendhaus gab Jugendlichen die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen.  Am Tag der Ideen-Olympiade entstand ein direkter Austausch zwischen jungen Menschen und der kommunalen Jugendarbeit, der sichtbar machte, was Jugendliche bewegt und welche Angebote sie sich wünschen. Im Mittelpunkt stand echte Beteiligung: Jugendliche wurden angehört und konnten mitentscheiden, welches Projekt umgesetzt wird. So entstand ein Raum, in dem ihre Perspektiven ernst genommen wurden und ein konkretes Ergebnis sichtbar wurde. 
Im Rahmen des Sanierungsgebiets 'Ortskern Affstätt' sollen die Ortsmitte und die Ortsdurchfahrt neu gestaltet werden. 
In lockerer Atmosphäre konnten sich Interessierte vor Ort mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, den Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräten und dem verfahrensbetreuenden Büro schreiberplan zu den Inhalten des Wettbewerbs austauschen.

Über "Demokratie leben!" wurde Kinderbeteiligung gefördert: Kinder hatten die Möglichkeit, ihre Wünsche zum Ortsbild aufzumalen und mit Lego-Steinen zu bauen. Parallel standen für Erwachsene im Gemeindehaus Stellwände bereit, auf denen sie ihre Gedanken zur Neugestaltung des Ortsbildes äußern können.
Für Queere Sichtbarkeit. Queere Freude. Queerer Raum. wurde im Juha ein queerer Abend gefeiert, der glitzert, knallt und verbindet.

Das Projekt „FaBi ist da!“ brachte im Sommer kreative und spielerische Bildungsangebote direkt in die Herrenberger Innenstadt und ermöglichte Familien unkomplizierte Zugänge zu gemeinsamer Bildung und Begegnung. An zehn Nachmittagen lud die Familienbildungsstätte Kinder und Eltern zu kostenfreien, offenen Mitmachaktionen auf das Seeländer Areal ein. Ohne Anmeldung und unabhängig vom Geldbeutel konnten Familien experimentieren, spielen, lesen und miteinander ins Gespräch kommen. Das flexible, niedrigschwellige Format traf einen großen Bedarf und wurde von vielen Familien dankbar angenommen. Zugleich zeigte das Projekt, wie wichtig frei zugängliche Bildungs- und Begegnungsräume im öffentlichen Raum für Teilhabe, Gemeinschaft und Chancengerechtigkeit sind.
Der Türkische Arbeitnehmerverein brachte das Theater ulüm nach Herrenberg. Das aufgeführte Stück bot einen Ausgangspunkt für den Austausch über Migration, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit humorvollen und zugleich kritischen Szenen eröffnete die Aufführung einen zugänglichen Rahmen, um auch kontroverse Themen gemeinsam zu reflektieren. Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte kamen dabei miteinander ins Gespräch und setzten sich mit unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten auseinander. Ziel war es, Verständnis zu vertiefen, Vorurteile abzubauen und einen respektvollen Dialog in der Stadtgesellschaft zu stärken.
Die Theaterformation „Eure Formation“ war mit ihrem Stück „Was heißt hier ›wir‹?“ zu Gast an der TSR. Im Rahmen des Unterrichts bot die Aufführung einen intensiven Impuls zur Auseinandersetzung mit Fragen von Zugehörigkeit, nationaler Identität und demokratischem Zusammenhalt. Mit eindrücklichen Szenen und dokumentarischen Elementen thematisierte das Stück aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und regte dazu an, über Werte, Erinnerungskultur und Verantwortung ins Gespräch zu kommen. Beim anschließenden moderierten Austausch nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Eindrücke zu teilen, Fragen zu stellen und gemeinsam über Perspektiven für ein respektvolles Miteinander nachzudenken.

Logos des BMBFSFJ, der Stadt Herrenberg und des SJR