2018 - Couragiert leben!

Das Jahr 2018 stand unter dem Motto „Couragiert leben! Die Idee, dass der Mut von gestern unsere Freiheit von heute ist, hat uns veranlasst Alltagsgeschichten von Menschen zu sammeln, die Mut bewiesen haben – Gestern und Heute.

Was meinen wir mit Mutgeschichten?

Mut… heißt, sich einzusetzen. Einzustehen für sich, für andere oder für etwas. Aus Überzeugung und manchmal gegen Widerstände. Mutig sind nicht nur große Heldentaten. Mut fängt im Kleinen und Alltäglichen an: etwas anders machen, als alle anderen, etwas kritisch hinterfragen, Zivilcourage beweisen oder bürgerschaftliches Engagement zeigen.

Was unterscheidet diesen Mut, von der mutigen Entscheidung zum Absprung beim Bungee-Jumping? Wie klein sie auch sein mögen, zusammen bewirken Mut-Geschichten Veränderungen. Veränderungen, die unsere Gesellschaft ein Stückchen freier, offener und lebenswerter machen. An 14 Stadtteilfesten waren wir dabei – zum Teil mit unserem Mutmobil, zum Teil um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Dabei haben wir erfahren, was die einzelnen Stadtteile beschäftigt und viele mutige Menschen kennengelernt.


Zwei Kinder und zwei Erwachsene stehen um einen Pflanzenkübel herum. Im Vordergrund hält eine Person mehrere Flyer in der HandEine Person hält in der rechten Hand eine organgefarbene Sprühdose und in der linken ein augestanztes Stück Metall.Im Frühjahr hat die Hausgemeinschaft den Innenhof verschönert. Fünf große Pflanzenkübel wurden aufgestellt und mit der Unterstützung von Mitgliedern des Hortusgartenprojekts mit verschiedenen Pflanzen bepflanzt.
Der zweite Aktionstag stand unter dem Motto: „Wir engagieren uns für das Offene Bürgerhaus“. Gemeinsam reinigten die Anwesenden den Hof und die Küche innen und außen, bestempelten die Biertischgarnituren mit dem schmucken Klosterhof-Logo und legten für die Homepage die Standardbestuhlungen und -tische der Räume fest. Damit sind für die Räume im Haus die Standards geklärt, an denen sich die Gruppen orientieren können.
Mehrere Personen sitzen unter einem Zelt auf Cajon Trommeln.Die Nachfrage unter den Trommelbegeisterten Herrenbergern ist so groß, dass wir auch im Jahr 2018 zwei Workshopreihen Cajon anbieten konnten. Der Leiter Ben Breitling zeigt sich begeistert: „Hier sind so viele kreative Menschen, die bereit sind sich auf Neues einzulassen. Ich freue mich immer wieder auf bekannte und neue Gesichter, die Lust aufs Trommeln haben.“
Die Cajon-Gruppe ist im diesem Jahr bei mehreren Veranstaltungen aufgetreten, so z.B. bei der Langen Nacht der Kulturen und bei der Vernissage der Ausstellung „Narrenfreiheit“ des Kunstverein Herrenberg.
„Couragiert leben!“ hieß 2018 das Motto der Herrenberger Partnerschaft für Demokratie. Der Begleitausschuss hatte ein stadtteilverbindendes Festival angedacht. Das ließ sich in diesem Jahr allerdings nicht mehr verwirklichen. So fanden insgesamt 15 Termine statt. In jedem Stadtteil ein Termin bei dem das Mutmobil mit Studierenden der Universität Tübingen kam um Mutgeschichten aus den Stadtteilen zu erfahren. In jedem Stadtteil fand darüber hinaus eine „couragierte Stadtteilaktion“ statt, bei der Menschen vernetzt wurden, die sonst wenig in Berührung kommen. Ob Blütenwanderung in Gültstein, das 25-jährige Jubiläum des Gemeindehauses in Mönchberg, die Einweihung der historischen Ortstafeln in Oberjesingen, der Zwiebelkuchenverkauf in Affstätt, die Haslacher Kultour-Tage, das Jubiläum des Kuppinger Lauftreffs mit einem Lauf für das Grundgesetz nach Berlin, das ökumenische Gemeindefest in der Kernstadt oder die Lange Nacht der Kulturen, die am 6. Oktober den feierlichen Abschluss des Festivals bildet: Alle Veranstaltungen fanden unter dem Titel "Couragierte Stadtteilaktionen" oder Mutmobil vor Ort statt.
Im Februar fand das vierte Herrenberger Jugendforum mit rund 250 Jugendlichen im Alter von 10 – 21 Jahren statt. Schülerinnen und Schüler aller acht weiterführenden Schulen brachten in der Stadthalle ihre Ideen und Wünsche für die Stadt ein.
Kommunalpolitische Themen wie der Zustand mancher Schulgebäude, Radwege, Orte für Jugendliche mit hoher Aufenthaltsqualität, Klimaschutz, Integration und Zusammenleben wurden intensiv diskutiert und daraus Projektideen entwickelt. Die Ergebnisse wurden nachmittags Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats, der Stadtverwaltung, den Schulen und vielen Herrenberger Vereinen präsentiert. Dabei warben die Jugendlichen für ihre Themen und kamen mit den Erwachsenen ins Gespräch. Wie in den vergangenen Jahren bildet das Jugendforum damit den Startpunkt für die weitere Jugendbeteiligung in Herrenberg.