Herrenberger Stadtkaffee 

Der Herrenberger Stadtkaffee ist ein Spezialitätenkaffee von sehr hoher Qualität.
Importiert, geröstet und verpackt wird dieser Kaffee in einem gemeinschaftlichen Projekt von den Herrenberger Unternehmen cumpa GmbH und der Privatrösterei Maycoffee mit der Stadt Herrenberg.

Der Kaffee ist bio-zertifiziert und kommt direkt von den Kleinbäuer*innen aus Peru. Mit Ihrem Kauf unterstützen Sie den gerechten Kaffeehandel, sowie die lokale Wirtschaft und den Einzelhandel in Herrenberg.

Einblicke in die Arbeit der Kaffeebäuer*innen erhalten Sie hier.

Warum einen Stadtkaffee?
Bereits seit über 20 Jahren haben sich in mehr als 120 Kommunen in Baden-Württemberg Stadtkaffees etabliert. Diese sollen den fairen Handel in den Kommunen fördern und das Ziel eines bewussten, nachhaltigen Lebensstils ein Stück greifbarer zu machen.

Herrenberg trägt seit 2015 den Titel "Fairtrade-Stadt". Eines der fünf Kriterien für diese Zertifizierung ist die Einrichtung einer Fairtrade-Steuerungsgruppe, die sich aus Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, der Verwaltung und der Wirtschaft zusammensetzt. Sie generiert Ideen und stimmt über entwicklungspolitische Aktivitäten in der Stadt ab, die in der Folge umgesetzt werden. Für den Herrenberger Weg der nachhaltigen Entwicklung hat die Steuerungsgruppe bereits im Jahr 2014 beschlossen, den Fokus nicht nur auf das Kriterium „fair“ zu legen, sondern auch auf "regional". Im Hinblick auf die Regionalität wurde beim Projekt Stadtkaffee deshalb mit Herrenberger Unternehmen kooperiert. Als Träger des Projekts arbeitet das Team Beteiligung und Engagement gemeinsam mit der Steuerungsgruppe und verschiedenen Unternehmen aus Herrenberg zusammen.

Röstung und Geschmack - 100% Arabica
Um die Qualität und die Frische des fertigen Kaffees gewährleisten zu können, wird der Stadtkaffee erst in Deutschland von der Privatrösterei Maycoffee in Gültstein geröstet.

Röstgrad  Geschmack
Hell Vollmilchschokolade mit leicht fruchtigen Noten und Nuancen von Orangenschale
Medium Schokolade und Trockenfrüchten mit einer leichten Honignote
Dunkel Zartbitterschokolade mit Marzipan und leichter Karamellnote

Die Röstgrade „Hell“ und „Medium“ gibt es gemahlen und als ganze Bohne. Da verschiedene Zubereitungsarten von Espresso unterschiedliche Mahlgrade erfordern, gibt es die dunkle Röstung nur als ganze Bohne. Auf Anfrage mahlt Maycoffee die Bohnen mit individuell abgestimmtem Mahlgrad.

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Ein weiter aber direkter Weg
 
Vom Umland Moyabambas in Peru bis nach Herrenberg durchläuft der Stadtkaffee eine Vielzahl an Stationen. (Eine anschauliche, zusammenfassende Grafik finden Sie in den Impressionen.)
 
Auf den abgeschiedenen Fincas im peruanischen Bergregenwald kultivieren, ernten, fermentieren und trocknen die Farmer*innen den Kaffee. Die getrockneten Rohkaffeebohnen sind noch von einer gelben Haut umhüllt. Diesen sogenannten „Café Pergamino“ bringen die Farmer*innen von ihrer Finca zum Verkauf in die Kooperative.
 
Die Kaffeebäuer*innen organisieren sich in Kooperativen, die wie Agrargenossenschaften funktionieren und bestimmte Arbeiten bündeln. Die Mitarbeiter*innen der Kooperative Aproeco nehmen pro geliefertem „Café Pergamino“ eine kleine Probe, verarbeiten, verkosten und prüfen ihn auf verschiedene Qualitätsaspekte. Jetzt kauft und bezahlt die Kooperative die Kaffeebohnen, wobei die Qualität die Höhe des Preises für die Genoss*innen bestimmt.
 
Nachdem alle bürokratischen Hürden gepackt sind, fährt der Rohkaffee zur Prozessfabrik in Chiclayo in der Nähe des Hafens. Hier wird mit Maschinen die gelbe Pergamenthaut vom Rohkaffee weggesprengt. Nach mehreren Selektionen werden die Kaffeebohnen in Säcke abgepackt und zum Hafen gebracht, in den Container geladen und vom Zoll kontrolliert. Die weite Reise nach Deutschland beginnt.
 
In Deutschland angekommen fährt der Kaffee vom Hamburger Hafen über den Zoll in Stuttgart zum Lager von cumpa in Gültstein. Von dort werden die Bohnen zur Privatrösterei Maycoffee gebracht. Durch handwerkliche Perfektion holt Maycoffee mit Geduld, Liebe und Sorgfalt aus jeder Bohne das optimale Aroma heraus.
 
Was ist bei diesem Handel nun direkt, wenn der Kaffee so viele Stationen durchläuft?
Beim direkten Handel soll es nicht darum gehen, dass Farmer*innen für ihren Kaffee alle Schritte bis zur Verschiffung eigenhändig vornehmen. Vielmehr steht direkter Handel für Wissen über die Lieferkette und für die ebenbürtige Beziehung mit all jenen Menschen, die am Kaffee mit anpacken. Cumpa steht im direktem Kontakt mit nahezu allen Stationen der Produktions- und Logistikkette. Mit diesem Wissen verhandeln sie auf Augenhöhe Preise mit ihren Partner*innen in der Kooperative. Dabei geben sie auch vor, welche Preise die Kaffeefarmer*innen für ihren „Café Pergamino“ bekommen sollen.

Um die CO2-Emissionen des langen Transportwegs zu kompensieren, wird mit dem Programm "cumpa pflanzt" für jede Tonne importierten Rohkaffee je ein Baum in Deutschland und Peru gesetzt.
Handel mit Perspektive

Der Rohkaffee-Importeur cumpa steht im regelmäßigen Dialog und bilateralen Austausch mit den Kleinbäuer*innen in Peru. Bei den Preisverhandlungen orientiert sich cumpa nicht an dem Börsenpreis von Kaffee. Vielmehr wird auf Augenhöhe ein gerechter Preis für beide Parteien verhandelt. Aktuell zahlt cumpa ca. FOB 4,40€/kg Rohkaffee (FOB = Free On Board, d. h. die Kooperative in Peru trägt die Kosten bis der Rohkaffee auf dem Schiff - On Board - verladen ist). Der internationale Börsenpreis von Kaffee lag bei Vertragsschluss bei FOB 2,17€/kg Rohkaffee. Der Börsenpreis unterliegt sogar den Produktionskosten der Kleinbäuer*innen, welche bei 2,60€/kg liegen.

Die langfristige Zusammenarbeit zwischen cumpa und der basisdemokratischen Kaffeekooperative Aproeco sorgt für Perspektiven und Chancen zur Weiterentwicklung. Durch eine Teilfinanzierung vor der Ernte wird die finanzielle Stabilität der Kleinbäuer*innen gestärkt.

Durch faire Bezahlung wird den Kaffeebäuer*innen eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Als Vermittler zwischen Kaffeetrinker*innen, Röstereien, Kooperative und Farmer*innen steigert cumpa die Partizipation der Farmer*innen im Dickicht der globalisierten Welt. So fördert cumpa mit persönlichen Beziehungen, unabhängigen Preisverhandlungen auf Augenhöhe und geteilter Information das höchste Gut in einer langen Lieferkette: Vertrauen.

Auf Anfrage kann der Handelsvertrag zwischen cumpa und der Kooperative eingesehen werden. Bitte schreiben Sie eine Mail an info@cumpa.de.