Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) ist ein Konzept, das auf einer engen Partnerschaft zwischen Landwirtinnen und Landwirten auf der einen Seite und Verbraucherinnen und Verbraucher auf der anderen Seite basiert. Ziel ist es, eine nachhaltige und regionale Lebensmittelversorgung zu schaffen. Die Mitglieder einer SoLaWi teilen sich die Kosten für den Anbau von Lebensmitteln und erhalten im Gegenzug regelmäßig frische, regionale Produkte. Dabei profitieren alle Beteiligten: Die Landwirt*innen erhalten Planungssicherheit und können ökologisch und ressourcenschonend wirtschaften, während die Mitglieder wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und aktiv zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen.
Die Unterstützung einer Solidarischen Landwirtschaft ist Bestandteil des Klimafahrplans Herrenberg, der im Jahr 2022 beschlossen wurde. Mit der Maßnahme LEK-6 ist die Schaffung einer SoLaWi als konkretes Projekt definiert, um nachhaltige Landwirtschaft und regionale Ernährung als Schlüssel zum Klimaschutz zu stärken.
Die „Wilde Farm“ in Kuppingen
In Kuppingen wurde im Jahr 2022 die solidarische Landwirtschaft „Wilde Farm“ gegründet und hat sich seitdem erfolgreich etabliert. Die Wilde Farm bewirtschaftet einen 3.700 m² großen Acker und baut eine breite Vielfalt an Gemüse an. Das Konzept sieht vor, dass die Ernte in Form von wöchentlichen Gemüsekisten an die Mitglieder ausgegeben wird, welche teilweise bei Anbau und Ernte mithelfen.
Bereits in ihrer ersten Anbausaison im Jahr 2023 konnte die Wilde Farm 34 Mitglieder gewinnen. Dank des großen Engagements der Gründerinnen und Gründer sowie der positiven Resonanz in der Bevölkerung ist die Mitgliederzahl sowie die Vielfalt der angebauten Kulturen immer weiter gestiegen. Als Anerkennung für ihre nachhaltige und innovative Arbeit erhielt die Wilde Farm 2023 den 1. Platz beim Grünen-Zweig-Award, einem Nachhaltigkeitswettbewerb im Landkreis Böblingen.
Kooperation zwischen „Wilde Farm“ und Stabsstelle Klima- und Umweltschutz
Die Stabsstelle Klima- und Umweltschutz der Stadt Herrenberg unterstützt die Wilde Farm aktiv und kooperiert insbesondere im Bereich der Umweltbildung. Ziel ist es, das Bewusstsein für regionale und nachhaltige Lebensmittelproduktion zu fördern sowie Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, mehr über ökologische Landwirtschaft und die Vorteile der Solidarischen Landwirtschaft zu erfahren.
Interesse geweckt?
Wenn Sie mehr über die Solidarische Landwirtschaft „Wilde Farm“ erfahren möchten oder sich beteiligen wollen, besuchen Sie deren Website.