Messflotte für saubere Luft

Die Messflotte geht demnächst an den Start. Hierzu rüsten wir Fahrzeuge zum Hightech-Messgerät auf.

Es ist angedacht, dass etwa 50 Autofahrerinnen und Autofahrer, die nach Herrenberg bzw. von Herrenberg durch die Kernstadt pendeln oder täglich in der Kernstadt mit dem Auto unterwegs sind, an dem Projekt teilnehmen. Ihre Fahrzeuge werden mit einer kleinen Box ausgestattet, die verschlüsselte Informationen zum Fahrverhalten an unseren Kooperationspartner, die Robert Bosch GmbH, sendet. Die gewonnenen Daten liefern insgesamt Informationen zum Brems- und Beschleunigungsvorgang und erlauben es, den Stickoxidausstoß abzuschätzen. Die Messflotte für saubere Luft wird vorerst für einen Zeitraum von etwa einem Jahr unterwegs sein.

Häufige Fragen

Die Messflotte erlaubt es, die emissionskritische Situation im Herrenberger Straßennetz herauszuarbeiten. Die gewonnenen Daten werden anschließend von der Stadtverwaltung Herrenberg genutzt, um die Maßnahmenpakete aus dem Projekt „Stadtluft verbessern“ besser planen und deren Auswirkungen evaluieren zu können. Hierzu zählen u.a. die angedachte dynamische Temporeduzierung, die verkehrsabhängige Steuerung der Lichtsignale als auch die Verbesserung der Durchfahrtszeiten für Busse (u.a. die Beschleunigungsspuren für Busse).
Knapp 50 Fahrzeuge nehmen an der Messflotte teil.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auf Basis von mehreren Kriterien ausgewählt. Hierzu zählen insbesondere die täglich zurückgelegte Distanz mit dem PKW als auch die Tatsache, dass man in der Kernstadt Herrenbergs unterwegs ist. Weiterhin spielen der Fahrzeugtyp und das Pendlerverhalten eine wichtige Rolle.
Mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nicht bei der Informationsveranstaltung anwesend sein konnten, werden per E-Mail zu den wichtigsten im Rahmen dieser Veranstaltung besprochenen Themen benachrichtigt. Weiterhin wird Ihnen die Teilnahme- sowie eine Einwilligungserklärung zur Datennutzung zugesandt. Bei Fragen können sich die möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Stadtverwaltung Herrenberg wenden.
Nein, auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen keine Kosten zu. Die Teilnehmenden erhalten zwei Freikarten für eines der Herrenberger Bäder.
Die Robert Bosch GmbH stellt das Messmodul bereit und lässt dieses durch einen Vertragspartner (Bosch-Service) fachgerecht in das Fahrzeug einbauen. Weiterhin analysiert Bosch die ermittelten Daten und bereitet diese auf.
 
Die Stadtverwaltung Herrenberg übernimmt die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Auch nutzt die Stadtverwaltung die ermittelten und aufbereiteten Daten, um die Maßnahmen des Projektes noch spezifischer planen und evaluieren sowie gegebenenfalls neue Maßnahmen einzuleiten zu können.
Das Messmodul hat die Maße einer Zigarettenschachtel und wird an der Diagnoseschnittstelle (hinter der Fußraumverkleidung im Bereich des Fahrers) eingebaut.
Nein, die Box ist CE-zertifiziert und für den Einsatz im Fahrzeug zur Nachrüstung freigegeben.
Das Messmodul wird von einem Vertragspartner der Robert Bosch GmbH (Bosch-Service) in jedes Fahrzeug eingebaut. Die Räumlichkeiten dazu stellt das Amt Technik, Umwelt und Grün der Stadtverwaltung Herrenberg. Die Einbauzeit beträgt ca. 30 min pro Fahrzeug. Informationen zum Zeitpunkt des Einbaus wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Teilnehmer bereitgestellt.
Nein, das Messmodul beeinflusst das Fahrverhalten nicht. Mit dem Modul können nur Daten aus dem Fahrzeug ausgelesen werden.
Mit dem Messmodul ermittelt die Robert Bosch GmbH verschiedene Kenngrößen, u.a. die Geschwindigkeit, die Beschleunigung, die Gaspedalstellung und die GPS-Koordinaten. Auf Basis dieser Daten können Rückschlüsse auf die Stickoxidemissionen gezogen werden. Dort, wo vermehrt starke Beschleunigungen und erhöhte Geschwindigkeiten auftreten, sind auch erhöhte Stickoxidemissionen wahrscheinlicher.
Ziel ist es, über die Gesamtflotte für einen Straßenabschnitt die Stickoxidemissionen zu ermitteln. Diese werden aus den erhobenen Daten abgeschätzt. Eine direkte Messung der Stickoxidemissionen eines Einzelfahrzeuges ist mit dem eingesetzten Messmodul nicht möglich.
Ja, die Daten werden unabhängig vom Fahrer ab dem Starten des PKWs bis zum Abstellen und Ausschalten der Zündung des PKWs ermittelt.
Die Daten werden permanent während der Fahrt über eine gesicherte mobile Datenverbindung auf einen Server der Robert Bosch GmbH übertragen.
Ja, die Daten werden verschlüsselt übertragen und ausschließlich für das Projekt „Stadtluft verbessern“ genutzt.
Die Stadtverwaltung Herrenberg und die Robert Bosch GmbH nehmen den Schutz von persönlichen Daten sehr ernst. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen zum Datenschutz gemäß DSGVO sowie zur Verwendung ihrer Daten bei der Informationsveranstaltung.
Die Messung findet vorerst über einen Zeitraum von etwa einem Jahr statt.
Der Einbau der Messeinheit wird Ende November bzw. Anfang Dezember 2018 erfolgen. Der Start der Messungen soll auch in diesem Zeitraum erfolgen.
Nach Ende des Projekts oder bei einem zwischenzeitlichen Fahrzeugwechsel (Verkauf, Unfall) wird das Messmodul wieder kostenlos aus dem Fahrzeug ausgebaut und in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Nein, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zum Ende hin keine Daten, auch nicht diejenigen des eigenen PKWs. Eine Auswertung der aggregierten Daten im Zuge des Projekts „Stadtluft verbessen“ wird nach Abschluss der Messreihe online zur Verfügung gestellt.