Messflotte für saubere Luft

Die Messflotte für saubere Luft geht an den Start! Hierzu wurden mehr als 50 Fahrzeuge zum Hightech-Messgerät aufgerüstet.

Mit einem Messmodul versehen fahren die Messflotten-Fahrzeuge ab Januar 2019 im Auftrag der Stadt für das Projekt „Stadtluft verbessern“ durch Herrenberg und liefern dabei bis Dezember 2020 Daten, aus denen die Experten Rückschlüsse auf die Auswirkungen der Modellstadt-Maßnahmen auf die Luftqualität ziehen.

Mehr als 50 Fahrzeuge sind dabei

Insgesamt sind circa 55 Freiwillige (27 Privatfahrzeuge, 5 Dienstfahrzeuge der Stadt und 22 Fahrzeuge einer Fahrschule) dem Aufruf der Stadtverwaltung gefolgt und stellen ihr Auto für die Herrenberger Messflotte zur Verfügung.

Messmodule wurden im Dezember 2018 eingebaut

Die Fahrzeuge wurden in den ersten beiden Dezember-Wochen 2018 mit Messmodulen der Robert Bosch GmbH ausgestattet. Die Messmodule senden verschlüsselt Daten über das Fahrverhalten auf den Hauptstrecken in Herrenberg, zum Beispiel zum Beschleunigen und Halten, mit denen man Rückschlüsse auf den wahrscheinlichen Stickoxidausstoß ziehen kann.

Häufige Fragen

Die Messflotte erlaubt es, die emissionskritische Situation im Herrenberger Straßennetz herauszuarbeiten. Die gewonnenen Daten werden anschließend von der Stadtverwaltung Herrenberg genutzt, um die Maßnahmenpakete aus dem Projekt „Stadtluft verbessern“ besser planen und deren Auswirkungen evaluieren zu können. Hierzu zählen u.a. die angedachte dynamische Temporeduzierung, die verkehrsabhängige Steuerung der Lichtsignale als auch die Verbesserung der Durchfahrtszeiten für Busse (u.a. die Beschleunigungsspuren für Busse).
Die Robert Bosch GmbH stellt das Messmodul bereit und lässt dieses durch einen Vertragspartner (Bosch-Service) fachgerecht in das Fahrzeug einbauen. Weiterhin analysiert Bosch die ermittelten Daten und bereitet diese auf.
 
Die Stadtverwaltung Herrenberg übernimmt die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Auch nutzt die Stadtverwaltung die ermittelten und aufbereiteten Daten, um die Maßnahmen des Projektes noch spezifischer planen und evaluieren sowie gegebenenfalls neue Maßnahmen einzuleiten zu können.
Das Messmodul hat die Maße einer Zigarettenschachtel und wird an der Diagnoseschnittstelle (hinter der Fußraumverkleidung im Bereich des Fahrers) eingebaut.
Nein, das Messmodul beeinflusst das Fahrverhalten nicht. Mit dem Modul können nur Daten aus dem Fahrzeug ausgelesen werden.
Mit dem Messmodul ermittelt die Robert Bosch GmbH verschiedene Kenngrößen, u.a. die Geschwindigkeit, die Beschleunigung, die Gaspedalstellung und die GPS-Koordinaten. Auf Basis dieser Daten können Rückschlüsse auf die Stickoxidemissionen gezogen werden. Dort, wo vermehrt starke Beschleunigungen und erhöhte Geschwindigkeiten auftreten, sind auch erhöhte Stickoxidemissionen wahrscheinlicher.
Ziel ist es, über die Gesamtflotte für einen Straßenabschnitt die Stickoxidemissionen zu ermitteln. Diese werden aus den erhobenen Daten abgeschätzt. Eine direkte Messung der Stickoxidemissionen eines Einzelfahrzeuges ist mit dem eingesetzten Messmodul nicht möglich.
Die Daten werden permanent während der Fahrt über eine gesicherte mobile Datenverbindung auf einen Server der Robert Bosch GmbH übertragen und ausschließlich für das Projekt „Stadtluft verbessern“ genutzt.
Die Stadtverwaltung Herrenberg und die Robert Bosch GmbH nehmen den Schutz von persönlichen Daten sehr ernst. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen zum Datenschutz gemäß DSGVO sowie zur Verwendung ihrer Daten bei der Informationsveranstaltung.
Nach Ende des Projekts oder bei einem zwischenzeitlichen Fahrzeugwechsel (Verkauf, Unfall) wird das Messmodul wieder kostenlos aus dem Fahrzeug ausgebaut und in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Nein, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zum Ende hin keine Daten, auch nicht diejenigen des eigenen PKWs. Eine Auswertung der aggregierten Daten im Zuge des Projekts „Stadtluft verbessen“ wird nach Abschluss der Messreihe online zur Verfügung gestellt.